Microsoft hat heute die Verfügbarkeit (GA) der Windows Azure Media Services bekanntgegeben. Neben der produktiven Verfügbarkeit gibt es auch ein neues Media Services Dev Center. Mit diesen Ressourcen steht alles zur Verfügung, das man zur Entwicklung skalierbarer, End-to-End-Media-Workflows und zum Streamen von On-Demand Videos benötigt. Mögliche Einsatzszenarien für die Media Services sind:

  • Bereitstellung von Training Videos in einem Unternehmen
  • Video Streaming für eigene Webseiten
  • Entwicklung eines Videodienstes à la Hulu oder Netflix

Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 konnten die Media Services bereits ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Media Platform as a Service

Media Services können viele Aufgaben übernehmen, die bei der Entwicklung von Anwendungen, die Mediendaten bereitstellen und verwenden sollen, anfallen. Dazu gehören:

  • Upload von Mediendaten (die dann im Blob Storage abgelegt werden)
  • Codierung und Konvertierung von Videos in verschiedene Video- und Audio-Formate
  • Zugriffsschutz auf Mediendaten im Sinne von Digital Rights Management (DRM)
  • Schaltung von Werbung in Videostreams
  • Streaming von Videos (optimiert für verschiedene Endgeräte), bei Bedarf zeitgesteuert

Wie die anderen Azure Services können auch Media Services mit Anwendungskomponenten zusammenarbeiten, die nicht notwendigerweise auch auf Windows Azure ausgeführt werden. Sie sind durchweg über RESTful Schnittstellen aufrufbar.

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Zur optimalen Auslieferung von Videoinhalten können das Windows Azure CDN oder Caching Services von Drittanbietern genutzt werden. Dabei ist auch eine Optimierung auf die konsumierenden Endgeräte (z.B. Windows-PC, Macintosh, HTML 5, iOS, Android, Windows Phone, ...) und deren jeweilige Wiedergabemöglichkeiten (Auflösung, Bildschirmgröße etc.) möglich.

Erste Schritte

Media Services stehen ab sofort zur Verfügung. Um erste Erfahrungen mit diesen Diensten zu sammeln empfehle ich folgende Schritte:

  1. Anlegen eines 90-Tage-Azure-Testaccount
  2. Studium der Funktionen der Windows Azure Media Services
  3. Besuch des Windows Azure Media Service Dev Center und Studium der dort abgelegten Trainings-Ressourcen (Tutorials, How-To-Artikel, …)

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