"Relevantes" aus Telekommunikation
Windows Live für Windows Mobile kostenlos
08 April 08 03:36 PM | ceberl | 0 Comments   

Seit gestern gibt es Windows Live als Client für Windows Mobile zum kostenlosen Download über das Handy. Somit können auch T-Mobile Kunden in den Genuss von Hotmail-Push kommen. Der Windows Live Messenger ist jedoch nicht enthalten. Grund hierfür werden vertragliche Beziehung einiger Telcos und Gerätehersteller mit Microsoft sein, welche Windows Live Services lizenzieren. Ebenso will man wohl auch die Telcos als Partner nicht vergraulen, indem man über die Hintertür eine potentielle kostenlose SMS-Alternative außerhalb der Kontrolle der Netzbetreiber schafft.

Vergleich des neuen Windows Mobile 6.1 zu Vorgängermodellen
08 April 08 02:59 PM | ceberl | 0 Comments   

Eine schöne Gegenüberstellung der Neuheiten von Windows Mobile 6.1 zu Windows Mobile 5.0 und WM 6 ist hier zu finden.

Windows Mobile 5.0

Windows Mobile 6

Windows Mobile 6.1

Vodafone übt die Konvergenz
03 March 08 10:33 PM | ceberl | 1 Comments   

Mit den neuen Browser-basierten Diensten WebTV, auf Vodafone Live! mit Namen InteractiveTV, und dem Video on Demand (VoD) Portal wagt sich Vodafone unter dem Label "Innovative TV" in neue Dimensionen vor. Beide Lösungen basieren auf der Microsoft Silverlight Technologie, welche neue Formen der Oberflächengestaltung von Webseiten und Rich Internet Applications (RIA) ermöglicht. Das VoD wird auf der Cebit vorgestellt und geht in einigen Wochen live.

Die Telco-Branche sucht dringend nach neuen Services und Geschäftsmodellen und findet diese potentiell im Software-Geschäft. Mehr und mehr setzt sich in der Telekommunikation durch, dass es nicht darum geht, alles was im Internet möglich ist auch auf das mobile Endgerät zu bringen oder gar zu migrieren. Nein, die gekonnte Vernetzung der Geräte über die eigenen Dienste ist die Zukunft. Mini-Browser auf dem Handy sind eben nicht dafür geeignet im Zeitalter immer größer werdender Monitore und Fernseher auch noch komplizierte Arbeiten durchzuführen.

Auf der Cebit veröffentlicht Vodafone nun das eigene VoD Portal, welches eine umfangreiche Auswahl von Filmen anbietet und dem User die Form der Nutzung frei stellt: ob per Online-Stream, Progressive Download oder sogar Brennen einer eigenen DVD, jeweils nach unterschiedlichen Preisstufen.

Just another VoD Portal wie Videoload und Konsorten also? Weit gefehlt! Der Clou ist, dass der User am PC Videos und sonstige (Werbe-finanzierten Content) gestreamt betrachten kann, dieses jedoch auch bei Medienwechsel auf das Handy – z.B. auf dem Weg zum Bus – nahtlos weiter verfolgen kann an exakt der gleichen Stelle an der er den Browser des PCs verlassen hat. Man nennt die Transformation von Inhalten auf diverse Medien oder Geräte auch Place Shifting. Dies ist ein Paradebeispiel für Konvergenz aus Web und Mobilfunkgerät über Services und Geräte!

Natürlich muss ein Mobilfunkanbieter dieses neue Geschäft und Kundenbedürfnisse wie –Verhalten erst einmal verstehen. Der Ansatz auch weitere Web 2.0 Elemente wie Bewertungen oder ansprechende User-Designs anzuwenden und die Kontrolle der Inhalte-Nutzung den Anwendern zu überlassen, zeigt eindeutig, dass man gewillt ist von den Kunden zu lernen.

Handy Flatrates in den USA
20 February 08 03:23 PM | ceberl | 1 Comments   

Die Mobile Carrier AT&T, Verizon und T-Mobile USA kündigen fast zeitgleich eine Flatrate für Mobiltelefone an. Im Schnitt ist die Flatrate für Telefonate und SMS für ca. 100$ zu haben. Eine Datenflatrate ist per Aufpreis möglich.

