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January, 2010

  • WindowsZone

    Windows 7 64-Bit,Triple Channel RAM Mode und Intel Core i7 920 – ein Erfahrungsbericht

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    Windows 7 Mit dem Erscheinen von Windows 7 war es für mich auch wieder an der Zeit, mir  einen neuen Rechner zusammenzustellen. Kein Hardcore-Gamer PC, aber ein gescheiter Rechner, der vor allem die 64-Bit Möglichkeiten von Windows 7 ausnutzt,  sollte es schon sein. Von Freunden werde ich ständig dazu gefragt, also warum nicht gleich hier darüber berichten – vielleicht hilft’s dem einen oder anderen ja. Kommentare, Tipps und Meinungen sind sehr willkommen!

    Folgende Komponenten habe ich mir dazu neu gekauft:

    Prozessor: Intel Core i7 920 4x2.67GHz BOX
    Motherboard: ASUS P6T SE X58 ; ASUS Rampage II Extreme X58
    Netzteil: 750W Coba Nitrox
    RAM: 6144MB Corsair PC3-10666 CL9 KIT XMS (1333 MHZ)
    Grafikkarte: Radeon HD 5770 Vapor-X 1GB DDR5 PCI Express (unterstützt DirectX 11)

    Bei der Zusammenstellung der Hardware habe ich mich an einigen Foren orientiert, Testberichte gelesen und das Ganze dann komplett bei meinem (ehemaligen) Lieblingshändler online bestellt und in der örtlichen Filiale abgeholt.

    Einbau

    Die erste Enttäuschung: Das fabrikneue ASUS P6T SE hat direkt nach dem Auspacken verbogene Sockelpole (engl. “Socket Pins”), dort wo der Prozessor eingesetzt wird (trotz Schutzkappe):

    Schutzabdeckung für Sockelpole Verbogene Sockelpole

    Ärgerlich, aber kein Problem – bring ich’s halt zurück” dachte ich, bin direkt zum Händler gefahren und wollte das Motherboard umtauschen. Pustekuchen! Der freundliche Verkäufer von K&M Elektronik teilte mir mit, dass in diesem Fall ein Umtausch ausgeschlossen sei: “mechanische Beschädigung”. Wie bitte? Es folgte eine Belehrung über die AGB: “Ein durch den Nutzer verursachter mechanischer Defekt an einem Artikel kann unter Umständen zum Gewährleistungsverlust führen - in einem solchen Falle besteht jedoch die Möglichkeit, anhand des Hergangs der Beschädigung beim Hersteller auf eine Kulanzbearbeitung anzufragen.” Alle Beteuerungen, dass die Pins trotz aller Vorsicht beim Auspacken schon bereits beschädigt waren, ein freundlicher Hinweis, dass ich seit 15 Jahren meine Rechner selber zusammenbastel und bisher immer top zufrieden mit allen Einkäufen bei der Firma war, vergebens.

    Letztendlich hat man mir zu verstehen gegeben, dass ich der Verursacher sei, “es sei ja ausgeschlossen, dass so etwas bei nagelneuer Ware vorkomme.” Was bliebe sei der Versuch, per Auftrag zur Kulanzweiterleitung das Motherboard bei ASUS direkt zu reklamieren. Eine wenig befriedigende Lösung, gibt man damit durch seine Unterschrift doch sein Eigentum am Motherboard auf. Im Übrigen weist ASUS selbst auf Seite 7 im beiliegenden “Quick Start Guide” auch ausdrücklich darauf hin: “Die Garantie des Produkts deckt nicht die Schäden an Sockelpolen”.

    Aus Sicht der Firmen vielleicht sogar noch nachvollziehbar (die Pins sind zweifelsfrei empfindlich), für Endkunden aber der pure Frust – ich rate jedem, der sich ein Motherboard im Handel kauft, dringend dazu das Ding vor Ort auszupacken und zu checken – vor allem die Sockelpole! Ansonsten habt ihr den Ärger (mein Umtauschversuch bei ASUS läuft übrigens). Ich bin mir nicht sicher, wie das beim Kauf über reine Onlinehändler gelaufen wäre – meiner Meinung nach würde dann das Widerrufsrecht aus dem Fernabsatzgesetz greifen und man könnte in jedem Fall das Board umtauschen? Wer weiß.

    Damit ich trotzdem am selben Abend meine anderen Komponenten noch verbauen konnte (Geduld ist nicht meine Stärke) bin ich danach sofort zu Conrad gefahren. Dort hab ich mir das gleiche Motherboard (wenigstens 20€ billiger) noch einmal gekauft…

    Diesmal lief alles gut, das Board war einwandfrei. Prozessor inklusive Lüfter, Netzteil, RAM Bausteine und Grafikkarte in mein altes Gehäuse eingebaut, dazu noch das alte DVD-Laufwerk - los ging’s.

