Microsoft hat gestern eine Reihe von Verbesserungen der Windows Azure Plattform veröffentlicht. Diese umfassen:

  • Active Directory: Windows Azure Active Directory hat “General Availability”-Status bekommen und ist damit nun produktiv einsetzbar.
  • Backup Service: Ein neuer Cloud Service, der Cloud-Backups von Windows Servern ermöglicht.
  • Websites: Verbesserungen bei Überwachung und Fehlerdiagnose.

Active Directory – jetzt in General Availability

Alle Windows Azure Nutzer können jetzt ein Windows Azure Active Directory nutzen, um eigene Identitäten zu verwalten und in eigenen Anwendungen und Organisationen verwenden. Besonders gut: dieser Dienst ist kostenlos verfügbar. Es fallen keinerlei Kosten für das Anlegen eines Verzeichnisses, Speicherung von Usern oder den Zugriff aus Anwendungen heraus an.

Windows Azure Active Directory unterstützt eine Vielzahl von Authentifizierungs- und Autorisierungsprotokollen. Nähere Informationen zu den unterstützten Protokollen gibt es hier. Die aktuelle Version umfasst allgemeine Verfügbarkeit von SAML 2.0. Damit wird es möglich, Single-Sign-On/Sign-Out-Szenarien für Web-basierte oder Mobile Anwendungen zu implementieren. SAML wird insbesondere im Kontext von Unternehmensanwendungen verwendet und ist ein offener Standard, der von vielen Sprachen, Betriebssystemen und Frameworks unterstützt wird.

Windows Azure Backup – Windows Server Backup in der Cloud

Backup ermöglicht es, Sicherungen und Wiederherstellungen von Windows Server Umgebungen über die Cloud durchzuführen. Für Backups unterstützte Systeme sind Windows Server 2008 R2 SP1, Windows Server 2012, Windows Server 2012 Essentials und System Center Data Protection Manager 2012 SP1. Weitere Leistungsmerkmale sind:

  • Bekannte Mechanismen für Einrichtung, Überwachung und Wiederherstellung von Backups.
  • Unterstützung inkrementeller Backups (dies optimiert den Ressourcenbedarf auf Windows Azure).
  • Datenkomprimierung und –verschlüsselung der in der Cloud gespeicherten Inhalte.

Websites – Verbesserung bei Überwachung und Fehlerdiagnose

Tracing und Speicherung von Tracing-Informationen können leicht ein- und ausgeschaltet bzw. über FTP oder eine Streaming-Verbindung zu einer Entwicklermaschine ausgelesen werden. Damit wird es deutlich leichter Fehler in laufenden Cloud-Anwendungen aufzuspüren. Real Time Streaming von Logs ist nicht nur für die in .NET enthaltene System.Diagnostics Bibliothek und entsprechende Tracing-Funktionalität in ASP.NET verfügbar, sondern wird auch von anderen Sprachen, Frameworks und Tools für Windows, Mac un Linux unterstützt.

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