Zwischenzeitlich bin ich nun seit 3 Wochen hier aktiv beteiligt am Entwicklungsprozess. Anfangs habe ich ja schon geschrieben, dass ich im Grunde nicht erzählen darf was ich hier tue. Also schreibe ich doch einfach über die Art und Weise WIE ich was tue.

Hier in Redmond entscheidet jede Produktgruppe für sich, welche Prozesse, Abläufe und Strukturen sie zur Erstellung von Software anstrebt und anwendet. Im Bereich DevDiv (also die Typen, die die Entwicklertools machen) hat man sich auf eine interessante Art des agilen Entwicklungsprozesses geeinigt.

Wie macht sich das bemerkbar? Es gibt Jobs wie Developer, Tester und PM (Program Manager). Manchmal begegnet man auch einem Architekten. Ein Sprint (agile Planungsphase) dauert hier einen Monat und alle zwei Wochen gibt es das PM-Meeting im Scrum-Stil: Stehend, im Flur und so knapp wie möglich. Deswegen begegnet man öfter mal diskutierenden Gruppen auf dem Flur.

Für mich, als Leih-PM heißt das, dass ich direkt nach meinem Einstieg ein Feature zugeteilt bekam und spontan die Notwendigkeit meines Features verteidigen musste. Die ersten Tage war ich damit beschäftigt die entstehende Software zu verstehen, den vollen Umfang des Features und dessen Möglichkeiten zu begreifen und daraus dann eine Spezifikation zu bauen. Die nebenher erstellte Prototyp diente bei der Gelegenheit auch gleich als Machbarkeitsstudie.

Was anfangs eine Kommunikation zwischen meinem Mentor und mir begonnen hat , weitete sich Stück für Stück auf weitere Menschen aus, auf die das Projekt Einfluss hat. Zu Beginn ein Architekt, der dann einen Senior Developer zurate gezogen hat. Dieser stellte dann fest, dass bereits andere Leute an einem passenden Integrationskonzept für meine Anforderungen arbeiteten.

Zwischenzeitlich hat sich die Anzahl der Leute, mit denen ich meine Arbeit abstimme, auf 8 stabilisiert und es ist schön zu beobachten, dass es vorwärts geht.