Entwickeln der Windows 8-Bildschirmtastatur

Die Entwicklung von Windows 8

Einblicke in die Arbeit des Windows-Entwicklerteams

Entwickeln der Windows 8-Bildschirmtastatur

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Das Thema „Bildschirmtastaturen“ beschäftigt uns seit den ersten Verbesserungen an Windows für Tablet-PCs. Für Windows 8 haben wir noch einmal ganz vorne angefangen und die „Grundprinzipien“ für die Entwicklung der Bildschirmtastatur neu definiert. Angesichts der umfangreichen Erfahrungen, die viele von uns bereits mit Bildschirmtastaturen von Telefonen gesammelt haben, und im Hinblick auf die Vielzahl von Touch-Geräten, mit denen wir heutzutage umgehen, haben wir die Messlatte für Qualitätsverbesserungen und effiziente Eingabemöglichkeiten für die neue Windows 8-Bildschirmtastatur sehr hoch gelegt. In diesem Beitrag werden die Einzelheiten unserer Arbeit von Kip Knox, einem Mitglied des Program Management-Teams zur Windows User Experience, beschrieben. – Steven


Seit Beginn der Planung der Funktionsweise von Touch- und anderen neuen Typen von PCs unter Windows 8, haben wir den Bedarf an einer effektiven Methode für die Texteingabe auf Tablets und anderen PCs mit Touchscreen erkannt. Eine Bildschirmtastatur für die Fingereingabe ist seit Windows XP SP1, einer Version mit integrierter Tablet-PC-Funktionalität, in Windows enthalten. Die entsprechenden Features wurden jedoch als Erweiterungen der Desktopoberfläche entwickelt. Bei der Entwicklung von Windows 8 war es unser Ziel, auf diesem Modell aufzubauen und eine Unterstützung für die Texteingabe einzuführen, die sowohl den Anforderungen der Benutzer als auch unseren eigenen Designprinzipien entspricht und zudem ausgezeichnet mit heutigen wie zukünftigen Formfaktoren funktioniert.

Ich verfasse diesen Blogbeitrag zur Windows 8-Bildschirmtastatur mit der auf die englische Sprache ausgelegten QWERTY-Tastaturbelegung. Diese Tastatur wirkt sehr übersichtlich und intuitiv. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass ich bereits einige Zeit daran arbeite. Andererseits liegt es daran, dass wir Tastaturen gewohnt sind. Allerdings geht es hier um mehr als um den ersten Eindruck (oder die erste Berührung).

Bei der Planung dieses Themenbereichs sind wir ganz unvoreingenommen vorgegangen. Wie bei allen Features lag der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Texteingabe in der Definition von Prinzipien oder Zielen. Die Benutzer eines Windows 8-PCs mit Fingereingabe sollen zu Folgendem in der Lage sein:

  • Schnelle Texteingabe, die praktisch der Tippgeschwindigkeit auf einer physischen Tastatur entspricht
  • Vermeiden und einfaches Korrigieren von Fehlern
  • Komfortable Texteingabe, in Bezug auf Haltung, Interaktion mit dem Gerät und soziale Umgebung

Möglicherweise ist Ihnen aufgefallen, dass eine Tastatur für keines dieser Ziele zwingend erforderlich ist. Zu Beginn dieses Projekts haben wir alle möglichen Herangehensweisen an die Texteingabe erörtert. Dabei hat sich herausgestellt, dass keine der in Betracht gezogenen Texteingabemethoden den definierten Zielen so gut entspricht wie die Tastatur. Für den Großteil der Benutzer ist das Tippen einfach schneller, präziser und bequemer als alle anderen Formen des Schreibens. Windows verfügt auch über eine äußerst treffsichere, mehrsprachige Handschrifterkennung und eine hochentwickelte Spracherkennung. Ohne eine gute Bildschirmtastatur würden wir jedoch die Benutzeranforderungen und -erwartungen an Windows-Geräte mit Touchscreen nicht erfüllen können. Aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen, eine Bildschirmtastatur zu entwickeln, die auf jedem Gerät optimal funktioniert.

Optimieren auf Komfort und Haltung

In Bezug auf Bildschirmtastaturen für Touch-Geräte sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. In unserer Planung haben wir diverse Varianten entworfen, z. B. große und kleine Tastaturen, frei bewegliche Tastaturen, runde Tastaturen oder Tastaturen, die auf Streifbewegungen reagieren. In unserem Entwicklungsprozess haben wir uns jedoch zunächst an einer Studie orientiert, in der wir die Interaktion der Benutzer mit ihren Geräten beobachtet haben. Dabei haben unsere Entwicklungsleiter über einen längeren Zeitraum untersucht, wie die Benutzer im Alltag mit ihren Tablets umgehen. Anhand dieser Beobachtungen und Interviews haben wir die folgenden drei häufigsten Haltungen der Tablet-Benutzer ermittelt:

  1. Eine Hand hält das Gerät, während die andere Hand die Benutzeroberfläche bedient
  2. Beide Hände halten das Gerät, während die Benutzeroberfläche mit den Daumen gesteuert wird
  3. Das Gerät befindet sich auf dem Tisch, Schoß oder in einem Dock und die Steuerung erfolgt über beide Hände

3 Bilder von 3 häufigen Arten, ein Tablet zu halten und zu tippen

Bei einer Studie zum alltäglichen Umgang der Benutzer mit ihren Tablets wurden drei häufige Haltungen ermittelt.

