SQL Azure ist in seinem Funktionsumfang nahezu stabil geblieben. Die in Kapitel 6 beschriebenen Aspekte und Beispiele sind weiterhin gültig. Neu eingeführte Funktionalitäten sind unter anderem:
Aus Visual Studio heraus konnte bislang nur unzureichend auf SQL Azure zugegriffen werden (geschweige denn, dass Daten angezeigt oder geändert werden konnten). Für die finale Version von Visual Studio 2010 (also erst die RTM-Version und nicht die Beta 2) hat Microsoft bereits erweiterte Unterstützung von SQL Azure angekündigt. Tabelle 10.7 gibt einen Überblick über die in Visual Studio verfügbaren Funktionen.
VS 2008 / 2010 Beta 2
VS 2010 RTM
SQL Server Projekte
Nein
Anwendungsprojekte für die Datenschicht
Nicht entschieden
Verbindung zu SQL Azure (Anlegen neuer Datenquellen etc.)
Ja
EDM Modelldesigner für das konzeptuelle Datenmodell (inkl. Generierung der Datenbank)
Server Explorer (Browse)
Server Explorer (Editieren und Entwerfen)
Fenster für Datenquellen (Dataset, EDM, LinqToSql, Datenbindungswerkzeuge)
Konfiguration der SQL Datenquelle
Aspnet_regsql.exe / ASP.NET Provider
Workaround
SQL Debugging
Web Deployment
Tabelle 10.7: Geplante Visual Studio-Unterstützung für SQL Azure
Als weiteres Entwicklungswerkzeug steht weiterhin der SQL Azure Migration Wizard, der über den URL http://sqlazuremw.codeplex.com/ heruntergeladen werden kann, zur Verfügung. Abbildung 10.4 zeigt dessen Hauptbildschirm, von dem aus die verschiedenen Funktionsbereiche aufgerufen werden können.
Abbildung 10.4: Hauptbildschirm des SQL Azure Migration Wizards
Der SQL Azure Migration Wizard bietet folgende Möglichkeiten:
Die Analysefunktion prüft, ob ein bestehendes Datenbankskript kompatibel mit dem Funktionsumfang von SQL Azure ist.
Zum in Kapitel 6 beschriebenen SQL Azure Data Sync Service wurden weitere Informationen bekannt gegeben. Der Service umfasst Bibliotheken und eine Laufzeitumgebung, die die Datensynchronisation mit SQL Azure unterstützt. Der Dienst basiert auf dem Sync Framework und unterstützt zwei grundsätzliche Szenarien:
Bezüglich SQL Azure wurden für zukünftige Versionen bereits einige vielversprechende Funktionen angekündigt:
Eine im Kontext von Unternehmensanwendungen äußerst interessante Erweiterung von SQL Azure wird derzeit unter der Bezeichnung SQL Azure Codename »Vidalia« geführt. Dabei handelt es sich um eine Technologie, mit der Unternehmen sehr feingranular Zugriffsrechte auf SQL Azure-Datenbanken erteilen können. Dies ist insbesondere für sensible Geschäftsdaten erforderlich, auf die beispielsweise nur vereinzelte Anwender und Auditoren, nicht aber der Systemadministrator Zugriff haben sollen. Mit Vidalia wird es möglich, genau festzulegen, wer auf welche Daten in welcher Detailliertheit zugreifen darf. Technisch liegen Vidalia folgende Konzepte zugrunde:
Vidalia liegt als Zugriffsschicht über SQL Azure. Zugriffe auf die Datenbank werden über Vidalia abgewickelt.
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