In diesem Beitrag wird das Verwenden mehrerer Bildschirme unter Windows 8 ausführlich beschrieben. Von den ersten öffentlichen Versionen und Demos von Windows 8 wurden die Verbesserungen bei Szenarien mit mehreren Bildschirmen im Vergleich zu Windows 7 deutlich. Zudem wurde die Unterstützung von Apps im Metro-Stil in einer Umgebung mit mehreren Bildschirmen aufgezeigt. Auf dem Weg zu unserem nächsten Meilenstein, der Release Preview, haben wir die Features für mehrere Bildschirme zunehmend verfeinert und weiterentwickelt. In diesem Beitrag finden Sie einen Ausblick auf die für die Consumer Preview noch nicht vollständig abgeschlossenen Aufgaben. Zudem soll an dieser Stelle daran erinnert werden, dass es sich bei Developer Preview und Consumer Preview nicht um fertige Produkte handelt. Dieser Beitrag wurde von Mark Yalovsky verfasst, einem leitenden Programmmanager unseres User Experience-Teams.  (Hinweis: Dieser Beitrag ist identisch mit dem in der vergangenen Woche versehentlich veröffentlichten Beitrag (siehe Hinweis unter @buildwindows8.)
– Steven

Durch das Anschließen mehrerer Bildschirme an einen PC können Sie das Arbeiten unter Windows auf einfache Weise erweitern. Schließen Sie einen zweiten Bildschirm an, um Ihre Arbeitsoberfläche im Nu zu verdoppeln. Ich arbeite bereits seit zehn Jahren mit mehreren Bildschirmen. Sobald man einmal mehrere Bildschirme verwendet hat, möchte man nicht mehr zum alten Setup zurückkehren. Mit mehreren Bildschirmen können Sie produktiver vorgehen, da Sie auf mehreren Bildschirmen eine größere Zahl an Fenstern anzeigen können. Wir sind begeistert darüber, wie bequem Tablets (häufig über HDMI-Anschlüsse) unter Windows 8 große Bildschirme mit hoher Auflösung unterstützen werden, da sich hieraus eine große Zahl an interessanten Szenarien ergibt.

Bei der ursprünglichen Planung von Windows 8 waren die Funktionen für mehrere Bildschirme ein wichtiger Bereich für Verbesserungen. Ein Setup mit mehreren Bildschirmen ist heute mit Sicherheit weitaus verbreiteter als noch vor Jahren. Dies gilt insbesondere für die technischen Berufe (Entwickler, Grafiker, Architekten usw.). Mittlerweile ist die Unterstützung für mehrere Bildschirme für nahezu die gesamte PC-Hardware der Standard, und die Bildschirmpreise sind so niedrig wie noch nie (zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels wurden 21"-LED-Bildschirme im Bereich von 140 US-Dollar angeboten). Daher lässt sich auch weiterhin die zunehmende Verbreitung von Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen beobachten – sowohl bei Privatnutzern als auch bei Personen mit technischen Berufen.

Die über das Windows-Feedbackprogramm erfassten Daten legen nahe, dass 14 % der Desktopcomputer und ca. 5 % aller Laptops mit mehreren Bildschirmen betrieben werden. Hierbei muss beachtet werden, dass diese freiwillig erhobenen Daten dazu neigen, von Computerbegeisterten zu stammen, sodass diese eher für fortgeschrittene Benutzer gelten (im Vergleich zu bereits veröffentlichten Zahlen, die für das gesamte PC-Universum gelten). Dennoch waren wir der Meinung, diese Zahlen zu veröffentlichen, da sie eine andere Datenquelle bekräftigen.

