Veröffentlichung des Originalartikels: 12.09.2012

Vor einer Weile habe ich den folgenden Beitrag veröffentlicht: how to get your PerformancePoint 2010 installation working with SQL 2012. In diesem Beitrag habe ich beschrieben, wo Sie das SQL Server 2008 R2 SP1 Feature Pack finden können, welches unter anderem die Version 10.5.2500 des ADOMD.NET Data Provider enthält. PerformancePoint benötigt diese Version, um eine Verbindung zu einer beliebigen (2012) Analysis Services-Datenquelle herzustellen, inklusive PowerPivot-Arbeitsmappenmodelle. Dies funktioniert hervorragend für PerformancePoint 2010, wenn Sie jedoch die gleichen Funktionen für Ihre PerformancePoint 2013-Instanz unter SQL 2012 benötigen, ist die Hauptversion 11.0 des ADOMD.NET Data Provider erforderlich. Sie können diese Version hier über die Datei „spPowerPivot.msi“ herunterladen.

Die Situation

An diesem Punkt fragen Sie sich wahrscheinlich, warum es erforderlich ist, in einem zusätzlichen Schritt die MSI-Datei zu installieren, wenn Sie auch einfach die SQL BI-Komponenten für SharePoint installieren können, während Sie eine Instanz von SQL Server 2012 SP1 installieren. Ohne uns zu sehr in Details zu verstricken, gibt es zwei Gründe: SharePoint bündelt erstens den Provider nicht mehr im Prerequisite-Installer (wie es in 2010 üblich war). Daher müssen alle Data Provider einzeln installiert werden. Daher werden Sie nun freundlich darauf hingewiesen, nachdem Sie eine neue PerformancePoint-Dienstanwendung bereitgestellt haben:

A reminder to install the ADOMD.NET data provider

Und zweitens, wenn Ihre SharePoint-Farm mehr als einen Computer enthält (Ihr SQL-Back-End wird nicht mitgezählt), empfiehlt es sich, dass Sie die MSI-Datei auf jedem Computer in der Farm installieren, der PerformancePoint-Dienste ausführt, da PerformancePoint für jede beliebige Anforderung einen Aufruf ausführt, wobei der ADOMD.NET Provider zum Herstellen einer Verbindung erforderlich ist. Darüber hinaus bietet Ihnen die MSI-Datei außerdem die Möglichkeit, eine Verbindung mit PowerPivot-Arbeitsmappen als PerformancePoint-Datenquelle herzustellen. Diese Möglichkeit war in PerformancePoint 2010 bereits gegeben, aber in 2013 benötigen Sie die Datei „spPowerPivot.msi“, um die gleiche Aktion auszuführen (vorausgesetzt, Sie haben nicht das Add-In aus der SQL-Installation installiert). Die Installationsanweisungen für die MSI-Datei befinden sich übrigens hier.

Die Assembly-Umleitung

Wie in PerformancePoint 2010 kompilieren wir in PerformancePoint 2013 mit der Hauptversion 10 des ADOMD.NET Provider. Wenn Sie die Version 11 benötigen (was für die 2012 BI-Arbeitsmappen in SharePoint 2013 der Fall ist), müssen Sie PerformancePoint entsprechend anweisen. Neu in PerformancePoint 2013 ist eine Umleitung für Assemblys, die Sie für genau diesen Zweck verwenden können. Wir haben diese Umleitung eingefügt, sodass Sie von nun an die neuen Providerversionen der Analysis Services verwenden können, ohne SharePoint (z. B. PerformancePoint) aktualisieren zu müssen. Dies ist vor allem dann praktisch, wenn Ihre Organisation verschiedene Versionen von SharePoint und Analysis Services mischt und aufeinander abstimmt. Um den hinzugefügten Umleitungsblock zu sehen, navigieren Sie auf jedem Server, auf dem PerformancePoint Services ausgeführt wird, zu „\Programme\Microsoft Office Servers\15.0\WebServices\PpsMonitoringServer“. Öffnen Sie die Datei „web.config“. Sie sollte sich im gleichen Verzeichnis wie die Datei „PerformancePointService.svc“ befinden. Am Ende der Datei sollte sich ein <assemblyBinding>-Block befinden, der sich innerhalb eines <runtime>-Blocks befindet, etwa wie folgt:

<runtime>
    <assemblyBinding xmlns="urn:schemas-microsoft-com:asm.v1">
      <dependentAssembly>
        <assemblyIdentity name="Microsoft.AnalysisServices.AdomdClient" publicKeyToken="89845dcd8080cc91" culture="neutral" />
        <bindingRedirect oldVersion="9.0.0.0" newVersion="10.0.0.0" />
      </dependentAssembly>
    </assemblyBinding>
</runtime>

Ändern Sie die Werte des Elements <bindingRedirect> von oldVersion="9.0.0.0" in oldVersion=10.0.0.0" und von newVersion="10.0.0.0" in newVersion="11.0.0.0". Auf diese Weise kann PerformancePoint die ADOMD.NET-Assembly der Version 11 im GAC verwenden, wenn Aufrufe an Analysis Services 2012 (und frühere Versionen) ausgeführt werden. Außerdem können Sie auf diese Weise die neuesten PowerPivot-Modelle als Datenquelle in PerformancePoint verwenden, dies ist etwas, worauf sich unsere Kunden inzwischen sehr verlassen.

Danke für Ihr Interesse

Kevin Donovan
Program Manager, Office BI 

Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Specifying Your ADOMD.NET Data Provider Version.