Diese Haltungen schienen den Benutzern am natürlichsten und am wahrscheinlichsten für eine längere Verwendung des Tablets. Um Windows 8 für diese Haltungen zu optimieren, haben wir viele Entwurfsentscheidungen getroffen und dabei die intuitive Texteingabe der Benutzer mit einbezogen. Für die Eingabe auf einem Tablet wird das Gerät von den meisten Benutzern auf den Schoß oder Tisch gelegt und mit mehreren Fingern bedient. Andere Benutzer halten das Gerät in den Händen und Tippen mit den Daumen, oder es wird mit einer Hand gehalten, und die Eingabe erfolgt nach dem „Adlersuchsystem“.

Das Standardlayout für unsere Bildschirmtastatur ist für das liegende Tablet und die Mehrfingereingabe optimiert. Auch die Eingabe mit einer Hand funktioniert gut. Des Weiteren haben wir mit der so genannten Daumentastatur ein neues Layout eingeführt, welches erstmals bei der ersten Preview von Windows 8 vor ca. einem Jahr präsentiert wurde und darauf ausgerichtet ist, dass das Tablet mit beiden Händen gehalten wird und die Eingabe per Daumen erfolgt. Um unterschiedliche Handgrößen auszugleichen, kann die Größe dieser Tastatur angepasst werden. In unserer Haltungsstudie haben wir die interessante Beobachtung gemacht, dass die Benutzer ihre Haltung häufig wechseln und dass diese Haltungswechsel in der Regel positiv bewertet werden, da bequeme Haltungen durch freie Beweglichkeit unterstützt werden. Aus diesem Grund haben wir auch längere Texteingaben in die Tastaturlayouts einbezogen: Wäre es beispielsweise gut, beim Verfassen einer E-Mail an die Mutter gelegentlich die Haltung zu ändern? Sie könnten mit dem Tablet auf dem Couchtisch beginnen und es dann bei ersten Ermüdungserscheinungen in die Hand nehmen und im Liegen mit den Daumen bedienen.

Durch weitere Forschung zu Haltung und Komfort haben wir Erkenntnisse darüber gesammelt, wie Tablets gehalten werden und wie groß normalerweise die Reichweite der Daumen ist. In einer Folgestudie haben wir anhand einer großen Auswahl von Benutzern mit verschiedenen Handgrößen beobachtet, welchen Bereich die Daumen auf einem mit Sensoren ausgestatteten Tablet bequem erreichen, wie weit sie reichen und in welchen Bereichen es einfach unbequem wird. Mithilfe der Testergebnisse konnten wir die Nutzung des Systems per Daumen optimieren und das Layout der Daumentastatur entwerfen.

Daumentastatur am linken und rechten Bildschirmrand, darüber liegend grüne, gelbe und rote Ovale für beide Seiten.

In diesem Wärmebild ist die typische Reichweite der Daumen über dem Layout der Daumentastatur dargestellt. Die grüne Färbung steht für sehr bequem, gelb zeigt die Reichweite auf, und rot kennzeichnet eher unbequeme Haltungen.

Eingabe auf Glas

Als Nächstes haben wir uns der Herausforderung der Eingabe auf der Glasoberfläche eines Tablets gewidmet. Zumindest entspricht eine der Grundhaltungen – das liegende Tablet – der Eingabe auf einer physischen Tastatur. Im Unterschied zu Texteingabe auf dem Telefon, konnten wir in diesem Fall den direkten Vergleich zur physischen Tastatur anstrengen. Die Eingabe auf dem Laptop oder Desktop bringt eine Reihe tatsächlicher Vorteile mit sich. Beim Tippen gibt es diverse sensorische Einrücke. Zum einen sind die Hände schnell auf den vorgesehenen Tasten platziert, und die Tasten der Buchstaben J und F sind zur Orientierung mit kleinen Kanten versehen. Des Weiteren wird die Position der Finger beim Tippen durch die Form der Tasten bestätigt. Die Tasten bewegen sich nach oben und unten. Dies bestätigt, dass die jeweiligen Tasten gedrückt wurden. Da es sich um eine mechanische Tastatur handelt, entsteht beim Tippen ein Geräusch, welches ebenfalls (möglicherweise zu Ihrem Verdruss, wenn die Kollegen in einem Meeting ihre E-Mails checken) das Drücken der Tasten bestätigt.