Anzahl der
Bildschirme

Desktopcomputer

Laptops

1

85,32 %

95,64 %

2

13,48 %

4,36 %

3

0,85 %

0,00 %

4

0,34 %

0,00 %

Wir haben festgestellt, dass einer der Hauptgründe für das Verwenden mehrerer Bildschirme der Wunsch nach einem verbesserten Multitasking ist. Dies gilt insbesondere für diejenigen Benutzer, die eine gewisse Zeit darauf verwenden, die Desktopfenster anzuordnen, um die verfügbare Fläche mehrerer Bildschirme optimal zu nutzen. Wir sprechen aus eigener Erfahrung, denn die meisten Entwickler und Tester bei Microsoft verfügen in ihren Büros über ein Setup mit mehreren Bildschirmen. Wenn man durch die Gänge geht, fallen einem die verschiedensten Bildschirmkonfigurationen mit zwei oder bis zu vier Bildschirmen des Engineering Teams auf. Dies ermöglicht zwei wichtige Szenarien. Zum einen können die Entwickler ein Tool wie z. B. Visual Studio auf einem und das ausgeführte/zu debuggende Programm auf einem anderen Bildschirm anzeigen. Auch kann ein zusätzlicher Bildschirm für Nebenaufgaben wie z. B. E-Mails oder den Internetbrowser angeschlossen werden.

Angesichts dessen möchten wir unter Windows 8 für Benutzer mit mehreren Bildschirmen die folgenden Ziele erreichen:

  • Die Verwendung des Desktops soll persönlicher werden. Das persönlichste Desktopfeature ist möglicherweise das Anpassen des Hintergrunds. Auch dies soll auf mehreren Bildschirmen eine optimales Feature sein.
  • Verbessern der Zugriffseffizienz für auf Bildschirme verteilte Anwendungen. Unter Windows 7 war der häufigste Wunsch von Benutzern mit mehreren Bildschirmen eine verbesserte Effizienz der Taskleiste.
  • Verbesserte Effizienz beim Zugriff auf die Systembenutzeroberfläche. Unter Windows 7 konnte nur von einem Bildschirm auf das Startmenü zugegriffen werden. Mit der Einführung einer neuen Benutzeroberfläche unter Windows 8, deren Steuerelemente sich an den Bildschirmrändern befinden, wollten wir sicherstellen, dass der Zugriff auf das Startmenü, die Knöpfe, die Uhr und die zuletzt verwendeten Anwendungen von jedem Bildschirm aus auf einfache Weise erfolgt.
  • Gleichzeitige Ausführung von Apps im Metro-Stil und Desktopanwendungen. Sie können Apps im Metro-Stil auf beliebige Bildschirme verschieben oder von diesen aus starten, während sich auf einem anderen Bildschirm gleichzeitig Desktopanwendungen befinden.

Fotocollage verschiedener Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen

Beispiele für Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen in den Büros von Microsoft

Personalisierung des Desktophintergrunds mehrerer Bildschirme

Das Anpassen des Desktophintergrunds ist ein äußerst beliebtes Feature von Windows 7. Telemetriedaten zeigen, dass mehr als 75 % der Benutzer den Desktophintergrund anpassen. Eine Einschränkung unter Windows 7 besteht darin, dass bei einer Konfiguration mit mehreren Bildschirmen nur ein Hintergrundbild ausgewählt und jeweils auf den einzelnen Bildschirmen angezeigt werden kann. Nicht nur besteht diese Einschränkung hinsichtlich der Anpassung (wer möchte schon zweimal auf dasselbe Bild schauen?), sondern handelt sich auch um ein optisches Manko. Dies gilt insbesondere, wenn die Bildschirme über deutlich unterschiedliche Auflösungen oder Ausrichtungen (Hoch- statt Querformat) verfügen.

Uns ist bekannt, dass einige Benutzer ausgefeilte Tools von Drittanbietern verwenden, um die Hintergrundbilder zu verwalten. Unter Windows 8 kann der Hintergrund für jeden einzelnen verwendeten Bildschirm angepasst werden. Für die Mehrzahl der Kunden bieten wir nun Lösungen für die verbreiteten Probleme beim Anpassen des Desktops unter Windows 7:

  • Anzeigen verschiedener Desktophintergründe auf den einzelnen Bildschirmen. Beim Auswählen eines persönlichen Motivs wird unter Windows 8 automatisch für jeden Bildschirm ein anderer Desktophintergrund eingerichtet. Sie können sogar eine über alle Bildschirme verteilte Diashow mit wechselnden Bildern oder jeweils bestimmte Hintergrundbilder für die einzelnen Bildschirme auswählen.

