Veröffentlichung des Originalartikels: 27.10.2012

Wenn Sie mit früheren Versionen von SharePoint vertraut sind, wird Ihnen aufgefallen sein, dass in diesen Versionen auf der Benutzeroberfläche eine Unterscheidung zwischen Elementen wie Listen, Dokumentbibliotheken, Bildbibliotheken, Diskussionslisten und Umfragen gemacht wurde. Diese Unterscheidung basierte auf technischen Unterschieden, von denen die Benutzer eigentlich nichts wissen wollten, und sorgte für viel Konfusion. Warum gab es für Umfragen und Bildbibliotheken eine eigene Kategorie, wenn jede nur jeweils einen Elementtyp enthielt, während die Kategorien "Listen" mehrere Dutzend Optionen aufweisen konnten? Und wer stellt sich schon einen Kalender als Liste vor?

Beispiel des linken Navigationsbereichs einer SharePoint 2010-Website mit Kategorisierung verschiedener Listen und Bibliotheken 
Abbildung 1: Beispiel des linken Navigationsbereichs einer SharePoint 2010-Website mit Kategorisierung verschiedener Listen und Bibliotheken
 

Während wir überlegten, wie wir das Problem eigentümlich kategorisierter Funktionalität auf der Website angehen sollten, geschah etwas Interessantes: "Apps" waren auf einmal allgegenwärtig. Die Leute freundeten sich mit Apps auf ihren Telefonen und auf Websites wie Facebook an. Es kam einem auf einmal vor, als könnten Apps überall installiert werden. Wir wollten es unseren Benutzern einfacher machen, neue Funktionalität auf ihre SharePoint-Websites zu bekommen, ohne dass sie verstehen müssen, wie und wo der Code dazu herkommt.

Wir haben erst erwogen, "Apps" als weitere Kategorie wie Listen/Bibliotheken usw. hinzuzufügen, doch erschien uns das ein wenig lächerlich. Wir haben unsere Kunden befragt, was Sie über ihre Websites und die Dinge in ihnen dachten, und bekamen wiederholt diese Botschaft zu hören:
  • Die Website selbst ist ein Ort.
  • Benutzer sind Leute, die sich an diesen Ort begeben können.
  • Ein Design ist etwas, das das Aussehen dieses Orts ändert.
  • Die restliche Funktionalität in ihren Listen/Bibliotheken usw. ähnelt "Apps", die Sie ggf. auch auf Ihrem Telefon vorfinden.
Als wir auf diese Weise darüber nachdachten, erschien es uns sehr sinnvoll, alles als "App" zu bezeichnen. Der Ablauf der Interaktion mit vorhandenen Funktionen, das Suchen und Beschaffen neuer Funktionen und das Entfernen von Funktionen, die nicht mehr relevant waren – all dies gilt für Listen/Bibliotheken und diese neuen Dinge mit dem Namen "App". Anstatt eine sechste Kategorie von "Dingen, die meiner Website Funktionalität hinzufügen, aber auch irgendwelchen technischen Gründen nicht in die anderen fünf Kategorien fallen" hinzuzufügen, entschieden wir uns, alles unter dem Begriff "App" zusammenzuführen. Es mag technische Unterschiede zwischen Umfragen und Bildbibliotheken und einer Drittanbieter-App von Contoso geben. Doch aus Benutzersicht sind alle Apps.

Beispiel der Seite 'Websiteinhalt' auf einer SharePoint 2013-Website mit der neuen einzelnen Kategorie für Listen, Bibliotheken und andere Apps
Abbildung 2: Beispiel der Seite "Websiteinhalt" auf einer SharePoint 2013-Website mit der neuen Einzelkategorie für Listen, Bibliotheken und andere Apps

Auf der Seite Websiteinhalt einer Website, auf der wir zuvor die fünf App-ähnlichen Kategorien aufgelistet haben, lautet die Überschrift nun Listen, Bibliotheken und andere Apps. Durch Aufrufen von Listen und Bibliotheken hoffen wir, eine Brücke zwischen der alten schwer verständlichen Kategorisierung und dem neuen "Alles-ist-App-Modell" zu schlagen. Die Rückmeldungen, die wir bislang bekommen haben, sind vielversprechend, und wir freuen uns, mehr über Ihr Arbeiten mit Apps auf Ihrer Website zu hören. Nutzen Sie bitte das Kommentarfeld!

 

 

Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Lists, Libraries, and other Apps?