Kaum hat die TechEd begonnen, ist auch schon fast wieder die Hälfte vorbei - so schnelllebig ist die Zeit. Leider war ich am ersten Tag mehr mit der Suche nach Schmerzmitteln beschäftigt, als mit der TechEd. Und sollte zufällig wer wissen, was sich in dem Medikament Metamizol Normon befindet - bitte um einen Hinweis; das Zeug ist gewaltig.

Zum Glück habe ich dann doch noch ein wenig von der Konferenz mitbekommen.

In der Keynote konnte Eric Rudder die lang erwartete Fertigstellung von Office 2007 verkünden - RTM wie das so schön heißt. Jetzt können die Kopiermaschienen ihre Arbeit aufnehmen und in einigen Wochen werden die Pakete dann auch in den Regalen auftauchen.
Aber aus meiner Sicht interessanter war, daß Simon Brown dem Thema Education im allgemeinen und Imagine Cup im speziellen einen Gutteil seiner zur Verfügung stehenden Zeit widmete. Dieses Thema wird auch noch dadurch unterstrichen, indem es im Rahmen der Exhibition einen großen ImagienCup Stand gibt, wo sich die Besucher einerseits Informationen über diesen Wettbewerb holen können und sich andererseits am Beispiel zweier Siegerprojekte (Italien und Norwegen) aus dem heurigen Jahr von der Qualität der Einreichungen überzeugen können.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema der Konferenze - "Get ahead of the game" - oder anders, was gibt es aus technischer Sicht für Neuigkeiten.

Steve Plank gab einen sehr interessanten Überblick über Windows CardSpace, einem weiteren Versuch das leidige Thema Identity im Internet auf eine sehr klevere Art und Weise in den Griff zu bekommen. Im wesentlichen handelt es sich dabei um eine Kombination verschiedener Web-Protokolle, die es dem Benutzer ermöglichen, seine Identität auf verschiedene Art und Weise gegenüber einem dritten mitzuteilen. Dabei darf man sich nicht durch den Begriff Windows im Namen verwirren lassen. Windows CardSpace ist lediglich die von Microsoft umgesetzte Implementierung diese Konzeptes im Rahmen von .NET 3.0. Parallel arbeiten aber auch einige andere Anbieter - z.b. Mozilla (?) - an einer Implementierung und so könnte es in diesem Bereich in absehbarer Zeit zu einer allgemein verfügbaren Lösung kommen.

In der letzten Session des Tages wurde ich dann einigermaßen überrascht. Man stelle sich vor. Die letzte Session des Tages, das Thema C++ und .NET und der Vortragssaal bis auf den letzten Platz gefüllt ....
Marcus Heege gab zuerst einen kurzen Überblick, was .NET aus C++ Sicht eigentlich bedeutet und daß es sich dabei eigentlich um eine natürliche Weiterentwicklung handelt: C -> C++ -> C++/CLI.
Im Rahmen der Diskussion zum Thema "Extending C++ Projects to .NET - Do's, do-not's and donuts" wurden dann vor allem die verschiedenen Ansätze - z.B. Sourcecode Kompatibilität, Objectcode Kompatibilität - und die jeweiligen Vor- und Nachteile behandelt.
Für mich war auch sehr interessant zu beobachten, wieviel Mißverständnisse es beim Thema .NET noch immer gibt.

Auf alle Fälle ein recht interessanter Start und so warte ich schon gespannt auf die weiteren Vorträge und ich hoffe doch noch einige davon zu sehen; z.B. Microsoft Robotics Studio oder Microsoft XNA and the Future of Game Development.

Eine Gratulation auch an meinen Kollegen Mario Szpuszta, der gleich am ersten Tag zeigen konnte, daß das Maß aller Dinge auch in der EDV manchmal in Österreich beheimatet ist.

Andi