Foto zweier Bildschirme mit jeweils unterschiedlichem Hintergrund

Unterschiedliche Hintergründe auf jedem Bildschirm

Screenshot des Features zum Auswählen verschiedener Hintergründe für die Bildschirme

Option für die Auswahl unterschiedlicher Hintergründe auf jedem Bildschirm

  • Diashow für mehrere Bildschirme. Sehr häufig sind Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen vorzufinden, die über unterschiedliche Größen und/oder Ausrichtungen verfügen. Natürlich eignen sich nicht alle Fotos sowohl für das Quer- als auch das Hochformat sowie für verschiedene Bildschirmgrößen und -auflösungen. Daher haben wir dem Diashowcode eine Logik hinzugefügt, mithilfe derer die geeignetsten Bilder für die einzelnen Bildschirme ausgewählt werden.

Foto eines horizontalen und eines vertikalen Bildschirms mit passenden Bildern

Diashow mit einer Bildauswahl, die zur Bildschirmausrichtung passt

  • Strecken des Desktophintergrunds über alle Bildschirme. Sie können nun ein einzelnes Panoramabild auf mehrere Bildschirme ausdehnen. Die Personalisierungsoptionen von Windows 8 enthalten nun zudem ein neues Panoramadesign.

Foto eines einzelnen, auf zwei Bildschirme ausgedehnten Hintergrunds

Strecken eine Bilds über alle Bildschirme

Screenshot der Seite für die Desktophintergrundauswahl mit der Option, ein Bild auf mehrere Bildschirme auszudehnen

Option, ein Bild über alle Bildschirme auszudehnen, einschließlich Panoramabildern

Taskleiste für mehrere Bildschirme

Natürlich verwenden die meisten Benutzer Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen, da sie produktiver arbeiten möchten. Dank der zusätzlichen Bildschirmfläche können gleichzeitig mehr Fenster angezeigt werden. Andererseits kann sich durch die Anzeige einer größeren Zahl an Fenstern die Fensterverwaltung komplizierter gestalten. Auf dem Desktop werden die Fenster hauptsächlich über die Taskleiste verwaltet. Wie einige von Ihnen in unseren Windows 7-Blogs angeführt haben, ist die fehlende Taskleistenunterstützung für mehrere Bildschirme eine echte Lücke. Dies lässt sich mit einem Kommentar vom e7-Blog zusammenfassen:

@AlexJerebtsov, „Die fehlende Unterstützung [der Taskleiste] für mehrere Bildschirme ist mehr als sträflich“.

Interessant am Hinzufügen der Taskleistenunterstützung für mehrere Bildschirme ist der Umstand, dass selbst unter einer relativ kleinen Benutzergruppe mehrere Meinungen über den „richtigen“ Entwurf vertreten werden. Wie Sie sich vorstellen können, ist dies beim Entwerfen einer neuen Windows-Version recht häufig der Fall. Selbst zur Implementierung recht nebensächlicher Punkte herrschen verschiedene Ansichten vor. Im Folgenden finden Sie einige Beobachtungen im Rahmen praktischer Untersuchungsmethoden:

