EU Kommission will Obergrenze für Roaming
Die EU Kommission will bis spätestens Ende diesen Jahres Höchstgrenzen für international anfallende Roaming-Gebühren festlegen. Zu diesem Schritt sehe sich die EU gezwungen, weil die Mobilfunkbetreiber aus freien Stücken ihre überhöhten Roaming-Gebühren nicht gesenkt hätten. "Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie die EU-Politik insgesamt funktionieren sollte", meinte EU Kommissarin für Information und Medine Viviane Reding.
Kommentar:
"Wie die EU-Politik insgesamt funktionieren sollte"!? Natürlich will die EU den Bürgern nahe stehen. Die Wahrnehmung bei der EU Bevölkerung ist zuweil leider gegenteilig. Daher erinnert die Diskussion über Regulierung der Roaming-Gebühren oft mehr an Wahlkampf. Es ist natürlich zu begrüßen, dass die Rechte der Verbraucher gestärkt werden und ein faires Maß der Entgelte gewährleistet wird. Ob dies nun aber wirklich mit festgeschriebenen Höchstsätzen erreicht werden kann ist zu bezweifeln. Regulierung ja, aber in welchen Grenzen und mit welchen Methoden? Regulierung und Marktwirtschaft können sich oft zum Nachteil der Volkswirtschaften widersprechen. Es gilt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen die EU den Telekommunikationsanbietern aufzwingen will. Europa-nah könnte sich die EU erweisen, indem sie die Aufgabe einem unabhängigen Gremium übertragen würde, welches sich wertneutral und gefeit von Interessensvertretungen einer zukunftsorientierten Lösung verschreibt.
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