Die Statistiken zur internen Nutzung von Team Foundation Server bei Microsoft („Dogfooding“) für Mai 2011 sind verfügbar -- und beeindruckender denn je zuvor.

Das Setup wurde deutlich erweitert: Innerhalb DevDiv – die Abteilung, in der Visual Studio und .NET entwickelt werden – gab es bisher nur einen einzigen TFS für die gesamte Abteilung, mittlerweile sind drei im Einsatz.

Seit TFS 2010 gibt es so genannte Team Project Collections: eigene Projekte, die ähnlich wie ein separater TFS funktionieren, mit eigener SQS-Datenbank usw. Bei der Einführung von TFS 2010 entschied sich die DevDiv für einen sauberen Neustart. Der ursprüngliche TFS war seit 2004 im Einsatz und enthielt mittlerweile Unmengen an überflüssigen Daten. Die drastisch verbesserte Leistung des TFS 2010 erforderte auch eine Anpassung der Datenbankschemata und obwohl eine Aktualisierung der vorhandenen Daten technisch möglich gewesen wäre, war ein neuer Server die effizientere Lösung.

DevDiv entschied sich daher für den Frühjahrsputz in Form einer neuen Team Project Collection und integrierte alle benötigten Elemente (die „alten“ Versionsn sind immer noch für Servicezwecke wie Service Packs, Hot Fixes älterer Versionen von TFS etc. aktiv).

Speziell die Entwicklung von Visual Studio vNext profitiert sehr von dem neuen Setup. Beide Collections laufen allerdings auf derselben Hardware, es ist also weiterhin ein einzelner Team Foundation Server.

Allerdings war der DevDiv-Server in den letzten Jahren derart groß und „mission critical“ geworden, dass die Verantwortlichen sehr vorsichtig mit Updates geworden waren. Dies widerspricht allerdings grundlegend den Dogfooding-Prinzipien – also der aktiven internen Nutzung unserer eigenen Produkte schon vor der Veröffentlichung und zu Testzwecken. Aus diesem Grund wurde vergangenes Jahr ein neuer TFS aufgesetzt, der selbsterklärend „Pioneer“ benannt wurde. Auf diesem Server arbeitet nur ein relativ kleiner Teil der gesamten DevDiv-Organisation, wobei „relativ klein“ hier immerhin noch 350 Personen bedeutet, welche diesen Server für ihre tägliche Arbeit nutzen. Der Pioneer-Server wird als echtes Dogfooding wieder regelmäßig aktualisiert.

Daher gibt es ab sofort drei verschiedenen Zahlen für DevDiv: Visual Studio vNext, Visual Studio Servicing und Pioneer. Zwar gibt es Überschneidungen, d.h. eine Handvoll Anwender greift auf mehrere Server zu, dennoch geben die zusammengezählten Werte ein realistisches Bild der Nutzung ab:

Bei der Betrachtung der folgenden Zahlen sollte berücksichtigt werden, dass die Servicing-Datenbank mittlerweile eine enorm lange Zeit im Einsatz ist und von vielen Personen genutzt wurde. Die Pioneer-Datenbank hingegen wird nur von einem Bruchteil der DevDiv genutzt.

Metric

VS VNext

Pioneer

VS Servicing

Recent Users

3,295

1,712

3,368

Team Projects

8

8

75

Files

371,903,328

73,317,059

1,052,226,846

Compressed File Sizes (MB)

1,276,709

1,419,324

4,915,960

Uncompressed File Sizes (MB)

5,418,821

2,681,084

16,319,559

Checkins

244,683

90,290

2,165,020

Shelvesets

55,727

35,859

284,213

Merge History

697,220,676

107,589,634

2,485,529,669

Pending Changes

16,042,586

1,422,410

26,931,501

Workspaces

19,786

8,522

44,650

Local Copies

3,129,226,059

409,161,527

824,218,447

Users with Assigned Work Items

2,698

3,695

5,093

Total Work Items

200,517

650,238

927,419

Areas & Iterations

4,493

8,014

12,092

Work Item Versions

1,879,382

6,842,523

8,963,043

Work Item Attachments

52,542

234,074

482,249

Work Item Queries

26,602

21,448

125,445

Für Gesamt-Microsoft bestätigt sich der positive Trend – die Daten sehen wie folgt aus:

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Weitere Informationen und eine ausführlichere Analyse der Zahlen findet sich im Blog von Brian Harry unter http://blogs.msdn.com/b/bharry/archive/2011/06/02/team-foundation-server-dogfooding-update-may-2011.aspx