Web Services on Devices (WSD) sind Microsofts Implementierung der Industriespezifikation Devices Profile for Web Services (DPWS), die als Teilmenge der vollen WS-*-Spezifikation für die Kommunikation zwischen Geräten im Netzwerk gedacht ist. Die Idee dahinter ist, dass sich mittels dieser Spezifikation Geräte im (IP-)Netzwerk anmelden, ihre Dienste kundtun und Funktionen bereitstellen können - eine Art Plug-and-Play im Netzwerk, auf Basis von SOAP.

Windows Vista war das erste Microsoft-Betriebssystem, welches diese Spezifikation mittels eines zugehörigen C++ -APIs (WSDAPI) unterstützt hat, und nun ist Windows Embedded CE mit dem jüngsten Release 6.0 R2 hinzugekommen - es unterstützt exakt das gleiche WSDAPI wie auch Vista (auch unmanaged, leider). Eine Teilmenge von WSD wurde bereits in CE 6.0 bei der Implementierung der Funktionalität "Network Projector" verwendet (hier wird WSD zum Anmelden des Projektors im Netz verwendet, unter Windows Vista kann man dann den Rechner an solch einen Projektor verbinden:

networkproj

die eigentliche Kommunikation geschieht über RDP). Nun steht das ganze WSDAPI für beliebige Zwecke öffentlich zur Verfügung (und wird auch im kommenden Windows Server 2008 integriert sein).

Wozu könnte man so etwas verwenden? Ein aktuelles Beispiel ist der Bereich Heim- und Industrieautomatisierung, in dem dieses Protokoll sicher populär werden wird zur automatischen Erkennung und Verwendung aller Arten von Devices, die sich mit dem Netzwerk verbinden. Windows Embedded Gold-Partner Beckhoff ist hier bereits vom Start weg mit interessanten Lösungen präsent und hat das Potential dieser Technologie erkannt.