User Experience beschreibt das Gesamterlebnis eines Nutzers bei Verwendung eines Produktes oder Systems in einem gegebenen Handlungskontexts und in einer gegebenen Umgebung. Wie so oft wirkt eine wörtliche Übersetzung aus dem Englischen etwas hölzern (User = Nutzer, Experience = Erlebnis), auf der anderen Seite zeigt sie aber doch den richtgen Weg. Wichtig ist, dass der Nutzer im Mittelpunkt steht. User Experience ist kein Synonym von Usability. Allerdings bestehen engste Verbindungen zwischen den beiden Begriffswelten. So umfasst "Usability" zwar auch das Gebiet der User Experience, letzerer Begriff hingegen macht jedoch im Gegensatz zu Usability keine qualifizierende Aussage.
Ein Beispiel soll das verdeutlichen:
> Ein Online-Shop wurde mittels Usability Kriterien gestaltet. Der Kunde nimmt das Angebot an, die Nutzer verweilen lange auf den Seiten des Online-Shops, die Transaktionen werden erfolgreich durchgeführt, kurz: die Kunden lieben den Shop :)
Gegenbeispiel:
> Ein Spiel wurde mit der neusten, schnellsten 3D-Engine entwickelt. Die nachgebildete Physik ist atemberaubend, wie auch die Details und das Gameplay. Der User kann sogar eigene Avatare hochladen, kurz: Die Spieler lieben das Game: Die Usabilityallerdings lässt zu wünschen übrig. Das Profil des Spielers kann nur umständlich gepflegt weden. Die Navigation ist inkonsistent. Wenn man einen Avatar angelegt hat, kann dieser nicht mehr verändert werden...

Wie gesehen, bedeutet "gute" User Experience noch lange keine gute Usability. Wenn wir jedoch im Rahmen der Usability/Ergonomie eines interaktiven Systems auch die User Experience berücksichtigen (wird u.a. in den Normen "suitability for engagement" genannt), so wird aus dem undeutlichen Begriff plötzlich eine valide Messgröße.

Clem, UXE