  • Die Fensterverwaltung erfolgt entweder organisiert oder eher ad-hoc. Benutzer, die ihre Fenster ad-hoc verwalten, verschieben je nach Aufgaben die Fenster häufig auf verschiedene Bildschirme, ohne genau zu verfolgen, auf welchem Bildschirm sich ein bestimmtes Fenster befindet. Benutzer, die ihre Fenster etwas organisierter verwalten, weisen bestimmte Anwendungen und Aufgaben festen Bildschirmen zu (z. B. E-Mails immer links, der Browser stets rechts). Diese beiden Arbeitsstile lassen sich nicht immer klar abgrenzen, und die meisten Benutzer verschieben mitunter spontan ein Fenster.
  • Als Ziel für die Taskleiste wurde häufig eine verbesserte Effizienz genannt. Fast alle Benutzer äußerten den Wunsch nach einer verbesserten Effizienz der Taskleiste. Als wir feststellten, dass immer mehr Benutzer bei der Arbeit mehrere Bildschirme verwenden, konnten wir beobachten, dass diese zum einfachen Wechseln zwischen Fenstern mitunter den Kopf sowie den Stuhl drehen und den Cursor der Maus neu positionieren mussten, um von einem sekundären Bildschirm zum Hauptbildschirm mit der Taskleiste und wieder zurück zu wechseln. Natürlich wurde dies auch im Zusammenhang mit der Effizienz der Maus geäußert. Daher möchten wir den Umfang der Mausbewegung verringern, der zum Suchen und zum Wechseln zu einem Fenster in der Taskleiste erforderlich ist.
  • In der Regel verfügen die Benutzer über einen Hauptbildschirm. Viele Menschen verfügen über einen Bildschirm, über den sie ihre Anwendungen ausführen, und einen kleineren sekundären Bildschirm, auf dem einige Fenster für weniger wichtige Aufgaben geöffnet sind (z. B. zum Verwalten einer Wiedergabeliste, zum Senden von IMs, für die Videowiedergabe). Dies gilt insbesondere für Benutzer, die beim Erwerb eines neuen, größeren Bildschirms mit besserer Auflösung ihren alten behalten haben. Ad-hoc-Benutzer verschieben Fenster zwar zwischen Bildschirmen, sie neigen jedoch dazu, einen der beiden Bildschirme für die aktuell anstehenden Aufgaben zu bevorzugen. Die liegt zum Teil daran, dass es bequemer ist, Stuhl, Maus und Tastatur direkt auf einen Bildschirm auszurichten.
  • Im Allgemeinen ist die Fläche der Taskleiste kein Problem. Beim Entwerfen der Taskleiste waren wir zuversichtlich, dass die meisten Benutzer die Standardeinstellungen trotz der einfach auffindbaren Anpassungen ausreichend finden würden. Die Praxis hat bestätigt, dass die Mehrheit der Benutzer die Standardeinstellung beibehält, bei der die Fenster auf der Taskleiste nach Anwendungen gruppiert werden. Telemetriedaten für Hunderte von Millionen von Sitzungen bestätigten zudem, dass nur 6 % der Benutzer die Gruppierung der Steuerelemente auf der Taskleiste aufgehoben haben.

Infografik: 83 % der Benutzer verwenden die Standardeinstellungen für die Anzeige der Taskleiste.

Optionen der Taskleiste für mehrere Bildschirme

Anhand unserer Feld- und Laboruntersuchungen erkannten wir, dass verschiedene Fensterverwaltungstechniken eingesetzt werden (immer ad-hoc, immer organisiert, gemischt). Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, mehrere Optionen für die Taskleiste für mehrere Bildschirme bereitzustellen, damit fortgeschrittene Benutzer mit mehreren Bildschirmen eine Feineinstellung ihres Desktops vornehmen können.

Screenshot des Features zum Steuern der Eigenschaften der Taskleiste

Eigenschaften der Taskleiste unter Windows 8

  • Anzeigen der Taskleistenschaltflächen auf der Taskleiste, wenn ein Fenster geöffnet ist. Dies ist die naheliegende Option für eine Taskleiste für mehrere Bildschirme. Bei dieser Konfiguration enthalten die Taskleisten der einzelnen Bildschirme lediglich die Symbole der Fenster, die auf dem jeweiligen Bildschirm angezeigt werden. Der Vorteil dieser Option: sie ist einfach und vorhersagbar. Diese Option ergab bei Benutzern mit einer sehr organisierten Fensterplatzierung oder mit bestimmten Bildschirmen für feste Aufgaben gute Testergebnisse. Andererseits empfanden Ad-hoc-Benutzer diesen Entwurf als wenig effizient, da sie sich selbst merken mussten, auf welchem Bildschirm sich ein bestimmtes Fenster befand.