Wenn Sie eine Glasscheibe auf den Tisch legen und darauf Tippen, gibt es keine Reaktion. Es gibt keine Orientierung für das Positionieren der Hände, und nichts weist darauf hin, dass das gewünschte Ziel getroffen wurde. In Anbetracht dieser Tatsachen haben wir einige Entscheidungen getroffen. Es musste irgendeine Form von Rückmeldung geben, und es war zu berücksichtigen, dass die Benutzer beim Tippen auf einer Bildschirmtastatur weniger treffsicher sein würden. Adlerdings haben wir auch festgestellt, dass mit Bildschirmtastaturen Dinge möglich sind, die mit einer physischen Tastatur undenkbar wären. Diese Funktionen galt es hervorzuheben.

Die Rückmeldung der Bildschirmtastatur erfolgt auf zwei Arten: bei einer Berührung ändert sich die Farbe der Tasten, und es wird ein dezentes Geräusch ausgelöst. Dies ist den meisten Bildschirmtastaturen von Telefonen ähnlich. Wir haben auch über weitere Formen der Rückmeldung nachgedacht, diese erwiesen sich jedoch alle als störend oder unnatürlich. Beispielsweise gab es Überlegungen zu einer haptischen Rückmeldung (Vibrationen bei der Eingabe) wie bei diversen Telefonen. Die meisten Benutzer sind jedoch beim Schreiben von den derzeitigen Vibrationseffekten irritiert, da ein Schnarren ebenso gut als Strafe wie Bestätigung verstanden werden kann.

Auch die beiden Formen der Rückmeldung, visuelle Änderung der Tasten und Geräusche, sind nicht unumstritten. Der Farbwechsel der Tasten ist beispielsweise nicht für die Eingabe von Kennwörtern geeignet. Aus diesem Grund gibt es die Option, diese Rückmeldung in solchen Fällen zu unterdrücken. Einige Benutzer haben argumentiert, dass die Tastengeräusche störend und unnatürlich sind. Die Tests mit Benutzern haben jedoch unsere Annahme bestätigt, dass die Geräusche bei der Eingabe auf Glas eindeutig als hilfreich und vertrauenerweckend wahrgenommen werden. Die speziellen Geräusche (die denen des Windows Phone sehr ähnlich sind) wurden von uns gezielt als „Nebengeräusche“ entwickelt, die sich der Wahrnehmung schnell entziehen, deren Abwesenheit jedoch wiederum bemerkt wird.

Beide Formen der Rückmeldung werden möglicherweise erst dann häufiger verwendet, wenn sich die Benutzer daran gewöhnt haben. Aus unseren Laborstudien zur Blickerfassung geht hervor, dass die Blicke der Benutzer mit zunehmender Beherrschung der Bildschirmtastatur länger auf dem Eingabefeld verweilen als auf der Tastatur. Das bedeutet, dass die Anzeige der einzelnen Zeichen die beste Rückmeldung für eine effiziente Eingabe darstellt. Im weiteren Verlauf dieses Beitrags werde ich noch einige Anmerkungen zu den Blickerfassungsstudien machen.

Blickerfassungsdaten, die über ein Bild der Eingabe auf einer Bildschirmtastatur gelegt sind.

Je mehr Zeit die Benutzer mit der Bildschirmtastatur verbringen, desto konsequenter fokussieren sie sich auf das Eingabefeld, wie in diesem aus einer Blickerfassungsstudie abgeleiteten Wärmebild dargestellt.

Aber selbst wenn Sie beim Schreiben auf der Bildschirmtastatur schon „richtig gut“ geworden sind, werden Ihnen mehr Fehler unterlaufen, und Sie werden langsamer sein als auf einer physischen Tastatur. Die Windows 8-Bildschirmtastatur bietet einige besondere Funktionen, die Ihnen den Umgang mit diesen Tatsachen erleichtern. Die interessanteste ist das so genannte „Touch-Modell“.

