In vielen Fällen macht man in Visual Studio Änderungen, die dazu führen, dass der Quellcode erst mal nicht mehr lauffähig ist, weil wir noch weitere Anpassungen machen müssen. So verwendet man Methoden aus Klassen, die noch nicht über usings importiert wurden. Oder man macht Umbenennung, die dazu führen das Referenzen nicht mehr stimmen. Oder, oder, oder.

In vielen dieser Fälle gehört nicht viel Know-How dazu, um die Fehler zu beheben – letztlich würden wir das als Entwickler sowieso “jetzt dann gleich” machen, aber unsere Vorgehensweise war gewissermaßen in der falschen Reihenfolge, so dass der Code erstmal nicht kompiliert. Und nichts ist höher zu bewerten als kompilierender Code, oder?

Visual Studio kann in vielen Fällen unterstützen – es ahnt quasi schon, was noch fehlt. Wenn wir in Zukunft durch eine rote Unterkringelung auf Fehler aufmerksam gemacht werden, lohnt es sich auf jeden Fall einfach mal die entsprechende Stelle mit dem Cursor an zu navigieren und einfach mal “Ctrl + .” zu klicken. Im Idealfall kriegen wir dann automatisch ein paar Korrekturvorschläge gemacht, die wir auswählen können und der Code kompiliert wieder, ohne größeren Aufwand.

Beispiele gefällig?

Verwenden von Debug.Writeline ohne den entsprechenden Namespace eingebunden zu haben – der Namespace wird automatisch eingebunden.

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Verwenden einer Methode, die es gar nicht gibt: Ctrl + . bietet an eine entsprechende Methode zu erzeugen:

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Tl;dr

Wenn Visual Studio irgendwas rot unterkringelt lohnt es sich einfach mal Ctrl+. zu klicken. Vielleicht ist das der schnellste Weg zur Fehlerbehebung.

Kurzer Text am Rande:

Dieser Post ist Teil einer längeren Serie, in der ich ein paar der vielleicht nicht ganz so bekannten Features von Visual Studio vorstellen werde. Ich hoffe, für Euch ist der ein oder andere Kniff dabei, den Ihr noch nicht kanntet. Und wenn ihr ihn doch schon kennt: Seid stolz auf Euch und verratet den Trick auch dem Entwickler neben Euch.