Hi…

Die Firmengeschichte von Nokia wird bestimmt von einigen – teilweise extremen – Richtungswechseln. Ich habe mal gelesen, dass eine Firma alle 40 Jahre ihre Strategie wirklich grundlegend ändert. Nokia ist ein schönes Beispiel. Jetzt werden sie also auf Windows Phone 7 setzen. Ob das so ein extremer Bruch ist, müssen die Historiker mal klären.

Wenn wir ehrlich sind, dann geht es hier nicht nur um Nokia, oder um Microsoft. Die Liste derer, um die es hier geht, ist nahezu endlos. Denn es geht hier um Open Innovation in Hochform.

Mobile Ecosystems und Open Innovation

Chesbroughs Buch (und viele Artikel zum Thema) beschreiben Open Innovation als eine Strategie, Innovation mit anderen zu teilen, um ein Optimum an Verwertung zu erzielen. Oder aber Innovation von extern zuzulassen. Wohlgemerkt, das ist nix, für jede Industrie, jede Innovation – niemand erhebt den Anspruch, dass dies das einzig glücklich machende ist. Es hat aber ein paar Vorteile. Wenn man Peter Drucker ("Innovate or die") glauben darf, ist Innovation ein absolutes Muss. Aber Innovation heißt nicht nur, nette Ideen haben, sondern sie gewinnbringend umzusetzen. In der Zeit von Globalisierung, muss so was sehr schnell passieren, weil man schwer lange Exklusivität halten kann.

Es geht hier um Ecosystem – wie SteveB und Steven Elop nicht müde wurde auch zu betonen. Nokia kann diesem Ecosystem WP7 einige interessante Aspekte mitbringen. Kartenmaterial ist das eine, Mobile Operator Billing das andere, gutes Design ein weiteres… Umgekehrt bekommt Nokia von diesem Ecosystem wieder viel zurück. Zum einen kann es seine Fähigkeiten über andere skalieren lassen. Zum anderen kann Nokia Dinge mitnutzen, die durch die viel größere Verbreitung der Plattform so mitkommen. Thema: Applications.

Da waren es nun ganz klar derer 3 (wie Elop sagte).

CU

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