Wenn Sie auf eine Taste der Bildschirmtastatur tippen, werden die Berührungskoordinaten erfasst und der Tastengeometrie zugeordnet. Da sich Ihre Finger jedoch frei über das Glas bewegen, findet der Tastendruck möglicherweise außerhalb der Grenzen der gewünschten Taste statt. Wenn wir nur auf die geometrische Tastenzuordnung zurückgreifen, entstehen viele Fehler. Daher wird der Tastendruck zunächst mit einem Modell verglichen, das eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit trifft, ob diese Taste oder eine Taste in der Nähe getroffen werden sollte. Hier werden zwei Informationen verarbeitet. Zum einen verwenden wir Daten vieler Personen beim Schreiben von Pangrammen (Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten) und dokumentieren Trends, in denen Personen das gewünschte Ziel nicht berühren. Anstelle von p wird z. B. häufig versehentlich ein o eingegeben, weil sich der Ringfinger vieler Personen zum Mittelfinger biegt. Auf Grundlage einer Reihe von Merkmalen, einschließlich der Eingabegeschwindigkeit, trifft das Modell eine Entscheidung, dass Sie wahrscheinlich diese und keine andere Taste eingeben möchten. Außerdem verwenden wir lexikalische Daten von Buchstaben und Wörtern, die sehr wahrscheinlich aneinandergereiht geschrieben werden. Das System ist mit der Rechtschreibkorrektur identisch: Das System „weiß“, was Sie wahrscheinlich eingeben möchten, auch wenn Ihnen dabei Fehler unterlaufen.

Ausgehend vom Touch-Modell korrigiert die Tastatur (bei einer QWERTY-Tastaturbelegung) häufig im Hintergrund Fehler, wenn Sie anstelle eines p versehentlich ein o eingeben. Ein anderes Beispiel ist die Eingabe des Worts „the“. Wenn Sie zunächst t und danach h eingeben, und Sie anschließend die Tastatur zwischen e und w berühren, sich aber etwas näher am w befinden, entscheidet sich das Touch-Modell für die Zeichenkombination t-h-e, die im Englischen wahrscheinlicher als t-h-w ist, und gibt dementsprechend ein e aus. Wenn Sie jedoch das w vollständig berühren, respektiert die Tastatur diese Eingabe und geht davon aus, dass dies erwünscht ist. Dies alles erfolgt während der Eingabe, im Eingabefeld erscheinen also die richtigen Zeichen und es ist keine weitere Korrektur erforderlich. Im optimalen Fall bemerken Sie nichts davon, und Ihr Vertrauen in die Eingabe auf Glas nimmt zu.

Tastatur mit eingekreisten Bereichen, in die Personen zum Aktivieren einer Taste typischerweise tippen. Überschneidung der Eingabebereiche von P und O.

In dieser Abbildung mit Touch-Modelldaten wird dargestellt, welche Verzerrungen bei der Eingabe auf einer Bildschirmtastatur bezüglich bestimmter Tasten auftreten.

Für die Eingabe optimiert

Nachdem wir das Feedback berücksichtigt und ein „Gerüst“ für unvermeidliche Fehler erstellt haben, mussten wir uns noch auf spezifische Tastaturlayouts festlegen, also die Position der Tasten bestimmen. Die Position der Tasten hat einen großen Einfluss auf Eingabegeschwindigkeit und -genauigkeit. Personen sind häufig unterschiedlicher Meinung über die Qualität einer Tastatur. Das Problem bezüglich des Designs konnten wir aufgrund von Beobachtungen über Interaktionen und physische Gegebenheiten logisch entschlüsseln. Beispielsweise konnten wir folgende Annahmen bestätigen:

  1. Die meisten Personen haben sich an die Konventionen von physischen Tastaturen gewöhnt. Wenn solche Konventionen verändert werden, verlangsamen sich Schreibvorgänge deutlich. Dies betrifft auch sehr junge Menschen oder leidenschaftliche Benutzer der T9-Eingabe. Die meisten Personen erlernen bereits in der Kindheit eine Eingabemethode.
  2. Es gibt eine optimale Zielgröße von Tasten. Die umfangreichen Studien, die Microsoft zu physischen Tastaturen durchgeführt hat, können auch hier angewendet werden. Beispielsweise beträgt die Buchstabenbreite auf unserer Bildschirmtastatur 19 mm (entsprechend der Breite auf den meisten physischen Tastaturen), da die Eingabegeschwindigkeit bei Zielen dieser Größe schneller ist als bei kleineren oder größeren Eingabezielen.
  3. Mit der Anzahl der Tasten steigt die Häufigkeit der Fehler. Dies liegt zum einen daran, dass bei einer steigenden Anzahl von Tasten deren Größe reduziert werden muss. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, eine falsche Taste zu treffen. Zu viele Tasten erzeugen zudem ein optisches Durcheinander, lenken ab und verlangsamen die Suche nach einer Taste.
  4. Die Tastatur sollte nicht mehr als die Hälfte des Displays abdecken. Eine zu große Tastatur lenkt ab, und Sie verlieren den Überblick. Es gilt jedoch auch die Regel, dass das Arbeiten auf einem halb abgedeckten Display gut funktioniert. Die Eingabe von Text ist häufig eine „gebundene“ Aktivität, d. h, dass Sie sich auf die Texteingabe und nicht auf den restlichen Bildschirm konzentrieren. Sie haben neben der Tastatur meist nur einen relativ kleinen Bereich im Blick. Dieser richtet sich auf die von Ihnen eingegebenen Zeichen. Unsere in diesem Beitrag aufgeführten Blickverfolgungsstudien verdeutlichen dieses Phänomen.
  5. Wir verwenden einige Tasten häufiger als andere. Dies geht aus der Analyse von Textpassagen hervor, die unter Standardbedingungen geschrieben wurden. Es gibt eindeutige Häufigkeitsmuster bezüglich der Verwendung von Buchstaben und Symbolen.
  6. Wir lernen schnell, wenn unsere Gewohnheiten nicht beeinträchtigt werden.

