"Relevantes" aus Telekommunikation
Am 16. Januar 2008 beginnt die US-Regulierungsbehörde FCC mit der Auktion für breitbandtaugliche Mobilfunklizenzen. Die im 700MHz Spektrum freiwerdenden Frequenzen aus der Umstellung von analoger zu digitaler terrestrischer Fernsehübertragung sorgen für viel Wirbel.
Im Vordergrund stehen die Netzneutralität, das politische Geschacher um das Vergabeverfahren und definierten Rahmenbedingungen, sowie der Klassenkampf zwischen den etablierten Netzbetreibern und neuen Herausforderern auf dem Telekommunikationsmarkt der Zukunft. Dabei geht es nicht nur um viel Geld – Schätzungen zufolge soll die Versteigerung ca. 10 bis 20 Milliarden US-Dollar in die Staatskasse füllen – sondern auch um eine der letzten Chancen für Anbieter, noch auf dem US-Zugangsmarkt Fuß zu fassen.
Auch Microsoft hat ein Interesse an den Frequenzen, genauer an ungenutzten Lücken im Spektrum. Als Partner der so genannten White Spaces Coalition, in welcher u.a. auch Google, Intel und Dell vertreten sind, wird intensiv an einer Zugangstechnik geforscht, die ungenutzte Ressourcen zwischen den Signalen für einen Breitbandzugang über Funk nutzt. Diese Technologie steht derzeit auf dem Prüfstand, könnte aber die Nachrichtentechnik und den Markt revolutionieren.