Ähnlich O2 und E-Plus (incl. Billiganbieter) in Deutschland läutet dies einen neuen Preiskampf im US Markt ein und wird neue Business Modelle erzwingen, da die Umsätze pro Kunde aufgrund des Festpreises erst mal nicht höher, sondern eher niedriger werden. Dies wird sich verstärkt dann niederschlagen, wenn die User mehr Bandbreiten nutzen und die Fixkosten der Telcos stärker belasten.

Zum Ausgleich sinkender ARPUs (Average Revenue Per User) wird hier der Druck auf neue monetarisierbare Services für die Kunden stark zunehmen. Letzteres dürfte den Amerikanern leichter fallen, sind sie doch gerne im Vergleich zu den Europäern diesbezüglich innovativer neue Services oder Service Provider Modelle zu entwickeln und vermarkten.

Ein Blick in die Zukunft – der Industrietrend S+S
13 February 08 05:56 PM | ceberl | 1 Comments   

Die Zeit für Übernahmen scheint günstig! Die Aktien der Konzerne wurden von der US Immobilienkriese stark geschwächt, eine weitere Runde der Konsolidierung in der IT Branche ist in vollem Gange und neue Zukunfts-sichernde Geschäftsmodelle wie z.B. Online Advertising müssen nachhaltig vorbereitet werden.

So ist das Interesse Microsofts an Yahoo ein strategisches denn kurzfristig monetäres. Und es ist weniger die Wust an Services, die Yahoo besitzt, oder der immense Kundenstamm, welche für Microsoft interessant sind, als vielmehr die Wegbereitung des eigenen Mind-Changes. D.h. Microsoft braucht eine extern motivierte Sensibilisierung und kompetentes Know-how darüber, was die Internet-Welt von heute und morgen bewegt. Man muss verstehen, dass Microsoft eine Produkt und Plattform Company ist, welche seit je her vom Lizenzgeschäft lebt und dies sicherlich auch über Jahre hinweg weiter erfolgreich tun wird. Doch wie schafft man es den eigenen Mitarbeitern, aber auch Partnern und Kunden von Microsoft neue Horizonte und Alternativ-Modelle aufzuzeigen, wenn der Schmerz aufgrund eines stetigen Erfolgs nicht groß genug ist? Dir Firma läuft von einem Rekord-Quartal zum anderen. Dennoch ist man sich im Management mehr als bewusst, dass auch die zukünftige Geschäfts-Strategie und zusätzliche Wachstums-Potentiale vorbereitet sein wollen.

Ein frischer Wind tut hier sicher Not. Microsoft hat sich das Thema Software + Servcies (S+S) auf die Fahnen geschrieben. Unter Software wird hierbei beispielsweise eine lokal auf dem PC installierte Applikation (z.B. Office) oder Gerät (Windows Mobile) verstanden, während ein Internet-(Web-)Service (z.B. Virtual Earth) damit verknüpft werden könnte. Ein Beispiel: bei Erstellen eines Outlook Termins kann bei Angabe des Ortes eine Virtual Earth Karte als Bild in den Termin allein durch die Angabe der Adresse (Straße, Ort, Meetingraum) automatisch erfolgen und an die Kollegen gesendet werden.

Microsoft ist in diesem Zusammenhang Weltmeister im Bezug auf den ersten Teil nämlich der "Software". Der zweite Teil "Service", welcher damit geeignet (über APIs, neue Geschäftsmodelle, etc.) verbunden werden will, ist hingegen nicht die Domäne der Firma. Wie also Software und Services verbinden, wenn man Services selbst nur durchschnittlich, weil nicht originäres Business, versteht? Die Komplexität erhöht sich noch dadurch, dass Software und Services zu versehen einerseits schon eine Mamutaufgabe ist; andererseits das "+", also die gekonnte und für die Kunden Mehrwert-behaftete Verknüpfung eine enorme Komplexität und Kreativität bedingen.

