"Relevantes" aus Telekommunikation
Wenn nicht über 100 Milliarden Dollar in die weltweite Internet-Netzwerk-Infrastruktur investiert werden droht dem Netz der Kollaps. Dies prognostiziert ein Bericht des Internet Innovation Alliance (IIA). Bandbreiten-lastige Datenübertragungen wie Web-Videos z.B. über YouTube oder künftig gar in HD, WebTV oder Online Spiele würden demnach die Gefäße verstopfen.
Kommentar:
Wenngleich eine derartige Studie sehr reißerisch wirkt und dementsprechend Medienaufmerksamkeit erzeugt, so sollte man auf derartige Drohszenarien nichts geben. Erstens wird die "Verstopfung" der Internet-Pipe nicht von heute auf morgen kommen und die Netz-Anbieter können und werden integral reagieren. Zweitens investieren viele Telcos bereits; und auch die Technologien, die eingesetzt werden entwickeln sich rasant weiter.
Dennoch ist die Berücksichtigung einer möglichen Bandbreiten Knappheit nicht von der Hand zu weisen und sollte gründlich studiert werden. Notwendige kostspielige Investitionen jedoch alleine von den Netzbetreibern zu verlangen, während man ihnen durch Regulierung den Zahn zieht, ist nicht nachhaltig. Auf den ersten Blick sind erzwungen niedrigere Preise für Telekommunikations-Dienste Verbraucher-freundlich, jedoch bei Übersteuerung mehr als Innovations-hemmend. Die Politik und vor allem die Europäische Kommission sollten künftig mehr Augenmaß bewahren und keine Phyrrus-Siege erkämpfen.