    Inbetriebnahme

    Die Idee: Da Windows 32-Bit Betriebssysteme bei 4 Gigabyte RAM oder mehr durch die Begrenzung der Speicheradressen nur rund 3 Gigabyte davon tatsächlich nutzen, wollte ich wie erwähnt auf ein 64-Bit Betriebssystem wechseln. Wenn man dazu ein spezielles Kit aus drei RAM-Bausteinen kauft, kann man - die passende Hardware natürlich vorausgesetzt - diese dann parallel im schnellen “Triple Channel” Modus laufen lassen.

    Das Problem: Das ASUS P6T SE wollte auf Teufel komm raus meine drei Corsair RAM-Bausteine nicht richtig erkennen. Auf dem Motherboard sind drei Kanäle (“Channels A/B/C”) mit je zwei Slots (DIMM_A1/B1/C1 und DIMM_A2/B2/C2) verbaut. Laut Spezifikation von Intel müssen RAM-Bausteine zwingend jeweils in den ersten DIMM_Slot (in diesem Fall die orangenen) eingesteckt werden. Steckt man die RAM’s ausschließlich in die schwarzen Slots, so fährt die Kiste nicht einmal hoch:

    RAM Channels ASUS P6T SE

    Das Paradoxe: In meinem Fall wurden zwar problemlos die ersten beiden Channels vom BIOS erkannt, der RAM-Baustein auf dem letzten C Channel – egal ob in DIMM_C1 oder DIMM_C2 gesteckt - jedoch nicht. Das hat zur Folge, dass bereits beim Hochfahren im BIOS-Bildschirm nur 4 Gigabyte (anstatt 6) erkannt und angezeigt werden. Das Betriebssystem – in diesem Fall Windows 7 Ultimate 64-Bit – zeigt dann bei den Eigenschaften vom Computer ebenfalls nur 4 Gigabyte an:

    Windows Leistungsindex

    Mit dem kostenlosen Diagnoseprogramm CPU-Z kann man sich detaillierte Informationen der eigenen Hardware abrufen. Das Programm – welches ich stark empfehlen kann – zeigt aber merkwürdigerweise trotzdem 6 Gigabyte RAM und die Verwendung von drei Channels (“Triple”) an: Diagnoseprogramm CPU-Z

    Das zeigt zwar, dass Channel C an sich scheinbar nicht defekt ist, bringt in Sachen Triple Channel Ram Mode aber logischerweise nichts, so lange das BIOS und damit auch Windows den Speicher nicht richtig erkennen. Sobald ich jedoch denselben RAM-Baustein in einen der zwei schwarzen Slots der anderen Channels (A2 oder B2) umgestecke wird dieser einwandfrei erkannt. Der Nachteil: Das BIOS erkennt dann zwar 6 Gigabyte RAM, betreibt diese dann aber nur im langsameren Dual Channel Modus. Besonders ärgerlich: Die von mir gekauften RAM-Bausteine (CM3X2G1333C9) tauchen im ASUS Handbuch ausdrücklich in der Qualified Vendors List (QVL) auf und sollten eigentlich voll unterstützt werden.

    Was folgte war ein kompletter Abend mit Suchen im Internet, wie sich dieser Fehler beheben lässt. Bios-Update, umstecken der Bausteine in verschiedenen Kombinationen, Rumspielen im BIOS an Werten wie FSB:DRAM Ratio, QPI und VDIMM Spannung, die Voltzahl von 1.5 bis 1.6x hochsetzen und was nicht alles – es hat nichts gebracht. Was bleibt ist die Erkenntnis, das dieses Problem auch bei anderen Motherboard-Herstellern auftritt und wohl schon so manchem User Kopfzerbrechen bereitet hat.

    Am nächsten Tag bin ich morgens gleich zurück zu Conrad, dort hat man mir sofort das Board umgetauscht und bar mein Geld ausgezahlt. Aus Dankbarkeit für so viel Kulanz habe ich dort umgehend das ASUS Rampage II Extreme Board mitgenommen, für schlappe 289€ zugegebenermaßen nicht gerade ein Schnäppchen unter den Mainboards. Aber die umfangreiche Ausstattung und der Kommentar eines Users in einem anderen Forum (der damit bei sich den Fehler beheben konnte) haben mich letztendlich zu dem Schritt ermutigt.

