Wer schon einen meiner Vorträge über Windows 8 und Touchbedienung verfolgt hat, der weiß, dass ich Excel gerne als Musterbeispiel für eine Applikation verwende, die auf Maus und Tastaturbedienung ausgelegt ist. Hintergrund der These ist, dass bei Entwicklern natürlich die Frage im Raum steht, wann man eine Applikation besser per Finger, Geste, Maus oder Tastatur bedient – und wie die Anwendung dann dafür optimiert entwickelt werden soll. Nicht jede Anwendung muss alles gleich gut unterstützen – lange Texte schreibe ich zum Beispiel gerne mit einer (echten, physikalischen) Tastatur, Shooter spiele ich am liebsten mit Maus/Tastatur, im Grafikbearbeitungsprogramm verwende ich häufig den Stylus und die Maus etc. Unter der Prämisse, dass nicht jede Anwendung alles gleich gut können muss kristallisiert sich relativ schnell ein “Haupteingabemedium” heraus. Welches das ist, entscheidet meine Gewohnheit und vor allem der Zweck und Design der Anwendung – alle weiteren Eingabemedien sind dann eher optional und vermutlich nur bei bestimmten Workflows sinnvoll.

Nun kommt man vielleicht nicht direkt auf die Idee gerade bei Excel auf dem Bildschirm herum zu wischen. Daher habe ich eine Kollegin bei genau diesem Vorgehen gefilmt. Für mich steht es stellvertretend für jede Menge anderer Workflows, bei denen man eben einfach schneller ist, wenn man einfach mal auf den Bildschirm tippt. Und genau darum geht es ja mit der Touch-Unterstützung: Neue Bedienkonzepte zu ermöglichen, die dem Anwender das Leben leichter machen. Und nicht um die Abschaffung von Maus und Tastatur. Ihr findet das Video hier: http://www.youtube.com/watch?v=9XqwbM0wuek.