Bill Hilf, General Manager im Windows Azure Produktmarketing, hat es heute bereits verkündet, und Scott Guthrie, Corporate Vice President für Windows Azure, hat es technisch näher ausgeführt: Die Windows Azure Infrastructure as a Service (IaaS) Dienste sind nun produktiv verfügbar.

Damit gelten ab sofort die Azure Service Level Agreements, die wiederum durch Microsoft Support gedeckt sind. Wer noch keinen Windows Azure Account besitzt kann über einen kostenlosen 90-Tage-Azure-Testaccount die Dienste testen.

Neuerungen bei Windows Azure Virtual Machines

Neben all den Funktionen und Features, die bereits während der Preview-Phase verfügbar waren, gibt es auch eine Reihe von Verbesserungen die ab sofort ebenfalls eingesetzt werden können:

  • Neue VM Image Vorlagen (unter anderem: SQL Server, BizTalk Server, SharePoint Server)
  • Neue VM Größen (einschließlich VMs mit größerer Speicherausstattung)
  • Neue VM Preise (um zum Teil 21%-33% reduzierte Preise für IaaS und PaaS VMs)

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Die neuen VM-Preise gestalten sich wie folgt (Stand April 2013, zum Teil gültig ab 01.06.2013):

VM GrößeRechenkerneRAMPreis [pro Std.]Preis [pro Monat]
Extra Small (A0) Shared 768 MB €0,0149 €11,18
Small (A1) 1 1,75 GB €0,0671 €49,90
Medium (A2) 2 3,5 GB €0,1341 €99,79
Large (A3) 4 7 GB €0,2681 €199,58
Extra Large (A4) 8 14 GB €0,5362 €399,16
A6 4 28 GB €0,7596 €565,23
A7 8 56 GB €1,5192 €1.130,46

Neuerungen beim Windows Azure Virtual Network

Zusammen mit den Virtual Machines ist nun auch das Virtual Network ab sofort produktiv einsetzbar (einschließlich SLAs und Support). Auch hier gibt es eine Reihe von Neuerungen:

  • Erstellung eines Virtual Private Networks mit persistenten privaten IP-Adressen: Es kann ein eigener IPv4-Adressraum (10.x, 172.x, 192.x) einem Virtual Network zugewiesen werden. Virtual Machines in diesem Netzwerk behalten dann ihre IP-Adresse auch über Hardware-Ausfälle hinweg.
  • Site-to-Site Verbindungen über Rechenzentrumsgrenzen hinweg: Virtual Machines können zusammen mit Komponenten eines lokalen Netzwerkes zu einem Netzwerkverbund verbunden werden. Ein Virtual Network Gateway verwaltet die IPsec Verbindung. Hierbei werden Standard VPN Harware-Komponenten von Cisco und Juniper unterstützt.
  • Konfiguration eigener DNS Server: Mit Hilfe eines Virtual Networks können Virtual Machines einem lokalen oder Windows-Azure-basierten DNS Server zugewiesen werden. Damit kann auf Windows Azure auch ein Windows Server Active Directory Domain Controller betrieben werden.
  • Erweiterte Trust und Security Bereiche: Werden Virtual Machines oder Cloud Services (PaaS) einem Virtual Network zugewiesen, erweitert sich der betreffende Trust Bereich auf dieses Virtual Network, d.h. die dort ausgeführten Dienste können über einen privaten Adressraum miteinander kommunizieren, ohne dass dabei über eine öffentliche IP-Adresse kommuniziert werden muss. Sofern keine entsprechenden Zugangspunkte für eine Kommunikation von außen konfiguriert sind, haben Virtual Machines, die außerhalb des Virtual Networks liegen, keine Möglichkeit, Dienste innerhalb des Networks anzusprechen.

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