"Relevantes" aus Telekommunikation
Ab dem 15. Juni will Vodafone seinen Kunden das "echte Internet" für das Handy per Flatrate anbieten. Der Carrier verspricht eine bessere Performance und eine optimierte User Experience durch automatisches Anpassen von Formaten an das Mobilfunkgerät. Angereichert wird das Angebot des Vodafone Live! Portals durch strategische Allianzen mit Internetanbietern wie Google/Youtube, eBay und Myspace.com.
Kommentar:
Wenn die Vodafone nun nach eigener Definition das "echte Internet" ausgibt, was haben wir denn dann bisher bekommen? Zwar wird dem Kunden bis dato "Fair Flat" angeboten, doch war dies nie eine richtige Flatrate. Ab einer vorgeschriebenen Traffic-Schwelle sprengt jedes zusätzliche Megabyte den Geldbeutel.
Es ist natürlich allen Beteiligten, insbesondere den Marketiers, klar, dass man sich auf Eis bewegt. Hatte man doch bisher vergeblich auf Umsätze aus höherem Traffic-Aufkommen gehofft. So ganz ist man sich denn dann auch ob der eigenen Courage nicht ganz sicher und hat das Angebot vorsichtshalber mal bis zum 31. Oktober befristet.
Eine Flatrate bedeutet schließlich auch eine Revolution des Geschäftsmodells: Weg von Services die kostenpflichtige Bandbreite erzeugen, hin zu (künftig) kostenpflichtigen und werbefinanzierten Services auf der Pauschal-Pipe Flatrate.
Dennoch ist vom Markt und den Konsumenten zu lernen der richtige Weg. Und die Rechnung könnte aufgehen. Mit Inhalten und Services der Creme de la Creme des Internets wird das Angebot als brauchbares Paket abgerundet und kann dem User echten Mehrwert bieten. Ob die User Experience und Performance wirklich das versprochene, jedoch unabdingbare, Pensum liefern, ist abzuwarten.
Eines ist jedenfalls sicher: Die Vodafone hat das Eis erst mal gebrochen und will die Konkurrenz in Sachen Allianzen und mobiler Services weiter vor sich her treiben.