Letztendlich ist das Layout einer Bildschirmtastatur einer Sprache ein Balanceakt zwischen diesen unterschiedlichen Faktoren. Wenn Sie z. B. die Anzahl der Tasten im Standardlayout reduzieren möchten und dabei eine Taste entfernen, die täglich verwendet wird, ist diese Lösung nicht optimal. Das Layout muss einerseits groß genug für ein präzises Arbeiten sein, darf die Anwendung jedoch nicht überdecken.

Es gibt noch eine weitere allgemeine Regel bzw. ein Prinzip, auf das wir beim Tastaturlayout besonders geachtet haben: Die Eingabe muss einfach großartig sein. Dies scheint offensichtlich, es erklärt sich jedoch, wenn Sie bedenken, dass Tastaturen für vieles mehr als nur das Schreiben von Wörtern verwendet werden, so z. B. für Tastenkombinationen, Befehlszeilen oder die Codeeingabe. Unsere Tastatur wurde für die (Text-)Eingabe optimiert. Dies ist ihr primärer Zweck und die Funktionsfähigkeit steht an erster Stelle. Sehen wir uns nun einige von uns getroffene Entscheidungen an, die sich diesen Parametern anpassen.

Ziffern

Viele fragen sich, warum keine Zahlenreihe im Standardtastaturlayout integriert ist. Wir verwenden Zahlen sehr häufig und sind mit dem Umgang mit der Zahlenreihe im oberen Bereich der physischen Tastatur vertraut. Die Windows 7-Bildschirmtastatur verfügt beispielsweise über eine Zahlenreihe. Dies entspricht dem allgemeinen Design dieser Tastatur, die im Wesentlichen eine Softwareemulation einer physischen Tastatur darstellt. Sie wurde nicht für die Fingereingabe optimiert.

Bildschirmtastatur, die einer physischen Tastatur ähnlich ist

Die Windows 7-Bildschirmtastatur emuliert eine physische Tastatur und ist nicht für die Berührung oder die Eingabe optimiert.

Am Anfang der Entwicklungsphase wiesen einige Prototypen eine Zahlenreihe auf. Wir erhielten jedoch von einigen Benutzern nach dem Testen dieser Designs das Feedback, dass sich die Tastatur vergleichsweise eingeengt anfühlt. Wir konnten häufige Fehler und versehentliche Tastenaufrufe beobachten, besonders am Rande des Layouts. Dies führte zu einer Reihe von Änderungen und bekräftigte unseren Entschluss, keine Zahlenreihe zu integrieren. Denn: Die Integration einer Zahlenreihe bedeutet die Integration einer vierten Zeichenreihe. Wenn wir die Tasten für eine Zielgröße optimieren, bedeutet das Hinzufügen einer zusätzlichen Reihe eine größere Tastatur. Bei einem typischen Tablet-Gerät (mit einer Bildschirmgröße von 10,6 Zoll) wäre somit die Hälfte des Displays von der Tastatur abgedeckt. Nachdem wir dies mit der Beobachtung kombiniert haben, dass Zahlen weitaus weniger häufig als die meisten Buchstaben oder allgemeine Symbole eingegeben werden und dass zusätzliche Tasten versehentliche Tastendrücke verursachen, haben wir die Entscheidung getroffen, die Zahlen in einer getrennten Ansicht für Ziffern und Symbole zu integrieren.

Danach stand die Frage im Raum, ob die Zahlen in einer Reihe über der Ansicht für Ziffern und Symbole oder als Ziffernblock eingeblendet werden sollen. Wir haben uns aus mehreren Gründen für den Ziffernblock entschieden:

  1. Personen geben häufig mehrere Zahlen zugleich ein.
  2. Es ist einfacher, eine angeordnete Gruppe als eine lange Reihe zu durchsuchen.
  3. Personen geben Zahlenfolgen schneller ein, wenn die Zahlen in einem Cluster angeordnet sind.