Foto der Bildschirme mit Schaltflächen für die geöffneten Fenster

Anwendungsschaltflächen auf der Taskleiste, wenn ein Fenster geöffnet ist.

  • Anzeigen der Taskleistenschaltflächen auf der Haupttaskleiste und der Taskleiste, wenn ein Fenster geöffnet ist. Bei dieser Konfiguration verfügt der Hauptbildschirm über eine besondere Taskleiste, die die Fenster aller Bildschirme umfasst. Alle anderen Bildschirme verfügen über eigene Taskleisten, die der oben beschriebenen ersten Option entsprechen. Diese Option bietet sowohl die Übersichtlichkeit des Modells Taskleiste mit geöffneten Fenstern als auch eine konsistente und effiziente Methode für den Zugriff auf alle Fenster über die Haupttaskleiste. Benutzer, die einen primären Bildschirm verwenden, werden diese Option möglicherweise bevorzugen.

Foto mit den Schaltflächen auf dem Hauptbildschirm und dem Bildschirm mit den geöffneten Fenstern

Anwendungsschaltflächen auf der Haupttaskleiste, wenn ein Fenster geöffnet ist.

  • Anzeigen der Taskleistenschaltflächen auf allen Taskleisten (Standardeinstellung). Bei dieser Konfiguration sind alle Fenster auf allen Taskleisten verfügbar. Diese Konfiguration zielt auf eine optimale Effizienz der Maus ab, da alle Fenster von sämtlichen Bildschirmen aus aktiviert werden können. Diese Option eignet sich für eine Ad-hoc-Fensterverwaltung am besten, da nicht nachverfolgt werden muss, wo sich die Fenster befinden. Obwohl einige Benutzer eine der beiden anderen Optionen bevorzugten, war dies die einzige Option, die von der großen Mehrheit der Benutzer als effizient beurteilt wurde. Daher dient sie als Standardeinstellung.

Foto der Bildschirme mit Schaltflächen auf allen Bildschirmen

Anwendungsschaltflächen auf allen Taskleisten (Standardoption)

Einige Änderungen für die Release Preview

Diejenigen unter Ihnen, die die Consumer Preview mit mehreren Bildschirmen verwendet haben, werden feststellen, dass das Startmenü, die Knöpfe und die Uhr nur auf einem Bildschirm angezeigt werden. Das Feedback war ebenso deutlich wie klar. Zudem war uns angesichts der Verbreitung von Setups mit mehreren Bildschirmen in unseren eigenen Büros klar, dass dieses Feature einfach noch nicht vollständig war. Darum wollen wir hier einmal einen Blick auf einige der Verbesserungen an der Verwendung mehrerer Bildschirme für die Release Preview werfen.

Keine unterbrochenen Ecken und Ränder

In der Consumer Preview ist es in einem Setup mit mehreren Bildschirmen nicht einfach, die Startseite und andere Benutzeroberflächenelemente zu finden, die in den Ecken mit der Maus aufgerufen werden, da diese Aktivierungsbereiche nur auf einem Bildschirm angezeigt werden. In der bevorstehenden Release Preview werden alle Ecken und Ränder auf sämtlichen Bildschirmen aktiviert. Sie können nun in den Ecken aller Bildschirme das Startmenü öffnen, die Knöpfe bedienen und zwischen Anwendungen wechseln. Sie möchten das Startmenü auf Bildschirm 1? Navigieren Sie auf diesem Bildschirm einfach in die untere linke Ecke. Sie möchten es auf Bildschirm 2? Navigieren Sie auf Bildschirm 2 in die untere linke Ecke. Dadurch werden nicht nur die Erkennbarkeit sondern auch die Mauseffizienz und das Multitasking verbessert. Um eine Anwendung auf einem bestimmten Bildschirm zu starten oder auf diesen zu verschieben, öffnen Sie das Startmenü auf diesem Bildschirm, und starten Sie die Anwendung. Sie können auch mit der Anwendungsumschaltung am linken Rand zu der Anwendung wechseln.

