Es war mal wieder so weit. Auf der Keynote der TechEd North America in Houston, wurden wieder zahlreiche Neuerungen für Microsoft Azure vorgestellt. Die Wichtigsten dieser Neuerungen möchte ich hier kurz vorstellen. Am Ende des Artikels gibt es dann noch Links zu weiterreichenden Artikeln, die alle Informationen enthalten.

Was mich besonders freut ist, dass der Azure Traffic Manager nun um eine Unterstützung für externe Endpunkte erweitert wurde. Auf diese Weise lassen sich ausfallsichere und global verteilte Dienste bereitstellen - und das über eigene Rechenzentren und Azure hinweg.

Endlich sind zudem die neuen VM-Größen für rechenintensive Aufgaben allgemein verfügbar. Die neuen A8 und A9 Instanzen haben 8 bzw. 16 Cores und 56 bzw. 112 GB RAM. Außerdem verfügen die Instanzen über eine 40 Gbit/s InfiniBand Anbindung. Diese Instanzen sind ideal für Cluster-Applikationen und Applikationen zur Simulation oder Codierung von Videos.

Die Möglichkeit virtuelle IP Adressen (VIP) für die eigenen Cloud-Dienste zu reservieren ist nun allgemein verfügbar (Reserved IP). Jeder Kunde kann kostenfrei 5 Adressen reservieren sowie weitere gegen Aufpreis. Reservierte IP-Adressen erlauben es den eigenen Diensten (Web/Worker Roles, Virtual Machines) eine feste öffentliche IP Adresse zuzuweisen und damit eine zuverlässige Adressierung zu ermöglichen. Seit dieser Woche kann außerdem eine öffentliche IP Adresse direkt einer virtuellen Machines zugewiesen werden und es muss kein Endpoint mehr eingerichtet werden.

Für virtuelle Maschinen besteht nun außerdem die Möglichkeit innerhalb eines virtuellen Netzwerks ein internes Load-Balancing zu konfigurieren. Diese neue Möglichkeit steht aktuell als Vorschau zu Verfügung und ist für Standard VMs kostenfrei.

Azure Virtual Networks unterstützen nun auch mehrere Site-to-Site Verbindungen. Außerdem können nun mehrere VNETs innerhalb von Azure mit einander Verbunden werden (VNET-to-VNET).

In dieser Woche wurde zudem die öffentliche Vorschau für Azure RemoteApp gestartet. RemoteApp ermöglicht es Unternehmen Benutzern verschiedenster Endgeräte (Windows, iOS, MacOS, Android) Anwendungen über eine Remote Desktop Client-Verbindung zur Verfügung zu stellen. Diese Anwendungen laufen in einem der Azure Rechenzentren und lassen sich somit zentral verwalten und warten.

Der Azure Import/Export Dienst ist nun weltweit allgemein verfügbar. Dieser Dienst ermöglicht es große Datenmengen in seinen Storage Account durch Einsenden einer Festplatte zu importieren bzw. zu exportieren.

Der Azure Managed Cache ist nun allgemein verfügbar. Dieser hochperformante, von Microsoft verwaltete Cache lässt sich sowohl aus Web Sites, als auch aus Cloud Services und Virtual Machines nutzen. Neben dem Managed Cache, wurde zudem die Preview des Redis Cache Services gestartet. Dieser Cache basiert auf dem etablierten Open-Source Redis Cache und stellt diesen verteilten, In-Memory Dienst als von Microsoft betreuten Dienst bereit.

Azure ExpressRoute ist jetzt allgemein verfügbar. Mit ExpressRoute besteht die Möglichkeit eine eigene, direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen dem eigenen und einem Azure Rechenzentrum aufzubauen. Da diese Verbindung nicht über das öffentliche Internet geht, ist sie zuverlässiger und ermöglich höhere Sicherheit.

Mit dem Azure Files Dienst besteht nun die Möglichkeit ein Dateisystem innerhalb einer virtuellen Maschine in Microsoft Azure über das SMB-Protokoll einzubinden. Natürlich kann der Zugriff von mehreren virtuellen Maschinen zugleich erfolgen. Dieser Dienst ist aktuell in der Vorschauphase und muss somit zunächst aktiviert werden.

Eine weitere neue Vorschau ist der API Management Dienst. Dieser Dienst ermöglicht es Softwareherstellern ihre APIs verschiedenen Kunden und Partnern zur Verfügung zu stellen und alle benötigten Funktionen z.B.  zum Benutzermanagement, zu Abrechnungsplänen etc über das Azure Portal einzurichten und zu verwalten.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nutzen der neuen Funktionen.

Alle Neuerungen in der Übersicht gibt es auf folgenden Seiten:

Kurzübersicht im Azure Blog

Weitergehende Informationen im Blog von Scott Guthrie