Die Anordnung der Zahlen auf dem Ziffernblock beginnt oben mit 1, 2, 3 (anstelle von 7, 8, 9), da sich diese Anordnung auch auf vielen erweiterten Computertastaturen oder bei Geldautomaten befindet. In diesem Fall ist die Konvention der physischen Tastatur nicht von entscheidender Bedeutung, da Personen mit der Ziffernanordnung bei Telefonen, bei Geldautomaten, bei Fernbedienungen und anderen modernen Geräten vertraut sind. Die 1,2,3-Anordnung ist einfacher für die Augen zu durchsuchen und zu verarbeiten als eine andere Anordnung.

Symbole im linken Bereich enthalten: ! @ # $ % & ( ) usw., die Zahlen im rechten Bereich sind wie beim Tastenfeld eines Geldautomaten angeordnet.

Die Ansicht für Ziffern und Symbole enthält einen Ziffernblock mit einem modernen Layout, der mit dem Layout bei Telefonen, Geldautomaten und Fernbedienungen identisch ist.

TAB-TASTE

Ähnlich sieht es bei der TAB-TASTE aus. Diese Taste verwenden wir häufig, z. B. zur Formatierung von Dokumenten, aber auch um durch Eingabefelder auf Webseiten zu navigieren. Daher war sie in frühen für den Touchscreen optimierten Layouts integriert, auch nachdem wir viele andere Tasten der physischen Tastatur entfernt hatten. Diese Tastatur sah wie folgt aus.

Zusätzliche Tasten inklusive der TAB-TASTE und weiteren Zeichen wie ( ) _ - / @ ' ; : "

Ein frühes Tastaturlayout mit zusätzlichen Tasten, die sich jedoch störend auf Genauigkeit und Schnelligkeit auswirkten.

Im rechten und linken Randbereich befinden sich Tastenränder, die weder Buchstaben noch Symbole sind. Doch bei diesem Layout fühlten sich die Benutzer eingeengt. Noch schlimmer, die Benutzer verfehlten häufig Buchstaben und berührten versehentlich eine der Tasten im Randbereich. Nachdem wir diese Tasten entfernt hatten, schwärmten die Benutzer über die Offenheit und den Komfort des Layouts, die Fehlerquote reduzierte und die Eingabegeschwindigkeit erhöhte sich. Die TAB-TASTE ist über die Ansicht der Ziffern und Symbole zwar schwieriger zu erreichen, aber die Tastatur eignet sich besser für die Eingabe.

Downshift: Aus Fehlern lernen

Im letzten Beispiel geht es um ein Feature, das in einer früheren Produktversion enthalten war, später jedoch entfernt wurde. Mit diesem Feature sollte der Zugriff auf die Zeichensetzung erleichtert werden, damit dafür kein vollständiger Wechsel der Ansicht erforderlich wäre. In diesem Entwurf hatte die linke UMSCHALTTASTE dieselbe Funktion wie heute: das Aktivieren der Großschreibung und den Zugriff auf Alternativsymbole aus der Standardansicht. Die rechte UMSCHALTTASTE wurde jedoch anders belegt: mit ihr wurde eine Vorschau der häufig verwendeten Symbole oder Interpunktionszeichen aufgerufen. Der Gedanke dahinter war, dass zum Auswählen der Interpunktionszeichen die „Downshift“-Taste kurz gedrückt wird, um Zeit zu sparen. Nach unserer Theorie war dies eine gute Position, an der von der Konvention abgewichen und ein Wert bereitgestellt werden könnte, der ausschließlich über die Software abrufbar wäre. Die „Downshift“-Tastatur sah wie folgt aus.

Downshift-Taste am rechten Rand der Tastatur macht Zeichentasten verfügbar

Das Downshift-Design sollte einen schnellen Zugriff auf Symbole ermöglichen, jedoch wirkte es sich störend auf das erwartete Umschaltverhalten aus.

Es sei nur gesagt, dass dieser Prototyp im Labortest durchgefallen ist. Die Teilnehmer haben immer wieder die rechte UMSCHALTTASTE gedrückt, um damit deren ursprüngliche Funktion aufzurufen. Die Tatsache, dass dann die Vorschau auf die Symbole angezeigt wurde, führte bei den Teilnehmern zu einer Verwirrung, durch welche die Texteingabe unterbrochen wurde. Dies war also einer der Fälle, in denen die Konventionen der physischen Tastatur beibehalten werden mussten.

