Software-plus-Services mit Tiefgang auf kommenden Veranstaltungen (PDC, Xtopia, TechSummit)

Software-plus-Services mit Tiefgang auf kommenden Veranstaltungen (PDC, Xtopia, TechSummit)

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Software-plus-Services (S+S) ist nach wie vor ein brandheißes Thema. In Kundengesprächen stelle ich leider immer noch fest, dass - möglicherweise auch durch die Kommunikation von Microsoft selbst verschuldet - das Thema immer noch zu sehr mit "Software-as-a-Service" (SaaS) gleichgesetzt wird. Wenngleich SaaS, d.h. die Bereitstellung von Software als Dienstleistung durch einen Serviceprovider, ein wichtiger, zentraler Baustein im Gesamtbild von S+S ist, so ist es doch nur einer von mehreren Bausteinen.

SaaS geht davon aus, dass Software als Ganzes aus der IT Landschaft des Anwenders herausgelöst wird und durch einen Dienstleister als Service über das Internet bereitgestellt wird. Beim Anwenderunternehmen verbleibt nur ein minimaler Teil der Anwendungslogik. In der Regel greifen die Anwender über einen Browser, der letztlich nur die Anzeige übernimmt, auf den Service zu (siehe hierzu auch mein Blog "Arten von Microsoft Services für Anwender und Entwickler"). Dieser Ansatz bietet unbestreitbare Vorteile:

  • das Anwenderunternehmen befreit sich vom Aufwand eine eigene IT Infrastruktur betreiben zu müssen
  • durch den Web-basierten Ansatzes entfallen für das Anwenderunternehmen Fragen der Softwareverteilung
  • Bereitstellung der Software und Abrechnung der Softwarenutzung (Anwenderunternehmen zahlen nur entsprechend ihrer tatsächlichen Nutzung) können flexibel gehandhabt werden
  • Aktualisierungen der Software können vom Serviceprovider an zentraler Stelle unmittelbar bei Verfügbarkeit bereitgestellt werden
  • durch Spezialisierung auf Softwarebetriebe auf der einen Seite und das Angebot von Services an eine Vielzahl von Unternehmen (die Kosten für die IT-Infrastruktur können auf viele Schultern verteilt werden) können Serviceprovider aufgrund von Economies auf Scale ihre Dienste kostengünstiger anbieten als es den Kunden selbst möglich wäre

SaaS stellt das Anwenderunternehmen also vor die Alternativen eine Software selbst zu betreiben oder als Ganzes einem Service Provider zu übertragen und von dort als Dienstleistung zu beziehen. Der Verzicht auf einen Eigenbetrieb ist jedoch nicht immer möglich bzw. auch mit Nachteilen verbunden:

  • die Bereitstellung einer Software für viele Anwenderunternehmen zwingt den Serviceprovider zu einem standardisierten Angebot, welches für ein individuelles Unternehmen nur eingeschränkt angepasst werden kann. Ein Anwenderunternehmen muss seine Anforderungen deshalb mit den Möglichkeiten des SaaS-Angebots abgleichen. Wo ein Verzicht auf spezielle Anpassungen nicht möglich ist, scheidet ein zu unflexibeles SaaS Angebot aus.
  • Möglicherweise verhindern auch gesetzliche Vorgaben und Regularien eine Auslagerung; nämlich dann in das SaaS-Angebot diese nicht erfüllt.
  • SaaS in Reinform erfordert eine permanente Netzwerkverbindung zum Serviceprovider. Wo diese nicht gewährleistet werden kann, stellt sich die Frage nach der Unterstützung von Offline-Szenarien
  • der Verzicht auf lokale Anwendungslogik bedeutet auch einen Verzicht auf die Nutzung lokaler Rechenleistung. Lokale Software bietet aber eine Reihe von entscheidenden Vorteilen: Unterstützung verschiedener Endgeräte (PC, Smartphone, ...), hohe Usability durch geringe Latenz, leistungsfähige Benutzerschnittstellen und vieles mehr. 

