Nachdem Microsoft seinen CIO Stuart Scott im November letzten Jahres aufgrund von Unregelmäßigkeiten entlassen hatte, wird heute sein Namensvetter Tony Scott als neuer CIO angekündigt. Tony Scott (56), zuvor CIO bei Walt Dinsey Co., bringt 25 Jahre Erfahrung im IT Management mit und wird eines der komplexesten IT-Systeme der Welt mit mehr als 4000 IT-Mitarbeitern leiten.

Gemäß dem Paradigma "Eat your own dogfood" werden seit Jahren Microsoft eigene Software-Lösungen bereits im Alpa- oder Beta-Stadium für die interessierten internen Enthusiasten zur Verfügung gestellt oder oftmals gar vorzeitig als Beta produktiv bei der ganzen Belegschaft (ca. 80.000 Mitarbeiter) ausgerollt.

Microsoft ist sich selbst somit sein bester Kunde und Betatester. Letzteres stellt enorme Anforderungen an die IT und Prozesse, ist aber für die Qualität der Produkte unerlässlich - will man doch der gängigen öffentlichen Meinung seit Windows 98 entgegentreten, man würde Software nur beim Endkunden testen und patchen. Im Zuge des verschärften Wettbewerbs und Anforderungen des Marktes kann sich Microsoft eine derartige Vorgehensweise nicht leisten, wenngleich damit öfter auch merklich verspätete Produkt-Veröffentlichungen verbunden sind, falls die Produkte dem internen kritischen Test der Mitarbeiter nicht standhalten.

Der Job Microsoft-CIO ist damit jedenfalls einer herausforderndsten und spannendsten Posten der Industrie. Good luck Tony!