Ein interessantes Gegenbeispiel ist das Verhalten der Tastatur beim Gedrückthalten. Auf einer physischen Tastatur löst das Gedrückthalten eines Zeichens dessen Wiederholung aus. Auf einer Bildschirmtastatur werden dadurch hingegen Alternativzeichen und -symbole angezeigt. Dies ist eine der Funktionen, die auf einer Bildschirmtastatur möglich sind und auf einer physischen nicht. Wenn Sie die spezifischen Tastenkombinationen für Buchstaben wie ñ oder é oder š nicht kennen, ist es schwer, auf einer physischen Tastatur zu schreiben. Auf der Bildschirmtastatur sind diese Zeichen ganz leicht zu finden. Über diese konventionelle Abweichung gab es so gut wie keine Klagen. Wir konnten sogar darauf aufbauen. Nun ist es möglich, mit einer einfachen Streifbewegung eine sekundäre Taste aufzurufen und das entsprechende Zeichen für die Eingabe auszuwählen, ohne die Auswahl über das Menü zu treffen. Bei einer häufigen Verwendung von Akzentbuchstaben wird Ihre Eingabe dadurch relativ schnell. Probieren Sie es doch einmal aus.

Tastatur mit Gedrückthalten-Menü für den Buchstaben e und mehreren e-Zeichen mit Akzent zur Auswahl

Wenn Sie eine Taste gedrückt halten, werden ähnliche Tasten angezeigt. Mit einer schnellen Streifbewegung in Richtung der gewünschten sekundären Taste, kann diese sofort ausgewählt werden.

Testen und Überprüfen

Es wurde eine Reihe von Blickverfolgungsstudien durchgeführt, in denen die Blickrichtung der Teilnehmer während der Interaktion mit dem System aufgezeichnet wurde. Anhand der Daten aus diesen Studien konnten wir einige Fragen beantworten: Wohin richtet sich der Blick bei der Eingabe mit der Bildschirmtastatur? Ändert sich die Blickrichtung mit der Zeit? Sind die resultierenden Muster in unterschiedlichen Ansichten und Tastaturlayouts konsistent? Steht die Blickrichtung in Zusammenhang mit der Schreibgeschwindigkeit?

Eine Frau sitzt am PC, und vor ihr ist ein Blickverfolgungsgerät angebracht

Eine Teilnehmerin zu Beginn der Blickverfolgungsstudie

Es hat sich herausgestellt, dass die Benutzer ihren Blick in der Regel hauptsächlich auf das Textfeld richten, in dem die Zeichen angezeigt werden. Außerdem schauen sie auf die Tastatur. Die Ergebnisse sind so konsistent, dass wir eine Wortvorschlagsfunktion entwickeln konnten, um die Benutzeroberfläche entsprechend zu optimieren. Wortvorschläge (während der Eingabe „vorhergesehener“ Wörter) werden direkt neben dem Cursor im Textfeld angezeigt. Durch Berühren der Taste „Einfügen“ auf der Bildschirmtastatur werden die Vorschläge übernommen. Mit dieser Funktion wird die in den Studien ermittelte Blickrichtung der Benutzer bei der Eingabe optimal umgesetzt. Sie unterscheidet sich deutlich von den Textvorschlägen der Benutzeroberflächen vieler Telefone, in denen oberhalb der Tastatur eine Reihe von möglichen Wörtern angezeigt wird. Benutzer mit PC und vollständiger Tastatur sehen dort gar nicht erst hin, da sie die Eingabe nicht unterbrechen und ihre Haltung für die Auswahl eines jener Wörter nicht ändern möchten.

Blickverfolgungsstudie zeigt hauptsächliche Fokussierung auf Tastatur und Texteingabebereich, jedoch nicht dazwischen

Einzelne Fixpunkte oder Netzhautmuster zeigen, dass die Benutzer entweder auf die Tastatur oder auf das Textfeld blicken. Normalerweise richtet sich der Blick nicht in den Zwischenbereich. Deshalb werden die Wortvorschläge in der Nähe der Einfügemarke angezeigt.

Zudem haben wir herausgefunden, dass sich die Blicke mit der Zeit ändern und die Eingabe dementsprechend schneller wird. Das Blickdiagramm der Blickverfolgungsstudien verdeutlicht diese Tatsache. Diese Tendenz ist sowohl bei Langsamschreibern ohne Tablet-Erfahrung als auch bei versierten Schreibern, die viel Zeit mit ihren Tablets verbringen, zu erkennen. In allen Fällen wird die Aufmerksamkeit zunächst auf die Tastatur gerichtet, und die Schreibgeschwindigkeit ist relativ langsam. Mit der Zeit, d. h. nach etwa 90 Minuten auf mehrere Tage verteilt, richtet sich die Aufmerksamkeit deutlich weniger auf die Tastatur und mehr auf das Textfeld, wobei die Anzahl der Wörter pro Minute deutlich steigt.

Zwei Blickverfolgungsstudien im Vergleich

Aus den Ergebnissen der Laborstudien ist abzulesen, dass sich die Blickrichtung mit der Zeit ändert. Im linken Bild ist die Blickrichtung eines Benutzers nach wenigen Minuten dargestellt. Im rechten Bild wird das Blickdiagramm nach einer Schreibdauer von etwa 90 Minuten dargestellt. Die Aufmerksamkeit richtet sich mehr und mehr auf das Textfeld. Die Schreibgeschwindigkeit des Benutzers hat sich während der Sitzung verdoppelt.

