5 Tipps für die schnelle App-Zertifizierung

5 Tipps für die schnelle App-Zertifizierung

  • Comments 0

Wir haben den Windows Store von Anfang an als Partnerschaft zwischen den Entwicklern und Microsoft konzipiert. Es ist uns wichtig, sicherzustellen, dass unsere Zertifizierungsanforderungen und Einreichungsverfahren für Apps eindeutig und leicht verständlich sind, sodass Sie, die Entwickler, hochwertige Apps erstellen können, von denen die Kunden begeistert sind. In diesem Beitrag möchten wir einige der Muster aufzeigen, die wir bei den App-Einreichungen festgestellt haben, und Ihnen eine Orientierungshilfe an die Hand geben, damit Ihre App das Einreichungsverfahren schnell durchlaufen kann. Dieser Beitrag wurde von Gus Salloum, Program Manager, verfasst.

– Antoine


Damit eine App im Store-Katalog veröffentlicht werden und auch dort bleiben kann, muss sie die Windows Store-Zertifizierungsanforderungen erfüllen. Diese Anforderungen tragen dazu bei, sicherzustellen, dass die Apps im Windows Store qualitativ hochwertig sind und mit dem System so zusammenarbeiten, wie die Kunden es erwarten. Die aktuelle Version der Zertifizierungsanforderungen ist stets im Dev Center verfügbar. Damit Sie verfolgen können, wie diese Anforderungen sich mit der Zeit entwickeln, stellen wir auch einen Revisionsverlauf bereit.

In den vergangenen Wochen haben wir die Gründe ermittelt, weshalb Apps an der Zertifizierung scheitern, und haben dabei einige Muster festgestellt. Um Ihnen dabei zu helfen, Ihre App in den Store zu bringen, möchten wir Ihnen einen Leitfaden zu den Anforderungen und Zertifizierungsverfahren geben, die sich als etwas schwierig herausgestellt haben, sowie einige Hinweise dazu, wie Ihre Apps schnell aufgenommen werden.

Veröffentlichen Sie ggf. eine Datenschutzrichtlinie

Datenschutz gehört zu den Kernwerten, die wir unseren Kunden versprechen. Es ist wichtig, dass unsere gemeinsamen Kunden Vertrauen in die Apps haben, die sie im Windows Store erhalten. Seit der ersten Veröffentlichung dieser Anforderungen im Dezember 2011 gab es von uns eine Stellungnahme zu Datenschutzrichtlinien, und kürzlich haben wir unsere Erwartungen klar definiert, um den Entwicklern dabei zu helfen, diese Anforderung zu erfüllen. Die Anforderung lautet nun folgendermaßen:

Ihre App muss über eine Datenschutzerklärung verfügen, sofern sie netzwerkfähig ist.

Diese Änderung haben wir vorgenommen, weil wir möchten, dass die Kunden sich mit Ihrem Umgang mit ihren persönlichen Daten wohlfühlen. Jede App mit Verbindung zu einem Netzwerk verfügt über die Möglichkeit, persönliche Daten zu übertragen. Aus diesem Grund verlangen wir von Ihnen, eine Datenschutzrichtlinie zu unterhalten, wenn Ihre App mindestens eine der folgenden Funktionen deklariert:

  • internetClient
  • internetClientServer
  • privateNetworkClientServer

Ihre Datenschutzerklärung teilt den Anwendern mit, welche persönlichen Daten Ihre App überträgt und wie diese Daten gespeichert und verwaltet werden. Wenn Ihre App werbefinanziert ist, beschreibt die Richtlinie, welche persönlichen Daten dem Werbeanbieter zur Verfügung gestellt werden. Sollte Ihre App keine persönlichen Daten übertragen, schreiben Sie das in die Datenschutzerklärung.

Zur Erinnerung: Es gibt zwei Stellen, an denen Sie einen Zugriff auf Ihre Datenschutzrichtlinie verfügbar machen müssen:

  • Im Charm „Einstellungen“ Ihrer App (steht dem Benutzer während der Verwendung der App zur Verfügung)
  • auf der Beschreibungsseite Ihrer App auf dem Dashboard, wenn Sie die App einreichen (Benutzer sehen diese Seite, bevor sie die App herunterladen)

Reichen Sie nützliche Apps ein

Die Zertifizierungs-Anforderung 1.1 besagt:

Ihre App muss Kunden einen einzigartigen, kreativen Wert oder ein einzigartiges, kreatives Hilfsprogramm in allen unterstützten Sprachen und für die entsprechenden Märkte anbieten.

Wir haben ein gemeinsames Ziel: Den Store-Katalog mit fantastischen Apps für die Kunden zu füllen. Apps, die nur sehr geringen Nutzen bieten, werden abgelehnt – solche Apps verstellen unter Umständen den Zugang zu hochwertigen Apps, was wiederum Kunden und Entwicklern gleichermaßen schadet.

Was wäre denn zum Beispiel eine App, die zu wenig Nutzen bietet? Betrachten wir hierzu unsere Codebeispiele, die wir erstellt haben, um Entwicklern beim Erstellen von Apps für den Windows Store zu helfen. Mit diesen Codebeispielen ist es einfach, eine App mit Grundfunktionen zu entwickeln, die die Möglichkeiten der Windows 8-Plattform demonstrieren. Unglücklicherweise haben einige wenige Entwickler sich dafür entschieden, diese Beispiele neu zu verpacken und im Store einzureichen. Diese Apps haben praktisch keinen Nutzen und werden bei der Zertifizierung abgelehnt.

