Am 25. März ist das „Innovative Education Forum“ (IEF) mit einem Galadinner zuende gegangen. Die Abendveranstaltung bildete den gelungenen Abschluss der dreitägigen Veranstaltung, die aus einem Kongress und einer Ausstellung bestand. Zu den 250 Teilnehmern gehörten Schulleiter, Lehrer sowie Bildungsexperten aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Das Dinner fand im Radialsystem V statt, einem ehemaligen Pumpwerk an der Spree. Fast die Hälfte der Teilnehmer war vor dem IEF noch nie in Berlin. Die Stadtführung während der Fahrt in Doppeldeckerbussen vom Tagungshotel zum Radialsystem in der Nähe des Ostbahnhofs war für sie eine willkommene Gelegenheit, das Zentrum von Berlin zu besichtigen.

Nach der Vorspeise wurden die zwölf Semifinalisten bekannt gegeben, die eine Jury aus 26 Bildungsexperten in den Kategorien „Innovation in Community“, „Innovation in Collaboration“ und „Innovation in Content“ ausgewählt hatte.

Semifinals-Community[1] Semifinals-Collaboration[1] Semifinals-Content[1]

  

  

  

  

Nach dem Hauptgang wurde es ernst:

Aus den drei Kategorien wurden jeweils drei Gewinner ernannt. Sie gewannen Sachpreise wie Videokameras, Smartphones und Notebooks. Außerdem sind alle Gewinner einschließlich der Halbfinalisten im Oktober zum weltweiten IEF in Kapstadt eingeladen. Die Freude über die Auszeichnung und der Stolz auf den Erfolg des Projekts stand den Gewinnern ins Gesicht geschrieben.

IEF-Gewinner[1]

Die Gewinner der Kategorien Community, Collaboration und Content sowie des Gewinner des „Educators‘ Choice Awards“

Lesen Sie hier, was die prämierten Projekte der innovativen Lehrer so besonders macht:

Kategorie „Innovation in Community“

Winner Community: Northern Ireland, Barry Corrigan

Barry Corrigan aus der Nähe von Belfast in Nordirland ist mit seinem Projekt „Making Homework Count“ in der Kategorie „Innovation in Community“ von der Jury mit dem ersten Platz ausgezeichnet worden. In diesem interaktiven Projekt greifen zehn- bis elfjährige Schulkinder im Klassenzimmer per Computer auf Unterrichtsmaterial zu. Der Lehrer steht den Schülern in der virtuellen Lernumgebung auch nach dem Unterricht per E-Mail zur Verfügung. Außerdem gibt es Diskussionsforen, in denen die Kinder sich einbringen können. Sie haben online Zugriff auf die Lernmaterialien und erhalten so Hilfestellung für ihre Hausaufgaben. Über die Lernplattform sind die Eltern darüber informiert, was ihre Kinder machen. Barry Corrigan hat festgestellt, dass Schüler sich stärker einbringen und selbstbewusster werden – aber hören Sie selbst, wie er sein Projekt während der Ausstellung erläutert:

Kategorie „Innovation in Collaboration“

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Die Gewinnerin im Bereich „Collaboration“ ist Jan Webb aus Cheshire in Großbritannien. Frau Webb hat die Schüler in ihrem Projekt „Working in a Classroom Without Walls“ auf eine virtuelle Tour in ferne Länder mitgenommen. Die acht- bis neunjährigen Schüler bearbeiteten mit Schülern aus Brunei ein Wald-Projekt. Die Schüler machten Fotos im Wald und sammelten Informationen, die sie dann gegenseitig virtuell austauschten. Ziel der Arbeit von Jan Webb war es, den Kindern beizubringen, wie sie mit Anderen zusammenarbeiten, Informationen recherchieren und präsentieren können. Frau Webb wollte ihren Schülern ein Verständnis vermitteln, wie das Leben in anderen Ländern ist und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten bestehen. Dabei setzten die Klassen beispielsweise Wikis und den Kartendienst Multimap ein.

Kategorie „Innovation in Content”

Winner Content - Sweden, Anna Karlsson

Anna Karlsson aus Stockholm hat mit 14jährigen Schülern Roboter aus Lego gebaut und programmiert. Die Kinder mussten dabei selbständig arbeiten und Lösungen finden. Die Roboter sollten so vielseitig wie möglich eingesetzt werden können. Abschließend demonstrierten die Schüler die Technik ihrer Roboter. Sie sollten durch dieses Projekt einen ganzheitlichen Blick sowie Präsentationskenntnisse entwickeln und nicht zuletzt argumentieren lernen. Frau Karlsson setzte Youtube-Videos ein, über Facebook und den Windows Live Messenger war sie für ihre Schüler ansprechbar.

Für Sie vor Ort:

Silke Goedereis, Microsoft