Kontinuierliche Verfeinerung

Zu guter Letzt sehen Sie unten ein Bild des aktuellen QWERTY-Layouts, das in der Windows 8 Release Preview enthalten ist. Das minimalistische und offene Design ist beabsichtigt, und für jede der verbleibenden Tasten gibt es einen guten Grund. Jede Taste hat ihre eigene Geschichte, jedoch müssen wir uns auf einige Highlights beschränken:

  • Die RÜCKTASTE wird beibehalten, da sie sowohl auf physischen als auch auf Bildschirmtastaturen sehr häufig verwendet wird. Wenn wir sie entfernen würden, würden die Finger dennoch immer wieder nach ihr tasten.
  • Die Taste Moduswechsel ist für das Wechseln der Ansicht, der Sprache und für das Ausblenden der Tastatur unabdinglich. Den Benutzern von Eingabemethoden wird auffallen, dass sie damit zu den Windows-Eingabemethoden wechseln können, zu denen auch das für Touchscreens optimierte Tastaturlayout gehört.
  • Die Taste STRG und die rechte und linke Pfeiltaste sind für die Textbearbeitung vorgesehen. Sie ermöglichen das Verschieben des Eingabecursors, das Ausschneiden, Kopieren und Einfügen, ohne dass die Hände von der Tastatur genommen werden müssen. (Beachten Sie, dass die STRG-TASTE genauso funktioniert wie auf einer physischen Tastatur, d. h., alle unterstützten Tastenkombinationen funktionieren wie gehabt. Die Bezeichnungen für Funktionen wie Ausschneiden, Kopieren, Einfügen und Fett sind enthalten, da sie für die Textbearbeitung relevant sind. Da die Bildschirmtastatur nicht für die Befehlssteuerung vorgesehen ist, fehlen Tasten wie die Windows-Taste und die Funktionstasten. Wir haben diese Entscheidung bewusst getroffen, da wir vor allem ein gutes Schreibwerkzeug entwickeln wollten.
  • Die Leertaste befindet sich an zentraler Stelle und ist sehr großzügig angelegt. Aus Studien zu physischen Tastaturen geht hervor, dass etwa 80 % der Anschläge auf der rechten Seite der Leertaste erfolgen. (Auf älteren Tastaturen können Sie die Abnutzung auf dieser Seite sehen.) Dies gilt auch für Bildschirmtastaturen. Wenn die Leertaste zu klein ist, wird sie von den Benutzern verfehlt, und es treten Fehler auf, die schwer zu beheben sind.
  • Über die „Emoji“- oder Emoticon-Taste können Sie in die Emoji-Ansicht wechseln, mit der ein vollständiger Satz an Emoji-Zeichen im Unicode-Standard unterstützt wird. Die Verwendung von Emoticons nimmt stetig zu und ist bereits zu einem Bestandteil der Ausdrucksweise der Benutzer geworden.
  • Zudem wird eine Option für ein Standardtastaturlayout bereitgestellt, die nützlich für PCs ohne Tastatur sein kann, auf denen eine Software ausgeführt wird, für die Funktions- oder andere Erweiterungstasten erforderlich sind. Diese Option kann einfach in den PC-Einstellungen im Abschnitt „Allgemeine Einstellungen“ über den Knopf „Einstellungen“ aktiviert werden.

Beim Verwenden der Tastatur werden Sie einige zusätzliche Features entdecken, die Ihnen einige Aktivitäten erleichtern. Wenn Sie z. B. die Taste &123 gedrückt halten, können Sie mit der anderen Hand Symbole oder Zahlen eingeben und beim Loslassen zur ursprünglichen Ansicht zurückkehren. Innerhalb des Teams nennen wir diese Funktion „Mehrfinger-Ansichtsvorschau“.

Layout enthält: q w e r t y u i o p LEERTASTE a s d f g h j k l ' EINGABETASTE UMSCHALTTASTE z x c v b n m , . ? UMSCHALTTASTE &123 STEUERUNG EMOTICON LEERTASTE < > MODUSWECHSEL

Das aktuelle Tastaturlayout für Touchscreens spiegelt Entscheidungen zu den einzelnen Tasten wieder, die anhand einer Reihe von Studien getroffen wurden.

Diese Optimierungen gelten für alle unter Windows verfügbaren Eingabesprachen, da das Tastaturlayout für Touchscreens weltweit unterstützt wird. Da wir uns einige weitere Verbesserungen für die Eingabe vorgenommen haben, freuen wir uns sehr über das bisherige Feedback zu diesem Themenbereich. Vielen Dank!

Kip Knox


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