Roaming-Regulierung verhindert Investitionen
Die österreichische Wirtschaftskammer WKO sieht Investitionen der Mobilfunkanbieter mit Eingreifen der EU in die Regulierung der Roaming Gebühren gefährdet. Günther Ottendorfer vom Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen der WKO und CTO T-Mobile Deutschland begründet mit der aufkommenden Regulierung mögliche wirtschaftliche Nachteile der Staaten.
Kommentar:
Die Mobile Carrier wehren sich verständlicherweise mit Händen und Füßen gegen eine europäische Regulierung der Roaming Gebühren. Schließlich stellen diese Einnahmen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag der Umsatze dar. Als Mittel wird, wie immer wenn Industrien Umsatzeinbußen befürchten müssen, die Lobby bemüht um Regierungen einzuschüchtern bzw. auf ihre Sache einzuschwören. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Natürlich werden Investitionen gefährdet sein, sofern die Mobilfunkanbieter keine neuen zukunftsorientierten Geschäftsmodelle entwickeln, welche die Einbußen aus fehlenden Roaming-Gebühren zumindest wettmachen. Eine Politik des Bestandswahrung kann aber nicht die mittelfristige Strategie der Carrier sein. Daher sollte die Regulierung und Ihre folgende Notwendigkeit zur Innovation als Chance betrachtet werden, um künftig in neuen Geschäftsfeldern wachsen zu können.
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