Die letzte Woche in Los Angeles abgehaltene BUILD-Konferenz stand ganz im Zeichen von Windows 8. Neben zahlreichen Details zu Oberfläche, Entwickleroptionen gab es auch eine Developer-Preview zum Download. Dabei ist fast untergegangen, dass es auch zur Windows Azure Platform Neuerungen gab:

  • Windows Azure SDK 1.5
  • Geo-Replikation
  • Neue Funktionen für Blob, Table und Queue Storage
  • Windows Azure Toolkit for Windows 8

Windows Azure SDK 1.5

Gegenüber dem August-Release des Windows Azure SDKs hat das neue SDK einige entscheidende Verbesserungen:

  • Neuer Compute Emulator mit gesteigerter Deployment-Performanz
  • Verbesserte Validierung von Deployment-Paketen
  • Unterstützung beim Upload von Service Zertifikaten in csupload..exe und ein neues Tool csencrypt.exe, mit dem Remote Desktop Passwörter verschlüsselt und verwaltet werden können.

Und auch die Tools für Visual Studio haben einige Verbesserungen erhalten:

  • Möglichkeit, ein Windows Azure Deployment Projekt zu bestehenden Web Application Projekten hinzuzufügen.
  • Profiling von Anwendungen, die auf Windows Azure ausgeführt werden.
  • Erstellung von ASP.NET MVC3 Web Roles.
  • Management mehrerer Konfigurationen in einem Cloud Projekt.
  • Verbesserte Validierung von Windows Azure-Paketen.

Geo-Replikation

Mit dieser Funktion werden Inhalte aus Windows Azure Blob- und Table-Storage zwischen Rechenzentren einer Region repliziert, ohne dass hierbei zusätzliche Kosten für die Nutzer anfallen. Diese Replikation dient dem Desaster Recovery. Dabei kommen Rechenzentren zum Einsatz, die mindestens 100km voneinander entfernt liegen. Grundsätzlich ist diese Replikation aktiviert, kann auf Wunsch aber auch deaktiviert werden.

Neue Funktionen für Blob, Table und Queue Storage

Auch der Windows Azure Storage hat Neuerungen erhalten:

  • Table Upsert – in einem einzigen Request können Entitys hinzugefügt (sofern sie noch nicht existieren) bzw. aktualisiert (sofern sie existieren) werden.
  • Table Projection (Select) – ermöglicht es, nur ein Subset der Properties von Entitys abzufragen. Dies reduziert den Aufwand zu Serialisierung und die Menge der zu übertragenden Daten.
  • Verbesserter Blob HTTP Header Support – verbessert die Möglichkeiten zum Streaming und Download von Inhalten
  • Queue UpdateMessage – erlaubt den Zugriff auf Messages in einer Queue.
  • Queue InsertMessage – ermöglicht das Hinzufügen von Messages, die zunächst für einen bestimmten Zeitraum unsichtbar sind.

Windows Azure Toolkit for Windows 8

Mit Hilfe des Windows Azure Toolkits können leicht Metro-style Apps für Windows 8 entwickelt werden, die Services im Windows Azure Compute Service und Daten in Windows Azure Storage nutzen können. Funktionen sind:

  • Code Beispiele, Dokumentation und Best Practice
  • Projektvorlagen für Visual Studio
  • Code in Form wiederverwendbarer Dienste und Bibliotheken

Microsoft setzt damit den Weg fort, die Entwicklung von Azure-Clients für möglichst viele mobile Endgeräte zu unterstützen. Neben dem Toolkit für Windows 8 gibt es auch Toolkits für Windows Phone, iOS und Android. Siehe hierzu auch meine aktualisierte Liste von SDKs und Tools.

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