Microsofts Strategie von "Software plus Services"

Microsofts Strategie von "Software plus Services"

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Auf der weltweiten Partnerkonferenz (WPC), die letzte Woche in Austin (Texas) stattfand, wurden Details zu Microsofts Online Services vorgestellt. In Zukunft werden bestimmte Serverprodukte (Exchange, SharePoint, OCS) auch als Service (Stichwort: Microsoft Online Services) angeboten. Eingebettet ist dieses neue Angebot in Microsofts Software plus Services Strategie. Diese möchte ich an dieser Stelle nochmals erläutern und ein wenig auf deren Bedeutung insbesondere für Unternehmen eingehen.

Software wird heute in Unternehmen in der Regel nach dem klassischen Muster eingesetzt: selbst geschriebene oder lizensierte Client- und Server-Anwendungen werden vor Ort (On-Premise) im Unternehmen betrieben und bereitgestellt. Daneben gewinnen aber Cloud Services, d.h. Services, auf die über das Internet zugegriffen wird, als Teil der Unternehmens-IT an Bedeutung. Dieser Trend zum Bezug von Software als Service (Software as a Service, SaaS) wird in Zukunft dafür sorgen, dass das IT-Portfolio von Unternehmen in der Regel aus einem Mix von vor Ort betriebener Software und Cloud Services besteht.

Diesem Szenario trägt Microsofts "Software plus Services" Strategie (S+S) Rechnung: Microsoft erweitert sein Produktportfolio schrittweise um Services bzw. bietet bestehende Serverprodukte in Zukunft auch als Service an. Damit erhalten Unternehmen die Möglichkeit für ihre IT Landschaft die Vorteile von lokaler Software (Kontrolle, Zugriff, Offline-Fähigkeit, …) mit den Vorteilen von Cloud Services (Skalierbarkeit, schnelle Bereitstellung, …) zu kombinieren. Abbildung 1 skizziert dieses Modell von Software plus Services.

Software + Services als Kombination von Vor-Ort-Software mit Cloud Services

Abbildung 1: Software + Services als Kombination von Vor-Ort-Software mit Cloud Services

So wie das gesamte Portfolio werden auch die Anwendungen selbst Kombinationen aus Client-, Server- und Services-Bestandteilen sein. Unternehmen können flexibel bestimmen welche Technologien jeweils zum Einsatz kommen, um die geforderte Funktionalität zu erbringen:

  • Im Bereich der Clientsoftware sind die gewünschte User Experience an der Benutzerschnittstelle, Offline-Fähigkeit sowie die zu unterstützenden Endgeräte entscheidend.
  • Für die eingesetzte Serversoftware sind Aspekte wie Kontrolle über die Serverumgebung, Eigentum an der Software, Anpassbarkeit an spezielle Anforderungen, Sicherheit der Installation und Vertrauen hinsichtlich der Datenspeicherung wichtig.
  • Beim Bezug der Funktionalität als Service (bei dem die Serversoftware von einem Service Provider betrieben und als Dienst bereitgestellt wird) gewinnen Fragen nach schneller Bereitstellung, hoher Skalierbarkeit und geeigneten Service Leveln an Bedeutung.

In diesem Zusammenhang ist die Wahl eines geeigneten Partners wichtig. Dieser muss nicht nur in der Lage sein den Dienst in der geforderten Qualität bereitzustellen sondern auch entsprechend vertrauenswürdig sein.

Die Verlagerung von Funktionalitäten zu einem Service Provider wirft darüber hinaus gänzlich neue Fragestellungen auf:

  • unter anderem muss die Netzwerkanbindung an den Serviceprovider entsprechend leistungsfähig sein
  • Authentifizierung und Berechtigungen (Identity) müssen sich genauso verhalten wie es bei einer lokalen Installation der Fall wäre
  • neben klassischer Lizensierung treten alternative Bezahlmodelle (Subscription, Webefinanzierung, individuelle Abrechnung nach Transaktions- oder Datenvolumen) in Erscheinung.

Microsoft bietet eine Plattform an, die all diese Fragen adressiert. Die Plattform umfasst neben verschiedenen Client- und Serveranwendungen mit den Online Services auch Cloud Services. All diese Produkte und Dienste basieren auf dem .NET Framework für das Entwicklungs- und Management-Werkzeuge zum Aufbau und Betrieb von S+S Lösungen bereit stehen.

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