OFF TOPIC

Ja, ich bin auf der MIX… und zur MIX 11 gibt es auch zeitnah noch einen Blogpost… aber ich bin eben auch in den Staaten! Und ich bin ein “Civil War Buff” – also jemand der sich für die Geschichte des Amerikanischen Bürgerkriegs interessiert.

Heute vor 150 Jahren, am 12. April 1861, begann mit dem Beschuss von Fort Sumter der Sezessionskrieg, the war of the rebellion, the civil war oder wie auch immer man dieses Ereignis, diese Krise und Katharsis der Vereinigten Staaten nennen möchte.

Wie Shelby Foote, ein Historiker und Autor um 1990 meine: Um die Vereinigten Staaten heute zu verstehen, muss man wissen und begreifen, was damals geschehen ist. Kein anderes Ereignis hat die amerikanische Kultur so geprägt wie die Katastrophe in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ich sitze also nun heute in diesem Land, in dem diese Geschichte sowohl in zeitgenössischer Literatur, den Medien und in der Kultur immer noch lebendig ist. In einem Land, wo dieser Konflikt immer noch nicht in allen Bereichen beigelegt ist und der auch in der heutigen wirtschaftlichen Landschaft immer noch sichtbare Spuren hinterlassen hat.

Es hat mich wieder mal erstaunt, dass das TIME Magazine letzte Woche damit aufgemacht hat, dass es nun endlich an der Zeit wäre sich einzugestehen (damit waren die “Historiker” im Süden der USA gemeint), dass der Civil War als Grund die Skalverei und deren unvereinbarkeit mit Demokratie und Menschenwürde hat und nichts anderes. Und, mit Verlaub, Menschenwürde ist unverhandelbar – heute wie damals!

Ich gestatte mir also mal kurz vom Tagesgeschäft Abstand zu nehmen und an Abraham Lincoln zu erinnern, der in seiner Gettysburg Address einen Schlüssel zum Verständnis dieser Kultur gegeben hat.

Clemens
UXE