Das Bündnis für Bildung (BfB) engagiert sich seit Januar 2012 für eine nachhaltige und messbare Verbesserung von Lehr- und Lernumgebungen in Deutschland. Im Rahmen eines Workshops in Berlin präsentierte nun das BfB die erste Version einer Bildungsinfrastruktur, in der verschiedenen IT-Systeme und –Komponenten miteineinander vernetzt werden und Inhalte und Bildungstechnologie dort genutzt werden können, wo sie gebraucht werden - im Unterricht und zu Hause. Ziel des Workshops war es gemeinsam mit den Teilnehmern, gemeinsame Fragestellungen und Zielsetzungen zu identifizieren und einen Konsens über die Entwicklung zukunftsgerechten Lehrens und Lernens herzustellen.

Teilnehmer waren neben den BfB-Mitgliedern, Hochschulen und Landesinstituten die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Von Seiten des Bundes waren Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages anwesend.

Christine Hauck, Vorstandsvorsitzende des BfB: „Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit den Ländern. Die Resonanz war sehr gut und wir schließen daraus, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Einsatz von IT muss für Schulen einfacher werden. Die Länder können dabei helfen, Bedarf zu formulieren sowie geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und die Unternehmen, kompatible Lösungen anzubieten.“

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU), Vorsitzender der Projektgruppe „Medienkompetenz“ der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ betonte: „Jeder Mensch muss in die Lage versetzt werden, die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters selbstbestimmt, kompetent und souverän zu nutzen – Medienkompetenz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die bereits bei unseren Kindern ansetzen muss. Das Bündnis für Bildung trägt mit der Referenzarchitektur dazu bei, den effizienten und zugleich verantwortlichen Umgang mit den modernen Medien zu fördern.“

Der nächste logische Schritt aus Sicht des Bündnisses ist die Bereitstellung der Referenzarchitektur. Nicht zuletzt trägt der konzeptionelle, länderübergreifende Ansatz des BfB auch dazu bei, den Innovationsgrad im Bildungssystem zu erhöhen und die Kosten für die Bildungsträger zu reduzieren.