Hier sind noch ein paar Beispiele für Apps, die diese Anforderung nicht erfüllen:

  • Sammlungen von Apps, die um ein bestimmtes Thema herum aufgebaut sind und dabei offenbar dieselbe schematische App-Vorlage verwenden. Wir empfehlen, solche Apps zu einer App zusammenzufügen. Die größere App bietet den Benutzern möglicherweise einen spürbareren Nutzen (und wird vermutlich auch bessere Bewertungen und Kritiken bekommen als jede dieser einzeln eingereichten Apps), und hat eine bessere Chance, das Zertifizierungsverfahren zu bestehen.
  • Apps, deren einziger Zweck das Anzeigen einer begrenzten Zahl statischer Bilder ist (manchmal sogar nur ein einziges Bild, beispielsweise von einer Flagge oder einem Prominenten).

Reichen Sie vollständige Apps ein und vermeiden Sie irreführende App-Beschreibungen

Unsere Zertifizierungs-Anforderung 1.2 besagt:

Ihre App muss voll funktionsfähig sein, wenn der Kunde sie aus dem Windows Store erhält.

Wir verlangen, dass die Apps, die Sie einreichen, voll funktionsfähig sind. Wir verlangen auch, dass Ihre App-Beschreibung Funktionen und Inhalt der App genau beschreibt und ausdrücklich alle Einschränkungen aufzählt, die die App möglicherweise betreffen (geografisch, die Hardware betreffend u. a.), sodass die Kunden informiert sind, bevor sie die App kaufen oder installieren. Wenn eine App an dieser Anforderung scheitert, hat das in der Regel eine der folgenden Ursachen:

  • Irreführende Beschreibungstexte oder Screenshots. Die App-Beschreibung darf nur Funktionen und Inhalte aufzählen, die Ihre App tatsächlich enthält. Wenn Sie wissen, dass einige der Funktionen Ihrer App in bestimmten geografischen Regionen oder ohne bestimmte Hardwaresensoren oder Peripheriegeräte nicht funktioniert, erwähnen Sie diese Einschränkungen ausdrücklich in der App-Beschreibung. Ziel ist es, den Kunden alle nötigen Informationen zu geben, bevor sie Ihre App herunterladen.
  • Benutzer-Steuerelementen ohne Funktion, defekte Links oder Bereiche mit Platzhaltern. Das Ziel besteht hier darin, alles zu vermeiden, was den Kunden den Eindruck vermittelt, dass die App nicht fertig ist. Unsere Tester finden häufig Platzhalter für Funktionen, die ein Entwickler bei einem künftigen Update verfügbar machen möchte. Wir lehnen alle Apps mit derartigen Platzhaltern ab.
  • Unzureichende Informationen für den Test Ihrer App durch Microsoft. Wenn spezielle Anweisungen für einen gründlichen Test Ihre App erforderlich sind, etwa ein Benutzername und ein Kennwort, müssen Sie diese Informationen beim Einreichen der App mit einschließen.

Lokalisieren Sie die eingereichte App ordnungsgemäß

Ein weiterer Bereich, in dem es Schwierigkeiten gab, betrifft unsere Lokalisierungsrichtlinien:

6.5 Sie müssen Ihre App für alle Sprachen lokalisieren, die sie unterstützt.

6.8 Sie müssen lokalisierte Screenshots Ihrer App für jede Sprache bereitstellen, die von der App unterstützt wird.

Windows Store-Apps können mehr als eine Sprache unterstützen (siehe Package manifest schema reference). Diese Plattformfunktion kann dazu beitragen, dass Ihre App einen größeren Kundenkreis erreicht, bringt aber bestimmte Anforderungen mit sich:

  • Die Liste der Sprachen, die Ihre App unterstützt, muss mindestens eine Zertifizierungssprache enthalten.
  • Sie müssen für jede der unterstützten Sprachen auf dem Dashboard Ihrer App lokalisierte App-Beschreibungselemente (Text, Screenshotbilder und -titel usw.) bereitstellen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kunden alle Informationen in der Sprache ihrer Wahl zur Verfügung haben, die sie für eine informierte Entscheidung über die App benötigen.
  • Die App muss in jeder der unterstützten Sprachen nützlich sein und muss den Großteil der übergeordneten Elemente und der Inhaltsressourcen in diesen Sprachen anzeigen. Mehr über einige der Tools, die sie zur Lokalisierung Ihrer Apps verwenden können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Natürlich scheitern Apps an dieser Anforderung, die die Unterstützung einer Sprache deklarieren, aber keine Ressourcen für diese Sprache enthalten, oder wenn eine in den App-Beschreibungselementen verwendete Sprache nicht der deklarierten Sprache entspricht.

Zur Erinnerung: Wir unterscheiden zwischen den Sprachen, die Ihre App unterstützt, und den Märkten, auf denen Sie Ihre App vertreiben möchten. Sie definieren die Sprachen im App-Manifest und wählen die Verbreitungsmärkte auf dem Dashboard der App aus.

Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, wertvolle Zeit während des Zertifizierungsverfahrens zu sparen. Es ist uns weiterhin wichtig, sicherzustellen, dass der Windows Store eine wegweisende Erfahrung sowohl für die Entwickler beim Erstellen von Apps als auch für die Kunden bei ihrer Verwendung bietet. Wir bewundern die Arbeit, die Sie alle leisten. Die eingereichten Apps stellen unter Beweis, dass Sie sich genauso wie wir dafür engagieren, herausragende Apps anzubieten. Wir arbeiten intensiv daran, Ihnen Instrumente und Informationen zur Verfügung zu stellen, mit denen Sie Ihre Apps so schnell wie möglich zertifizieren lassen können.

– Gus Salloum

  • Loading...
Leave a Comment
  • Please add 3 and 1 and type the answer here:
  • Post