Der drittgrößte Mobilfunker in Deutschland hat mit Versatel eine weit reichende Partnerschaft abgeschlossen. Versatel, gewichtiger Anbieter von Sprach-, Internet- und Datendiensten, steigt somit in den Mobilfunkmarkt ein und E-Plus in die Fixed-Mobile Convergence. Noch im Sommer 2007 wird Versatel sein Produktportfolio um ein Mobilfunkangebot erweitern und dafür das Netz von E-Plus nutzen. Neben der Zusammenarbeit auf Netzebene umfasst die Partnerschaft auch eine Vertriebskooperation. Die Vermarktung der bestehenden und neuen Produkte von Versatel erfolgt künftig auch in den E-Plus Shops.

Kommentar:

E-Plus kann sich in der deutschen Mobilfunker-Landschaft in vielen Bereichen als Innovationsführer positionieren. Über Billigangebote, Outsourcing und Kooperationen betrat die E-Plus erfolgreich Carrier-Neuland, und konnte, auf das eigene Geschäft abgestimmte, neue Business Modelle etablieren. Auch in Hinblick auf die Partnerschaft mit Versatel kann das Konzept aufgehen.

Die Großen zwei, T-Mobile und Vodafone D2, bedrängt die Partnerschaft mit Versatel marginal. Ist man selbst doch sehr gut in der Konvergenz Mobilfunk & Breitband aufgestellt. Die Telekom mit T-Mobile plus T-Com/T-Home; die Vodafone, zumindest in Deutschland, mit Arcor.

Härter trifft es momentan die O2, welche derzeit doch sehr mit den eigenen Prozessen zu kämpfen hat und das Potential aus dem Telefonica Merger noch nicht heben kann. Convergence-Angebote sind denn auch Mangelware und im Markteting hält man sich doch  merklich zurück. Das agile Prozessmanagement ist letztlich aber auch die Bedingung für das Outsourcing von nicht Business relevanten Kompetenzen und somit der Kostenreduktion. Outsourcing wird daher mittelfristig für die O2 überlebenswichtig werden und mehr als nur eine Option.