Unter http://www.windowsazure.com/de-de/pricing/member-offers/msdn-benefits/ kann man sich informieren, welche Dienste in welcher Menge in einem MSDN Abonnement enthalten sind. Ich selbst habe ein Abonnement "Visual Studio Ultimate mit MSDN".

Die für den Betrieb meiner SharePoint Farm relevanten Größen sind wohl

  • Cloud-Dienste, virtuelle Computer, mobile Services und Webseiten und
  • Speicher

Daraus ergibt sich für mich 1500 Stunden Rechenzeit einer kleinen Serverinstanz, 45 GB Speicherplatz lokal und 45 GB Speicherplatz der geografisch Redundant ist. So, was fange ich jetzt damit an?

Zwei mal 45 GB Speicher hört sich erst einmal nach nicht sehr viel an. Ist es auch nicht, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass es sich hierbei um den effektiv belegten Speicher handelt. Heißt also, dass mein SQL-Server zwar z.B. zwei Daten-Disks á 50GB haben kann, der für das Abonnement relevant gemessenen Speicher sich auf den tatsächlich belegten Speicher bezieht.

Daraus ergibt sich also die Möglichkeit, 90GB Speicherplatz in Azure effektiv zu nutzen.
Als "Spielwiese" verwende ich eine 3-Monate Testversion von Azure. Diese zeigt aktuell eine Speichernutzung von 14,34GB.

Der Speicher verteilt wie folgt sich auf vier Server:

  1. Domain Controller
    OS Disk: 30GB
    Data-Disk: 10GB
  2. SQL-Server
    OS-Disk: 30GB
    Data-Disk: 50GB
    Data-Disk: 50GB
  3. SharePoint Server
    OS-Disk: 30GB
    Data-Disk: 50GB
  4. OWA-Server
    OS-Disk: 30GB
    Data-Disk: 50GB (nicht verwendet)

 

Das ergibt also eine Größe an VHDs von 330GB.

Alle Server sind lauffähig konfiguriert, Allerdings fehlt noch Visual Studio auf dem SharePoint Server.

Für meine "produktive" Entwicklungsumgebung plane ich, zwei Speicherkonten anzulegen. Einer wird die geografische Replikation aktiviert haben, der andere nicht. Durch die Geografische Replikation werden die VHDs in ein zweites Rechenzentrum repliziert, was die Datensicherheit nochmal erhöht. Sicherlich eine interessente Funktionalität für den Betrieb produktiver Umgebungen (NACH dem Preview Status), für meine Entwicklungsumgebung aber nur hinsichtlich des Verfügbaren Gesamtspeichers interessant.
Meine aktuelle Überlegung ist, den SQL-Server in den georeplizierten Speicher zu legen und die anderen Server in den lokalen Speicher. Das kann man natürlich auch andersherum machen, ist aber auch nicht entscheidend. Interessanter ist es IMHO, den SQL-Server auf den zweiten Speicher zu legen, um ggf. auch mal größere Datenmengen ablegen zu können.

Speicherplatz ist nach meinem Dafürhalten also in ausreichender Menge vorhanden. Aber was ist mit der Rechenzeit? Hierzu wird es zeitnah einen eigenen Blog Post geben ;-)