Sie können das Startmenü auf allen Bildschirmen starten:

Startseite auf dem Hauptbildschirm

Startseite auf dem zweiten Bildschirm

Sie können von allen Bildschirmen zu kürzlich verwendeten Anwendungen zurück wechseln:

Wechseln zwischen Anwendungen auf dem Hauptbildschirm

Wechseln zwischen Anwendungen auf dem Zweitbildschirm

      

Und Sie können auf allen Bildschirmen die Knöpfe anzeigen:

Zugriff auf die Knöpfe auf dem Hauptbildschirm

Zugriff auf die Knöpfe auf dem Zweitbildschirm

 

Starten und Verschieben von Apps im Metro-Stil auf allen Bildschirmen

Apps können auf verschiedene Weisen gestartet und verschoben werden:

  • Starten. Sie können das Startmenü auf allen Bildschirmen öffnen, indem Sie Ihre Maus in die untere linke Ecke bewegen. Zudem können Sie den Startknopf verwenden, der auf allen Bildschirmen in den oberen und unteren rechten Ecken aufgerufen werden kann. Wenn Sie die Windows-Taste drücken, wird das Startmenü auf dem Bildschirm geöffnet, auf dem zuletzt das Startmenü oder eine App im Metro-Stil angezeigt wurde.
  • Zurückwechseln zu einer App von einem beliebigen Bildschirm aus. Sie können auf einem beliebigen Bildschirm zu einer App zurückwechseln, indem Sie Ihre Maus in die obere linke Ecke bewegen. Wenn Sie auf die Miniaturansicht der App klicken, wechseln Sie auf diesem Bildschirm zur Anwendung zurück.
  • Tastenkombinationen. Wir führen neue Tastenkombinationen ein, die auf denen von Windows 7 beruhen. Mit Win+BILD AUF oder Win+BILD AB werden Apps im Metro-Stil zwischen Bildschirmen verschoben. Win+PFEILTASTE und Win+UMSCHALT+PFEILTASTE gelten für Desktopanwendungen weiterhin wie unter Windows 7 für das Andocken und Verschieben von Desktopfenstern auf verschiedenen Bildschirmen.
  • Drag & Drop. Sie können nun mit der Maus Apps im Metro-Stil per Drag & Drop zwischen Bildschirmen verschieben. Drag & Drop kann sowohl für Vollbildschirm- als auch für angedockte Apps verwendet werden.
Verbessertes Zielen mit der Maus auf dem gemeinsamen Rand

Ein Setup mit mehreren Bildschirmen bietet als Hauptvorteil die vergrößerte Fläche. Andererseits fehlen die Vorteile von Fitts Gesetz in Form klarer bildschirmübergreifender Ränder und Ecken. Während es äußerst einfach ist, Steuerelemente in den Ecken wie z. B. das Startmenü, die Knöpfe oder kürzlich verwendete Anwendungen auf einem einzelnen Bildschirm aufzurufen, wird die Maus häufig zu weit bewegt, wenn sich die Ecke in einer Konfiguration mit mehreren Bildschirmen auf einem gemeinsamen Rand befindet.