    Dasselbe Spiel von vorn, wieder alles zusammenbauen und siehe da – die RAM-Bausteine wurden sofort korrekt vom BIOS als 6 Gigabyte im Triple Channel Modus erkannt. Ein kleiner Schönheitsfehler: Der Speichertyp wurde zunächst im BIOS-Bildschirm falsch angezeigt (DDR3-1066), nach einem Update mit dem neuesten BIOS jedoch richtig erkannt (DDR3-1333). Ebenfalls sehr angenehm: Für mich als versierten Laien das kinderleichte Übertakten. Mit einer einzigen Option im BIOS nimmt mir das Motherboard alle anderen Settings ab und betreibt meinen Intel Core i7 920 anstatt mit 2,67 GHZ nun immerhin als Core i7 940 mit 2,93GHZ (diese Prozessorversion wurde mittlerweile übrigens eingestellt). Richtige Overclocker werden darüber nur milde lächeln, das Board heißt schließlich nicht umsonst “Extreme” und bietet sicherlich deutlich mehr - aber bisschen mehr Leistung fürs gleiche Geld reicht mir persönlich aus :) Ohne hier Werbung für das Motherboard machen zu wollen muss ich auch einräumen, dass sich eine meiner Weisheiten aus der Vergangenheit wieder bestätigt hat: Spare nie am Motherboard. Sicherlich, das Ding ist teuer – aber die Ausstattung und zahlreichen Möglichkeiten lassen wenigstens genügend Spielraum um irgendwann auch noch höhere Leistung abzurufen.

    Fazit

    Nach dem ganzen Hin- und Her bin ich um einige Erfahrungen reicher :) Die wichtigste: Windows 7 im 64-Bit Modus macht RICHTIG Spaß. Knapp 1000€ in vernünftige Hardware zu investieren kostet zwar Überwindung, nach 5 Jahren mit meinem alten Rechner habe ich diese Entscheidung aber nicht bereut. Alles geht flott, der PC fährt ruckzuck hoch und runter, DirectX 11-fähig bin ich auch – herrlich.

    Sicher, was die Hardware angeht kann man über einige Sachen diskutieren. Ob der Unterschied zwischen Dual- und Triple Channel RAM Modus so gewaltig ist sei mal dahingestellt, ebenso die Frage, ob man erst 289€ ausgeben muss, um RAM Bausteine im Triple Channel Modus betreiben zu können (sicherlich nicht). Die Tücken beim Hardwarekauf – gerade bei Motherboards – habe ich oben hinlänglich erwähnt, dennoch würde ich jederzeit wieder basteln (während mein Umfeld fast ausschließlich Komplettrechner bevorzugt).

    Vielleicht haben andere User ähnliche Erfahrungen gemacht? Mich persönlich würde schon interessieren welche RAM+Motherboardkombinationen sonst noch so funktionieren. Und wenn der eine oder andere Benutzer vor ähnlichen schlechten Erfahrungen hierdurch bewahrt werden kann – hervorragend! Kommentare und Anregungen sind mir jedenfalls sehr willkommen.

  • WindowsZone

    Wichtiges Update für Internet Explorer!

    • 2 Comments

    IE SicherheitspatchIn den vergangenen Tagen wurde ausführlich über eine Sicherheitsanfälligkeit im Internet Explorer berichtet, bekannt wurde das Problem ja vor allem durch die Hackerangriffe auf Google in China. Heute kam von Microsoft das angekündigte Sicherheitsupdate heraus, welches die Lücke im Internet Explorer schließt und Systeme wirkungsvoll gegen Remote-Attacken dieser Art schützt.

    Obwohl nach bisherigen Erkenntnissen nur größere Firmennetzwerke Opfer der Angriffe wurden, empfiehlt es sich auch für Privatanwender so schnell wie möglich das neue Update herunterzuladen.

     

    Aus gegebenem Anlass sei es auch noch einmal an dieser Stelle erwähnt: Um den bestmöglichen Schutz gegen schädliche Software zu besitzen sollte jeder Windows-Nutzer automatische Updates über Windows Update aktiviert haben, und dazu die Firewall in Windows 7/Vista eingeschaltet lassen. Zusammen mit dem kostenlosen Microsoft Security Essentials Virenschutz verringert sich dadurch das Risiko, zukünftig Opfer von solchen Angriffen zu werden.

  • WindowsZone

    Steve Ballmer signiert ein MacBook

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    Lustige Anekdote über Steve Ballmer in dieser Woche: Auf einer Veranstaltung wurde er von einem Besucher gefragt, ob er dessen MacBook von Apple signieren könnte. Seine Reaktion? Ziemlich souverän:

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