Laut der Bundesnetzagentur wurde 2006 insgesamt 297 Milliarden Minuten telefoniert, fast 7 Prozent mehr als 2005. Im Schnitt telefonierte jeder Deutsche 2006 rund 60 Stunden. 23 Prozent der Gespräche wurden nicht mehr mit dem klassischen Festnetztelefon geführt, sondern entfielen auf Mobilfunk, Internet- und Kabeltelefonie. „Obwohl immer mehr Kunden nur noch über das Handy oder über das Internet telefonieren, hat sich die Zahl der Gesprächsminuten auch im klassischen Festnetz aufgrund neuer Pauschal- und Flatrate-Angebote stabilisiert.“, sagt BITKOM-Präsident Willi Berchtold.  Stark zulegen konnten die neuen Angebote per TV-Kabel und der Internet-Telefonie (VoIP). Bei Letzterem hat sich das Gesprächsvolumen im vergangenen Jahr auf 9 Milliarden Minuten vervierfacht. Die größte Alternative zum Festnetz bleibt der Mobilfunk. Allein gegenüber 2005 legten die Handy-Gespräche um ein Drittel zu. „Obwohl das gesamte Gesprächsvolumen steigt, wächst der Markt für Telekommunikationsdienste derzeit nicht, sondern bleibt bei rund 56 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres stabil“, sagt Berchtold. Grund seien vor allem die sinkenden Preise im Mobilfunk und rückläufige Umsätze in der klassischen Festnetztelefonie. Der Gesamtmarkt für Telekommunikation – also Dienste, Endgeräte und Infrastruktur – wird im Jahr 2007 mit gut 70 Milliarden Euro ebenfalls auf Vorjahresniveau liegen.


Sprachtelefonie in Deutschland