WINDOWS PHONE

Die Smartphone-Plattform von Microsoft

WP7 Marketplace und In-App Business

WP7 Marketplace und In-App Business

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inapp Mit der Neuausrichtung von Windows Phone 7 auf den Consumer- und Businessbereich wird die Plattform für viele Anbieter digitaler Inhalte oder bestimmter Dienste interessanter. Man denke hier bspw. an digitale Zeitschriften, Video on Demand, oder gehostete CRM-Angebote.

Deshalb hier die klare Feststellung: Diese Inhalte und Dienste dürfen innerhalb von Apps verkauft werden, die über den Windows Phone Marketplace angeboten werden (sog. “in-app business”).

Unsere Windows Phone App Certification Requirements für WP7, die im Moment unter http://developer.windowsphone.com in einer Vorabversion zu finden sind, sagen im Moment teilweise noch Gegenteiliges oder Missverständliches aus. Diese Richtlinien werden in Kürze aktualisiert und an o.g. Aussage angepasst.

Was bedeutet das im Detail?

Es bedeutet, dass im Marketplace eine kostenlose oder kostenpflichtige Anwendung angeboten werden darf, deren Zweck es ist, bestimmte digitale Inhalte darzustellen oder Zugang zu bestimmten Diensten zu gewähren, die ggf. separat zu erwerben sind. Entweder in der Anwendung selbst über ein beim Anbieter bestehendes Nutzerkonto, oder über die Website des Anbieters. Hier können sowohl Einzelprodukte (z.B. Einzelausgaben eines digitalen Magazins) als auch Abonnements angeboten werden. Für gehostete Dienste kann bspw. der Erwerb von “Client Access Licences” (CALs) notwendig sein, um die Anwendung sinnvoll nutzen zu können.

Die Zahlungsabwicklung dieser Art von In-App Business ist dabei immer und ausschließlich Sache des Anbieters der Inhalte oder Dienste. Microsoft übernimmt die Zahlungsabwicklung für die Anwendung selbst (im Marketplace), aber nicht für die Inhalte. (Viele Anbieter nutzen bereits etablierte Partner zur Zahlungsabwicklung, müssen hier also nicht umstellen – und müssen so auch keinen festen Anteil am Umsatz an Microsoft abführen…)

Was nicht gestattet ist, ist der Verkauf zusätzlicher Produkt-Keys, Aktivierungscodes, Freischaltung von Premium-Features o.ä. einer im Marketplace befindlichen Anwendung über die eigene Website. Der Erwerb und das Updaten der Anwendung selbst muss vollständig im Marketplace stattfinden. In-App Business bezieht sich ausschließlich auf Inhalte und Dienste, nicht auf Funktionen der Anwendung. (Und im Zweifelsfall wird das Marketplace-Testteam eher restriktiv entscheiden. Deshalb bei unsicheren Geschäftsmodellen lieber vorher nachfragen.)

- Frank

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  • Sehr gut. Damit wären dann auch eventuell laufende Kosten z.B. aus der Anmietung von Azure Space über ein Abomodell denkbar.

    Ist vielleicht geplant auch hier ein Abomodell direkt über den Markplatz einzuführen? Das selbst zu machen, dürfte zumindest die kleineren Anbieter im internationalen Zahlungsverkehr überfordern. Zumal es auch um Kleinstbeträge ginge...

  • Vielen Dank für die schnelle und deutliche Klarstellung! Das schafft bei uns die nötige Planungssicherheit, um auch einen WP7 client für unsere Webseite implementieren zu können.

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