Hierüber wird deutlich, dass sowohl Software-as-a-Service als auch lokale Software Vorteile bieten und nur durch eine Kombination dieser beiden Konzepte und die Wahlfreiheit für das Anwenderunternehmen maximaler Anwendernutzen gestiftet werden kann. Dabei ist es entscheidend, dass das Unternehmen möglichst feingranular entscheiden kann welche Teile der IT-Landschaft über lokale Softwaresysteme und welche über fremdgehostete Services realisiert werden. "Möglichst feingranular" heißt in diesem Zusammenhang, dass diese Wahl nicht nur für ganze Anwendungen sondern auch für Teile von Anwendungen gegeben sein sollte. So ist beispielsweise vorstellbar, dass die Geschäftslogik einer Anwendung als lokale Software und die Datenbankfunktionalität über einen Cloud Service bezogen wird. Um in diesem Zusammenhang die Flexibilität für Entwickler zu schaffen ist eine Plattform erforderlich, die für Anwendungskomponenten die Wahlfreiheit hinsichtlich des Betriebsmodells erlaubt. Hier tritt also neben SaaS das Konzept Plattform-as-a-Service (PaaS).

Stärke des "Software-plus-Services"-Ansatzes 

Genau dies ist die Stärke der "Software-plus-Services"-Ansatzes: Flexibilität in der Wahl der Betriebsmodelle für ganze Anwendungen aber auch Teile von Anwendungen und die reibungslose Kombination lokaler Software mit Cloud Services. Das durch diese Flexibilität eröffnete Optimierungspotenzial bei der IT-Landschaft geht also weit über die Möglichkeiten eines reinen SaaS-Ansatzes hinaus.

Weitere Informationen - drei wichtige Veranstaltungen

Leider kann ich das Thema "S+S vs. SaaS" an dieser Stelle nur kurz anreißen. Auf drei Veranstaltungen, die dieses Jahr noch stattfinden werden, wird es noch viele Informationen hierzu geben. Die drei Veranstaltungen sind die PDC08 in Los Angeles und die Xtopia08 und der TechSummit08 in Berlin.

Professional Developer Conference (PDC), 27.-30.10.2008 in Los Angeles

Vom 27. bis 30.10. findet in Los Angeles die diesjährige Professional Developer Conference (PDC) statt. Diese Veranstaltung wird es absolut in sich haben. Neben einer Unmenge an Neuigkeiten rund um das Thema "Software + Services" wird es auch Neuigkeiten zu diversen Microsoft-Produkten und -Technologien geben. Teilweise sind diese Neuigkeiten noch streng vertraulich und dürfen noch nicht kommuniziert werden. Alle Microsoft-Interessieren können bei einem Blick auf Microsoft Produkt-Roadmaps aber erahnen, zu welchen Themen Neuigkeiten zu erwarten sind. Ein Blick auf die Agenda lohnt sich in jedem Fall.

Wer es im Oktober nicht nach Los Angeles schafft, dem seien zwei deutsche Veranstaltungen ans Herz gelegt, auf denen sich viele Inhalte der PDC wiederfinden:

Xtopia 2008 und Technical Summit 2008, 16.-21.11.2008 in Berlin

Bis 19. September haben Interessenten noch Zeit, sich für die beiden Microsoft-Fachveranstaltungen "Technical Summit 2008" und "Xtopia 2008" anzumelden und dabei mit dem günstigen Early-Bird-Preis jeweils bis zu 150 € zu sparen. Die Entwickler-Konferenz "Technical Summit 2008" findet vom 19. bis 21. November im Berliner ICC statt; drei Tage vorher – vom 16. bis 18. November – öffnet die Web-Konferenz "Xtopia 08" ebenfalls im Berliner ICC ihre Tore. Die Terminierung dieser beiden Veranstaltungen ca. 3 Wochen nach der PDC ist nicht zufällig gewählt !!! - Besucher können sich sicher sein, all die interessanten Neuigkeiten der PDC in lokalisierter Form mitgeteilt zu bekommen.

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