Ausführen der Windows 8 Developer Preview in einer virtuellen Umgebung

Die Entwicklung von Windows 8

Einblicke in die Arbeit des Windows-Entwicklerteams

Ausführen der Windows 8 Developer Preview in einer virtuellen Umgebung

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Im folgenden Beitrag gehen wir kurz auf die Kompatibilität mit Virtualisierungstechnologien ein. Anfangs gab es einige Schwierigkeiten, denen sich die Community rasch angenommen hat. Dadurch konnten im Rahmen zahlreicher "Gewusst wie"-Beiträge auf verschiedenen Websites viele Benutzerproblemen gelöst werden. Da es sich um eine Developer Preview handelt, erwarten wir weitere Probleme im Zusammenhang mit der Anwendungs- oder Gerätekompatibilität, da diese Preview nicht in vollem Umfang getestet wurde (was auch nicht geplant war). Das hier behandelte Problem wurde früh entdeckt und hätte wohl etwas besser umgesetzt werden können. Dieser Beitrag stammt von Sue Bohn, David Hicks und Cornel Lupu aus dem ACDC (App Compat, Device Compat)-Team. – Steven

Aus den Foren geht hervor, dass ein großes Interesse daran besteht, die Windows 8 Developer Preview in einer virtuellen Umgebung auszuführen. Aus unseren Telemetriesystemen geht hervor, dass schätzungsweise ein Drittel der ersten Installationen auf virtuellen Computern erfolgten. Wir möchten um Entschuldigung dafür bitten, dass wir nicht vorab Anleitungen zum Testen der Windows 8 Developer Preview auf virtuellen Computern zur Verfügung gestellt haben. In diesem Blogeintrag werden einige der Hintergründe und Informationen zu diesem Thema erörtert.

Die Windows 8 Developer Preview sollte idealerweise als Stammbetriebssystem auf einem dedizierten Computer ausgeführt werden. Windows 8 nutzt die Hardwarebeschleunigung für eine schnelle und flüssige Darstellung der Benutzeroberfläche. Wenn eine Installation auf einem dedizierter physischer Computer nicht möglich sein sollte, ist eine Dual-Boot-Konfiguration ein hervorragende Alternative, bei der das bestehende Betriebssystem und Setup beibehalten werden. Weitere nützliche Informationen finden Sie in diesem LifeHacker-Artikel zum Einrichten von Dual-Boot.

Im Folgenden wird die Virtualisierungsterminologie für Leser, die nicht mit dieser vertraut sind, kurz vorgestellt. Mithilfe von Produkten für virtuelle Computer kann ein Gastbetriebssystem in einem bestehenden Hostbetriebssystem ausgeführt werden, das als Stammbetriebssystem auf dem physischen Computer installiert ist. Wie viele von Ihnen wissen, ist Virtualisierung eine beliebte Möglichkeit, neue Betriebssysteme auszuprobieren, ohne einen dedizierten physischen Computer, eine zusätzliche Festplatte oder eine Neupartitionierung verwenden zu müssen. Zur Ausführung der Windows 8 Developer Preview als Gastbetriebssystem wird ein Virtualisierungsprodukt mit entsprechender Unterstützung benötigt.

In einigen Virtualisierungsprodukten wird nur ein grundlegender Anzeigetreiber bereitgestellt, der die Hochleistungsgrafik von Windows 8 nicht unterstützt. Die Benutzeroberfläche wird dadurch im Vergleich zur Ausführung als Stammbetriebssystem deutlich langsamer und weniger reaktionsfähig. Bei der Ausführung als Gastbetriebssystem können Setup und Konfiguration kompliziert und fehleranfällig sein, insbesondere bei älterer Hardware, die nicht über integrierte Virtualisierungsoptimierungen verfügt, die in den neuesten Generationen von Intel- und AMD-Prozessoren zum Einsatz kommen.

Die Windows 8 Developer Preview wurde erst vor wenigen Tagen veröffentlicht. Viele der im Handel erhältlichen Virtualisierungsprodukte wurden daher noch nicht aktualisiert, um eine optimale Funktionalität zu ermöglichen. Wir arbeiten eng mit allen führenden Herstellern von Virtualisierungsprodukten zusammen, damit die Unterstützung von Windows 8 bis zum Release sichergestellt werden kann.

Mitglieder im Forum haben über Erfolge mit einigen Produkten berichtet. Ausgehend von den beliebtesten Möglichkeiten stellen wir Folgendes fest:

Funktioniert:

  • Hyper-V in Windows 8 Developer Preview
  • Hyper-V in Windows Server 2008 R2
  • VMware Workstation 8.0 für Windows
  • VirtualBox 4.1.2 für Windows

Funktioniert nicht:

  • Microsoft Virtual PC (alle Versionen)
  • Microsoft Virtual Server (alle Versionen)
  • XP-Modus von Windows 7
  • VMWare Workstation 7.x oder älter

Sie fragen sich vermutlich, warum Virtualisierungsprodukte, die mit Windows 7 problemlos ausgeführt werden können, nicht mit der Windows 8 Developer Preview funktionieren. Wir legen großen Wert auf Kompatibilität. Es gibt jedoch sehr hardwareorientierte Softwarekategorien, bei denen absichtlich Abhängigkeiten von den internen Datenstrukturen und Feinheiten des Windows-Kernels genutzt werden. Bei diesen Abhängigkeiten handelt es sich in der Regel nicht um öffentlich unterstützte oder exportierte APIs, sodass Änderungen an Windows auch Änderungen an diesen Abhängigkeiten bedingen. Wir versuchen, diese Änderungen soweit wie möglich zu vermeiden, jedoch sind sie für Innovationen manchmal unerlässlich. Aus diesem Grund muss einige Software im Zuge unserer wesentlichen Verbesserungen an Windows aktualisiert werden. Andere häufige Kategorien sind Antimalware- und Sicherheitsprodukte. In diesem Fall haben wir uns zwecks einer besseren Startleistung und neuer CPU-Architekturen auf einen neuen Ansatz mit hochpräzisen Timern konzentriert. In einigen Virtualisierungsprodukten werden ältere Hardwaretimer emuliert, die zu wesentlichen Leistungsverlusten führen und zur Unterstützung von Windows 8 aktualisiert werden müssen.

Wir arbeiten eng mit allen Softwarepartnern zusammen, die Produkte mit Abhängigkeiten von diesen API-Arten entwickeln, und jeder wurde über die Änderungen in der Windows 8 Developer Preview informiert. Die Frage nach der zukünftigen Kompatibilität wird von den einzelnen Partnern auf Grundlage ihrer Geschäftsziele angegangen. Gemeinsam haben wir uns zum Ziel gesetzt, der immer größer werdenden Zielgruppe für die Veröffentlichung eine hervorragende Benutzerfreundlichkeit zu bieten.

Sue Bohn, David Hicks, Cornel Lupu

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