Am 22. Feb. 2007 fand im Rahmen der APA-EBC Community eine Veranstaltung zum Thema virtuelle Welten und sozial Gemeinschaften statt. Second Life statt bei der Podiumsdiskussion prominent und stellvertretend für soziale Netzwerke im Mittelpunkt. Es diskutierten: Dieter Merkl (Technische Universität Wien), Rainer Friedl (diamond:dogs), Harald Haghofer (SER Solutions Österreich), Martina Klenkhart (Hewlett Packard), Harald Leitenmüller (Microsoft) und Alexander Szlezak (Gentics).

Ao.Univ.Prof. Dr. Dieter Merkl vom Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme an der Technischen Universität Wien nutzte Second Life gleich live, um in die Thematik virtuelle Welten einzuführen. Das stellt man sich am besten wie ein 3D Computer Spiel vor, indem man sich vor einer künstlichen Leinwand triff. Doch es gibt noch mehr. Die Kollegen von Prof. Merkl kamen zur gleichen Zeit in Gestalt von Avataren hinzu und konnten mit uns Chaten oder durch div. Gesten ihre Meinung ausdrücken.  Second Life ist ein prominentes Beispiel für eine 3D Welt, die versucht, die Realität möglichst genau abzubilden. In der Form von Avataren tummeln sich dort mittlerweilen mehr als 4 Millionen Virtuelle, um diese virtuelle Welt zu gestalten, Geld zu verdienen, zu verlieren oder sozialen Netzwerken beizutreten. Täglich werden über Second Life immerhin fast 2 Millionen USD umgesetzt. Ein guter Grund über die Integration von Second Life und ihrer e-Business Plattform nachzudenken und den aktuellen Hype zu nutzen, wenn das Zielpublikum für sie von Interesse ist.

Bereits in der Podiumsdikussion mußte ich aber kritisch anmerken, daß nicht alles eitel und Wonne ist. Ich finde es bedenklich, daß die Teilnehmer meistens nicht ausreichend informiert oder gänzlich ungeschult sind. Daß sie z.B. durch ihre Aktivitäten in diesem System, kontrolliert durch Linden, Informationen über sich preisgeben ohner es zu wissen. Es erinnert an die emsige Datensammlung von Google nur wesentlich mächtiger, da jede Bewegung, jeder Chat einfach alles festgehalten werden kann. Was natürlich nicht passiert und nie passieren, nie verwendet und nie verwendet werden wird....

Wen diese Welt reizt, sollte sich bevor er investiert gut informieren, einmal ausprobieren und dann genau überlegen, was und wie er es dort erreichen will. Er wird dort viel Zeit verbringen. Denn eins ist sicher, der virale Effekt von Second Life macht auch süchtig und auch sie wollen dann immer mehr und mehr. Und genau das wiederum ist gut für die Betreiber, eben die Lindens, den so und nur so vermehrt sich Geld.

In Second Life finden sie jetzt auch zwei Gruppen für Microsoft Österreich Freunde:

Microsoft Austria
Für alle Personen, die mit Microsoft Österreich über Second Life in Kontakt bleiben wollen.

Microsoft Developer Network Austria
Zu dieser Gruppe sollten alle Software Entwickler und Interessenten der Microsoft Plattform Technologien beitreten. Für MSDN Subscriber ein Muß.

Sie sind herzlich eingeladen sich dieser Microsoft Community anzuschließen.

Übrigens Second Life ist nicht die einzige virtuelle Welt und nicht das einzige soziale Netzwerk. Die gibt es schon lange - auch in der realen Welt.

cu, Harry