Daimler gibt Umstieg auf Microsoft Technologien bekannt Positive Nachrichten für Microsoft: Auf der gerade stattfindenden Partnerkonferenz in Darmstadt hat der Automobilkonzern Daimler jetzt angekündigt, 180.000 Arbeitsplätze von Lotus Notes auf die neueste Version von Office, Exchange und Sharepoint umzustellen. Grundlage dafür soll eine “Private Cloud” sein, die von einem Service Provider aufgebaut wird.

Damit folgt ein weiterer Weltkonzern dem Trend zur Datenwolke “Cloud”, um die Zusammenarbeit seiner Mitarbeiter über das Internet zu zentralisieren. Das Abhalten von Webkonferenzen oder gemeinsame Arbeiten an Dokumenten soll so vereinfacht und vereinheitlicht werden, um von überall auf der Welt nur mit einem Internetanschluss ausgestattet auf die eigenen Dokumente und Tools zugreifen zu können. Zitat von Microsoft Deutschland Chef Ralph Haupter: “Die Entscheidung von Daimler zeigt, dass das Thema Cloud in den Unternehmen angenommen wird”.

Daimler-Sprecherin Helen Däuwel erklärte dazu: “Wir gehen von signifikanten Effizienzgewinnen aus. Komplexität und Kosten des IT- Betriebs können durch die Nutzung von Standardprodukten in einer durchgängigen und einheitlichen Umgebung signifikant gesenkt werden.”

Microsoft stellt in Darmstadt seine zukünftige Strategie vor, die sich vor allem um das Thema “Cloud” dreht. Dabei geht es auch um das Zusammenspiel von Windows 7, Windows Live Wave 4 und dem demnächst erscheinenden Windows Phone 7.

Im Interview mit dpa sagte Ralph Haupter dazu weiter: “Wir spüren sehr deutlich, dass da ein Quantensprung bevorsteht”. Für die Umsetzung von Cloud Computing in Deutschland will Microsoft demnach in den nächsten drei Jahren rund 100 Millionen Euro investieren und das Technologiezentrum des Unternehmens in München zu einem Cloud-Kompetenzzentrum ausbauen. “Cloud Computing ist keine Vision mehr, Cloud Computing findet statt.”

Die gegenwärtige Wirtschaftslage begünstige die Entscheidung für eine Modernisierung in der Informationstechnik, sagte Haupter. “Die Krise war ein V, wir sind jetzt am rechten oberen Ende des V angekommen.” Damit gebe es bei den Unternehmen wieder Luft für Investitionen. Neben der Umsetzung von Lösungen im Cloud Computing bestehe auch ein großer Bedarf an der Erneuerung von Hardware. “Statistisch gesehen hatten wir noch nie so viele alte PCs wie jetzt”, so Haupter.