Ein Internet Service Provider alleine wie Yahoo oder Google ohne im Besitz lokal installierter Standard-Software bzw. Geräte (z.B. iPod) zu sein, reicht daher eben auch nicht aus, weil die andere Hälfte bzw. die zielgerichtete Verknüpfung fehlt. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich die (Internet) Firmen verstärkt um Desktop-Applikationen, –Tools oder Endgeräte bemühen, zwecks der Offline-Funktionalität und allen Vorteilen von dezentraler Software! Google Gears, Adobe AIR, Salesforce.com (ja, auch Salesforce hat einen "heimlichen" Offline Client für die Kundschaft anbieten müssen!!!); sie alle sind Teil eines Industrietrends der da lautet: verbinde das Beste aus beiden Welten aus Offline und Online, d.h. Software + Services, um neue Revenue-Streams zu entwickeln.

Selbst Steve Jobs verwendet den Begriff Software plus Services. Mit gutem Grund! Hat man doch als Betriebssystem Anbieter wie Apple oder Microsoft eine optimale Pole-Position, um Offline mit Online zu verknüpfen. Die Vermengung ist jedenfalls einfacher, wenn sie von der Software Komponente getrieben wird, denn von der Online Seite. Dazu ein Beispiel: wer eine Applikation wie den Acrobat Reader als Software Komponente installiert hat, kennt das Tool und die Plattform und ist gerne gewillt Zusatzfunktionen aus dem Web (z.B. ein neues Formatierungs-Element) per Klick in die Menü-Leiste des Readers aufzunehmen. Firmen jedoch, wie z.B. Google, welches mit Google Apps reine Web-Anwendungen alleine für die immerwährende Online-Verbindung anbietet, müsste in die aufwändigere Desktop-Applikation gehen und damit das eigene Geschäftsmodell "im Browser" verleugnen! Für reine Internet Anbieter somit ein Konflikt, für Plattform Anbieter, aber auch Geräte Hersteller wie Microsoft, Apple oder Nokia eine schöne Erweiterbarkeit der Applikationen mit Internet-Diensten!

Allein aus dieser Tatsache Software + Services begründet sich schon das Übernahme Angebot von Microsoft an Yahoo. Sollte der Deal nicht klappen, wäre eine Kooperation oder gar Angebot von Apple an Yahoo sicherlich eine Option. Im Umkehrschluss wäre Microsoft dann auf Partner-Suche zur Kompensierung. Eine tiefe Kooperation mit Nokia wäre hier ebenfalls denkbar. Ebenso ist auch eine Akquise von Adobe oder Yahoo für Apple eine Option.

In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass die Ablehnung zur Übernahme durch Microsoft und plötzliche Kooperationsbereitschaft Yahoos mit Google schon erstaunlich ist. Ist doch der weit bedrängendere Wettbewerber für Yahoo eine Google, denn eine an dritter Stelle stehende Microsoft!? Sei es dahin gestellt, es gibt eben auch im Business Animositäten!

Den Industrie-Trend Software + Services, oder wie man es künftig auch immer nennen möchte, wird keiner aufhalten können. Aber vor allem wird ihn kaum einer aufhalten wollen!

Existierende schon monetarisierbare Beispiele für aufkommende den neuen Industrietrend Software plus Service:

- XBox und XBox-Live

- iPod/iPhone und iTunes

- iPod und Nike+

- MS Office und Office Live Workspace

- und viele weitere - Achten Sie mal darauf!

Mobile Werbung = Telco Romantik
13 February 08 12:25 AM | ceberl | 1 Comments   

Google hat angekündigt sich mit der Werbung auf dem Handy auf unbestimmte Zeit … Zeit zu lassen. "Wir haben keine Eile. Wichtig ist, zunächst einmal eine gute Plattform auf den Markt zu bringen", sagte Google-Manager Rich Miner auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Gemeint ist damit Googles "offene" Handy-Plattform Android.

Zwei Dinge können vermutet werden:

Android ist, wenn überhaupt, bisher nur im Alpha-Stadium. Dies zeigen auf der Messe auch die spärlichen Exemplare ausgestellter Platinen und wackeligen Erstversuche diverser Android-Partner. Ob Symbian, Blackberry oder Windows Mobile – sie alle brauchten Jahre und Versionen vom Konzept zur akzeptablen funktionsfähigen und stabilen Plattform. Selbst das iPhone mit unzähligen Bugs/Hacks oder das vor Tagen releaste LiMo OS sind erst einmal nur Neuankömmlinge, welche sich noch in der harten Realität, fern reinen Marketings oder Open Source Romantik, beweisen müssen. Damit wir uns richtig verstehen, ich begrüße die Dynamik und den Wettbewerb sehr. Doch alles braucht auch seine Zeit zur Reife!

