Oder darf ich Sie zu jenen Menschen zählen die vollstes Vertrauen besitzen? Ich nehme diesen Post zum Anlass, noch einmal auf die aktuelle und zukünftige Sicherheit ihrer Privatsphäre hinzuweisen. Denn wie so oft, ergeben sich unmittelbar Gefahren meist dort, wo man sie nicht erwartet. Die Alltagsgewohnheiten zum Beispiel bei der Benutzung externer oder fremder Datenträger birgt gewisse Risiken. man kann diesen freilich entgehen- zumindest teilweise. Nehmen wir den Fall an, das ich mich auf unsicherem Terrain im Internet bewege. Ich kenne weder den Anbieter der besuchten Webseite, noch den dahinterliegenden Content. Jeden Moment kann es passieren, das ich angegriffen werde- in Form von aggressiven Popup Fenstern oder ganz still im Hintergrund. Nicht jedes unerwünschte Fensterchen lässt sich einfach so wegklicken. Gerade bei manipulierten Webseiten kommt es nicht selten vor, das präparierte Webseiten versuchen, einen Schadcode auf Ihren PC zu schleusen.

Wegklicken kann man so manches Fenster freilich nicht, denn der Autor dieser aggressiven Form von Infektion möchte Sie dazu bewegen, das Sie auf den einen- logisch- richtigen Button klicken und damit gleichzeitig eine Aktion auslösen. Hier hilft oft nur noch der “Affengriff” (Strg+ Alt +Entf) und das manuelle Beenden des aktiven Tasks.

Doch selten wird Ihnen so etwas passieren, wenn Sie auf einen soliden Grundschutz setzen. Das kann durchaus eine Kombination aus Hardwarefirewall (zumeist in Routern integriert), der Softwarefirewall von Windows oder eines Drittanbieters und einer entsprechenden Anti Virenlösung- zum Beispiel unsere kostenfreie Windows Live Security Essentials sein. Angriffe von Außen sind so nur noch schwer durchzuführen. Zusätzlich gibt es diverse Rootkit Scanner die einen bereits infizierten PC auf versteckte- getarnte Schadprogramme hin untersuchen die von den Anti Viren Lösungen nur schwer zu entdecken sind, da sich diese Dateien oft in einem geschützten Bereich befinden. Dafür gibt es aus unserem Hause beispielsweise den RootkitRevealer der diese Aufgabe übernehmen kann.

Es gibt so etwas wie eine Top 10 Liste der aktivsten Bedrohungen aus dem Internet. Das kann per E-Mail passieren, per Download von Dateien oder durch das pure anstecken von Wechseldatenträgern wie beispielsweise externe Festplatten. Da diese Liste ständig aktualisiert wird und die Bedrohungen von Zeit zu Zeit wechseln ist es wichtig, einen stets aktuellen Scanner zur Hand zu haben. Ein regelmäßiges Update ist daher unabdingbar. Für die prominentesten Bedrohungen können wir Ihnen ein kleines Programm zur Verfügung stellen, das regelmäßig aktualisiert und falls gewünscht- über Windows Update eingespielt wird. Das Malicious Software Removal Tool beschränkt sich dabei jedoch nur auf diese “Chartliste” und ist ein kleiner- leichter Helfer in der Not.

Sie sollten sich jedoch niemals auf die Funktionsweise der Software allein verlassen, sondern sich stets mit einem wachen Auge und einer gesunden Portion Misstrauen in der digitalen und analogen Welt bewegen. Wie leicht es sein kann, Menschen zu täuschen, die ihren Gewohnheiten unverblümt nachgehen und mit der Zeit den schleichenden Prozess von Nachlässigkeit gewähren lassen zeigt das folgende Video. Seien Sie also immer wachsam, es könnte auch Sie eines Tages treffen:

Norbert Schumann, Microsoft