IE8 Heute hat die Europäische Kommission die Vorschläge von Microsoft bezüglich der Auswahl von Internetbrowsern und Interoperabilität von Microsoft-Produkten formal angenommen. Damit kommt ein über mehr als zehn Jahre andauerndes Kartellrechtsverfahren in Europa zum Abschluss. In Europa können sich Nutzer von Windows künftig über einen neuen Auswahlmechanismus für einen Internetbrowser entscheiden.

Darüber hinaus hat Microsoft sich zu einer sehr weitreichenden Veröffentlichung von technischen Informationen zu den wichtigsten Microsoft-Produkten (u.a. Windows Server, Office, Exchange und SharePoint) verpflichtet, um die Interoperabilität mit Produkten anderer Anbieter zu fördern.

Wer möchte, kann hier das Statement von Brad Smith, Senior Vice President und General Counsel der Microsoft Corporation, dazu nachlesen.

Zukünftig wird es so aussehen, dass User von Windows XP, Windows Vista und Windows 7, die den IE als Default Browser eingestellt haben, automatisch zu einem Auswahlbildschirm (“ballot screen”, "browser choice screen") geleitet werden. Dort werden nach Zufallsprinzip (refreshed bei jedem Zugriff auf die Seite) die fünf populärsten Browser (Safari, Firefox,Opera, Chrome und IE) und einige kleinere Varianten angezeigt. Wer den IE nicht behalten will, kann von dort den gewünschten Browser installieren, man wird dann zu den Downloadseiten des jeweiligen Herstellers weitergeleitet (s.u.). Außerdem wird dabei auch der IE bei Windows aus der Taskbar genommen, wo er standardmäßig bisher immer fest verankert war.

Hier ein Screenshot des Browser-Auswahlscreens (http://www.browserchoice.eu), diese Adresse ist demnächst dann auch öffentlich zugänglich:

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