Zweitens – mit mobiler Werbung hat man wohl selbst bei Google seine Zweifel und möchte sich wohl nicht in ein Image-gefährdendes Abenteuer stürzen. Die Zeit ist nicht reif! Gerade in Zeiten sich einer abzeichnenden Rezession in den USA und möglichen Gewinneinbrüchen im Advertising Markt; denn die ersten Einsparungen, welche Firmen in Krisenzeiten unternehmen sind Werbe-Budget-Kürzungen. Dies könnte die Werbebranche empfindlich treffen und nach Jahren des Booms bald auf den Boden der Tatsachen zurückholen! Ein Abenteuer in die mobile Werbung könnte da schnell zum Desaster auf Zeit führen und Android komplett abwürgen.

Google aber braucht die mobile Plattform Android als künftige Werbe-Engine für weiteres Wachstum! Ähnlich wie Apple den Move vom iPod zum iPhone brauchte - zumal in den nächsten Jahren jedes Handy einen vergleichbaren MP3 Player und Video-Player integriert haben wird und ein iPod oder andere MP3-Player ohne Mobilfunk in einigen Jahren Ladenhüter sein werden.

Doch ist ein Handy das richtige Format, um Werbe-finanzierte Dienste überhaupt anzubieten? Wenngleich eine ganze Industrie von Microsoft, Google, Yahoo bis Mobilfunker davon träumt, wird mobile Werbung die nächsten fünft Jahre kein Land sehen! Werbe-SMS: nein Danke! Website-Banner auf dem Handy-Browser: kein Platz und störend! Websuchen: ein Modell, aber nur ein Bruchteil der PC Suchen! Location-based Service/Search: nicht ausgereift – technologisch wie ergonomisch!

Warum sollte sich das Online Marketing nicht aber doch auf mobile Geräte übertragen lassen? Ich stelle die These auf, dass Benutzer ihrem Mobilfunkgerät nicht "vertrauen", weil sie es nicht kontrollieren! Zumindest nicht wie ihren PC. Der PC bietet dem User die Möglichkeit Übersicht zu schaffen, komplexe Aufgaben visuell auf dem Bildschirm vereinfacht und gesammelt dargestellt zu bekommen und (über Jahre hinweg selbst erlernt) mit der Chance diese eigenständig zu lösen. Hinzu kommen schnelle und umfangreiche Eingabe-Optionen (Tastatur, Maus, etc.). Die Miniaturisierung des PCs in mobiler Form als Handy und der eingeschränkten Interaktion und Darstellung raubt dem Kunden das Gefühl der Kontrolle. Wer könnte von sich behaupten, dass bei Eintritt eines fatalen Fehlers auf dem Handy er/sie dieses selbst lösen könnte, wenn die Herausnahme der Batterie nicht die erwünschte Lösung bringt? Am PC sind online Hilfen schnell verfügbar oder (Sicherheits-)Programme relativ unkompliziert und (meist) transparent zu installieren und zu konfigurieren.

Was hat dies nun mit mobiler Werbung zu tun? Die Werbung auf mobilen Endgeräten braucht das richtige Format. Was das richtige Format aber sein soll wäre in unzähligen mobilen Applikationen für die Masse zu entwickeln und zu testen. Wie dies jedoch geschehen soll, wenn die Telefonie, SMS und ein-zwei Dienste schon über 98% der Handynutzung ausmachen, steht in den Sternen. Hier eine Frage: Wie viele Applikationen haben Sie auf Ihrem PC installiert und (aufwändig) konfiguriert? 20, 50 oder gar 100? Können Sie sich Ähnliches wirklich auf dem Handy vorstellen?