Bei mehreren Bildschirmen kann das Zielen auf einen gemeinsamen Rand tatsächlich eine Schwierigkeit darstellen. Wenn Sie sich einige wenige Pixel zu weit bewegen, befindet sich Ihr Cursor plötzlich auf dem falschen Bildschirm. Dies war bereits unter früheren Versionen von Windows ein verbreitetes Problem, wenn z. B. in einem maximierten Fenster auf einem gemeinsamen Rand versucht wurde, die Schaltfläche „Schließen“ oder die Bildlaufleiste zu treffen. Viele Benutzer umgehen dies, indem sie die Maus auf einem gemeinsamen Rand langsam bewegen, oder indem sie Fensterlayouts vermeiden, die an die gemeinsamen Ränder heran reichen. Wir beobachten dieses Verhalten häufig bei der eigenen Arbeit ebenso wie bei Feldstudien.

Mit der Release Preview führen wir ein verbessertes Modell für die gemeinsamen Ränder ein, die das Zielen auf Steuerelemente auf dem gemeinsamen Rand vereinfacht.

Da die Ecken unter Windows 8 noch an Bedeutung zunehmen, haben wir entlang der gemeinsamen Ränder echte Ecken erstellt, um die Vorteile von Fitts Gesetz auf einem Bildschirm nachzuahmen. Die roten Ecken im folgenden Diagramm zeigen auf, wie Ihnen diese Ecken beim Führen der Maus helfen können.

Grafik mit echten Ecken entlang der gemeinsamen Ränder

Wir haben die Ecken so entworfen, dass diese Ihnen dann helfen, wenn Sie sie benötigen, und Ihnen andernfalls nicht im Wege sind. Die hervorgehobene Ecke ist 6 Pixel hoch, sodass Sie diese nur wahrnehmen, wenn Sie versuchen, auf die Ecke des Bildschirms zu zielen. Zudem haben wir die Ecken so entworfen, dass diese nur auf dem Bildschirm aktiviert werden, in dem sich der Cursor befindet. Wenn Sie beispielsweise im folgenden Diagramm Bildschirm 2 in Richtung Bildschirm 1 verlassen, so wird die untere Ecke von Bildschirm 1 beim Bewegen der Maus über den gemeinsamen Rand nicht aktiviert.

Grafik mit der Funktionsweise der echten Ecken auf dem Bildschirm, in dem Sie sich befinden

Die gemeinsame Ecke behindert die bildschirmübergreifende Navigation nicht

Die gemeinsame Ecke ist nicht nur eine Verbesserung der neuen Benutzeroberfläche von Windows 8, sondern sie erleichtert auch das Treffen von Steuerelementen auf dem Desktop wie z. B. Schließen und Desktop anzeigen. Daher erfolgt das Zielen auf gemeinsame Ecken schnell und flüssig. Für diesen Entwurf sind eigene praktische Erfahrungen unerlässlich. Daher werden Sie diese Verbesserung unmittelbar mit der neuen Release Preview erleben.

In Kürze mehr

Wir haben viele weitere Ideen für die Verwendung von Apps im Metro-Stil auf mehreren Bildschirmen. Unser Ziel für Windows 8 ist ein optimales Arbeiten mit Apps im Metro-Stil und Desktopanwendungen, das Verbessern der Multitaskingeffizienz und das Vereinfachen des Zugriffs auf Steuerelemente, die an den Rändern der einzelnen Bildschirme erforderlich sind. Wir möchten mit neuen Funktionen wie z. B. der ausgedehnten Taskleiste eine effizientere Bedienung des Desktops sicherstellen. Zudem geht es uns um den Zugriff auf die Apps im Metro-Stil bei gleichzeitiger Verwendung des Desktops. Im Rahmen der Entwicklung neuer Apps, bei denen die Entwickler möglicherweise die Vorteile von Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen auf neue Weise mit intuitiven und Vollbild-Apps nutzen, werden wir diese Ansätze (und APIs) natürlich weiterführen.


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Wir hoffen, dass Ihnen diese neuen Features für mehrere Bildschirme gefallen werden. Herzlichen Dank für Ihr Feedback – es hat uns zweifellos beim Verbessern von Windows 8 von der Developer Preview über die Consumer Preview bis hin zur in Kürze vorliegenden Release Preview geholfen.

--Mark