Die Entwicklung interoperabler Zeigerereignisse: Verbesserte Eingabeereignisse für unterschiedliche Eingabemöglichkeiten

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Die Entwicklung interoperabler Zeigerereignisse: Verbesserte Eingabeereignisse für unterschiedliche Eingabemöglichkeiten

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Heute hat das W3C einen Vorschlag von Microsoft angenommen und veröffentlicht, der eine neue Möglichkeit beschreibt, mit der Websites unterschiedliche Zeigereingaben (z. B. von Geräten wie Maus und Stift oder per Mehrfingereingabe) unterstützen können. Unser neuer Vorschlag für einen neuen Zeigerereignis-Webstandard basiert auf APIs, die in IE10 unter Windows 8 bereits enthalten sind.

Das Web bietet Benutzern mehr Möglichkeiten, wenn Websites Mehrfingereingabe unterstützen. Noch besser ist selbstverständlich, wenn dieselbe Website auch mit Maus und Stift funktioniert. Wir sind überzeugt, dass das Web nicht aus Sites bestehen sollte, die nur eine Eingabemöglichkeit unterstützen. Entwickler können dies mithilfe unserer Zeigerereignisse verhindern, dank derer sich die Unterschiede zwischen Eingabemöglichkeiten abstrahieren lassen und Optimierungen für bestimmte Eingabemöglichkeiten bei Bedarf weiterhin zulässig sind.

Unser Ziel bei diesem Vorschlag ist die Zusammenarbeit mit anderen Browserherstellern und der breiteren Webcommunity bei der Umsetzung eines neuen Ansatzes für die Mehrfingereingabe. Wir hoffen, das Webentwickler in Zukunft nur noch ein Zeigereingabemodell schreiben müssen – ganz gleich, ob die Benutzer Maus, Stift, Fingereingabe oder eine kommende Eingabemöglichkeit verwenden. Das W3C hat Folgendes hervorgehoben: „Dieser Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich zahlreiche Entwickler Gedanken über das Erstellen von Inhalten machen, die für unterschiedliche Eingabemöglichkeiten gleichermaßen geeignet sind, und geht auch auf einige Nachteile des derzeit standardisierten Modells für Fingereingabeereignisse ein.“

Bei anderen Ansätzen für die Mehrfingereingabe müssen Webentwickler ihren Code für diese und für die Mauseingabe getrennt schreiben sowie dabei die häufig komplexen Wechselwirkungen zwischen den beiden Modellen beachten (z. B., wenn Fingereingabeereignissen zu Kompatibilitätszwecken Mausereignissen zugeordnet werden). Während der Entwicklung von IE10 können wir dank Ihres Feedbacks auch ein Zeigerereignismodell entwickeln, das mit dem derzeitigen Web kompatibel ist und diese Schwierigkeiten zugleich verhindert.

Wir möchten Sie ermuntern, sich unseren Vorschlag anzusehen, und uns Ihre Meinung mitzuteilen. Die Spezifikation ist ein erster Schritt und verweist auf einige Probleme, die es gemeinsam zu lösen gilt. Wir freuen uns darauf, dank Ihrem Feedback weitere Verbesserungen umsetzen zu können.

– Adrian Bateman und Jacob Rossi, Program Managers, Internet Explorer