Außerdem hat sich ein Websurfer am PC mit Werbung arrangiert, weil er (zumindest geglaubt) immun und Werbe-resistent gegen blinkende Banner geworden ist und es ihn kaum mehr stört beworben zu werden. Und auch ein iPhone, welches aufgrund der vorgegebenen und einfach zu bedienenden Applikationen mehr Internetnutzung hervorruft, hat nicht genügend Display-Fläche, um den Kunden bei Betrachten von Webinhalten auf dem Handy nicht sauer zu fahren. Auf dem Handy-Display würde Werbung aber nicht mehr nur 5-10% des Bildschirms ausmachen, sondern um der Lesbarkeit der Werbebotschaft mind. 30% betragen. Für den Großteil der User völlig inakzeptabel!

Mancher mag nun vielleicht mit den Auswüchsen mit der neuen mobilen Welt der Japaner aufwarten. Doch gilt hierbei zu bedenken, dass die Japanische kulturell bedingte Verspieltheit eine wahre Insel der Telekommunikation darstellt. Nachhaltige Technologien und damit verbundene gewinnbringende Geschäftsmodelle müssen jedoch die ganze Welt adressieren.

Mobile Werbung kann ein Modell für die Zukunft werden – nur wird es nicht das Modell der Zukunft! Ich gebe Ihnen hiermit ein Versprechen: in den nächsten 3-5 Jahren werden Sie als Handy-Besitzer sicher noch weitgehend von Werbung verschont werden!

 

 

Telco Top Themen
12 February 08 10:52 PM | ceberl | 1 Comments   

Die Mobile World Congress Messe WCM in Barcelona ist der jährliche Konzentrationspunkt der mobilen Telekommunikation. Es ist auch eindeutig zu beobachten, dass verstärkt ursprünglich der Telekommunikation weniger nahe stehende Anbieter im Kontext der mobilen Telefonie Einzug halten.

Eine weitere Verschiebung, weg vom neuen coolen Handy, hin zu neuen Services wird sich in den nächsten Jahren verstärkt abzeichnen. Dass diese Dienste nicht unbedingt von den Telekommunikations-Unternehmen oder Handy-Herstellern kommen, sondern auch durch neue Markteilnehmern aus IT (Apple) und Internet (Google), zeigt die Dynamik die der einst annähernd geschlossene Markt heute aufzeigt.

Folgende Themen bestimmen derzeit unter anderem die Mobile Branche:

  • Dienste: Welche Dienste (Navigation/GPS, Search, Chat, Musik, Mobile TV, etc.) ermöglichen den Mobilfunkern ihre sinkenden Margen zu kompensieren? Welche neuen Marktteilnehmer werden mit welchen neuen Ideen potentiell in den Markt eintreten?
  • Mobile Marketing: Wie ist das erfolgreiche Modell der Internet-Werbung auf das Handy zu übertragen?
  • Bandbreiten und Tarife: Werden kundengerechte Tarife (z.B. Flatrates) im Bundle mit breit verfügbaren Bandbreiten (z.B. HSPA+ mit theoretischen 28,8MBit/s) neue tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln?
  • User Experience: Ist das iPhone das Format der Zukunft und der Vorreiter einer bedienfreundlichen und nachhaltigen Kundenstrategie, um neue Dienste für die breite Masse konsumierbar zu machen? Welche neuen Devices gelten als "IPhone-Killer"?
  • Mobile Soft-/Hardware: Geschieht der Shift hin zu Smartphones? Etablieren sich neue Betriebssystem Plattformen (Google Android, LiMo), Femtozellen (Heim-Hotspots)?
  • Emerging Markets: sind die Schwellenländer von heute die Zukunft der Telekommunikation von morgen?
Die EU als Bremser der Telekommunikation
14 January 08 11:01 PM | ceberl | 1 Comments   

Die Bitkom hat sich gegen Pläne der EU-Kommission gestellt, die Netze und Services im Telekommunikationsmark zu trennen. Laut BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer würde damit eine komplette Branche ausgebremst, da im Falle einer Ausgliederung der eigenen Netze Investitionsanreize fehlten. Stattdessen solle die EU die Telcos ermutigen in ihre Netze massiv zu investieren, um somit neue Innovationen zu schaffen. Scheer begründet dies mit einem funktionierenden Wettbewerb mit der darin verbundenen, stetigen verbraucherfreundlichen Verbilligung der Tarife in den letzten zehn Jahren.

Kommentar:

Die Separierung von Versorger und Netzen im Energiesektor gilt als eines der letzten Behelfsmittel die steigenden Energiekosten und die Dominanz der Stromkonzerne zu brechen. Im Telekommunikationsmarkt ergibt sich jedoch ein gegenteiliges Bild. Die Preise fallen aufgrund eines gesunden Wettbewerbs und fragwürdiger Regulierung durch die EU. Da sich die Preisspirale weiter nach unten bewegt sind weitere Eingriffe durch die Politik vorerst nicht notwendig. Die Telekommunikationsanbieter sollten stattdessen darin bestärkt werden, dass sie in innovative Dienste und Infrastrukturen investieren, um den Standort Europa in das 21. Jahrhundert zu führen.

Es scheint jedoch fast, als wäre der EU-Kommission ihr Erfolg bei der Regulierung der Roaming-Gebühren zu Kopf gestiegen. Die Wettbewerbshüter der EU sollten sich besser mit wichtigeren Verbraucher-schädigenden Praktiken diverser Branchen beschäftigen wie Energie, Landwirtschaft oder Kapitalmarkt. Gerne auch in bisher kaum beachteten Märkten und in weniger populistischen Verfahren. Aber doch bitte nicht wieder Microsoft!

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Weltweiter Rückgang des Klingeltonmarktes
04 January 08 10:39 PM | ceberl | 1 Comments   

Nach Zahlen der Marktforscher von M:Metrics befindet sich der, ehemals als lukrativer und als mobile Killerapplikation gepriesene, kostenpflichtige Klingelton-Download vor allem in Europa auf dem Rückzug.

Kommentar:

Die Gründe für den absehbaren weiteren anhaltenden Rückgang des Geschäftsmodells Klingelton sind vielfältig. Da ist zum einen der, bei den Kunden verstärkt verstandene, Sideloading-Effekt, welcher durch standardisierte Formate (MP3) auf Handys, sowie durch Software-Tools zum Eigenbau von Klingeltönen auf PC und Mobiltelefon gleichermaßen, begünstigt wird. Unter Sideloading wird der einfache Prozess des Überspielens von Daten von einem Datenträger bzw. PC per USB oder Bluetooth auf das Zielgerät verstanden, ohne dafür beispielsweise kostenpflichtige Technologien wie UMTS und Download-Portale zu nutzen. Im Zeitalter von iPod und Zune ist die eigen zusammengestellte Playlist auf das Zielgerät zu Genüge eingeübt. Der Kunde spart sich, neben Geld, somit manch kompliziertes Online-Einkaufsverfahren über das Handy und diverse DRM Beschränkungen und tut genau das, was er von MP3 Playern oder Überspielen von Daten auf externe Festplatten bereits kennt. Des Weiteren befördert die aufkommende DRM Freizügigkeit der Musiklabels die Möglichkeit Musik auf unterschiedlichen Geräten ohne Beschränkung abspielen zu können und legen gar noch bei CD-Käufen Klingeltöne bei.   

Welche Geschäftsmodelle, wenn nicht die mit Musik, sind dann überhaupt noch für die Telcos im Zuge zunehmender Service-Orientierung aussichtsreich und lukrativ? Der Niedergang der Musikindustrie und ihrer eingerosteten Strukturen ist unwiederbringlich. Musik wird noch mehr als heute „commodity“, sozusagen ein in einem Angebotsmarkt verbilligtes Gut. Ähnlich steht es um die Filmindustrie. Wenige online Videoportale erzielen überhaupt Gewinne. Dennoch kann ein großer und regional agierender Service-Anbieter bei Erreichen einer kritischen Kundenmasse und Heben von Synergien selbst iTunes, Apples Musik und Video Plattform, Paroli bieten. Ein fairer Preis, der Fokus auf Benutzerfreundlichkeit (in Anwendung, Design, Abrechnung, Performance) und die Nutzung neuer (Web-/Client-)Technologien sind hier in harmonischen Einklang zu bringen. Am Ende werden jedoch nur Service Provider mit einer definierten Größe und geschickter Einbeziehung erfahrener Zulieferer dieses Geschäftsmodell über die Ziellinie retten können. Noch ist die Euphorie in Musik, Video oder auch Gaming (33% weltweites Wachstum) am Markt groß, wenngleich auch schon mit Kratzern. Doch die Konsolidierungswelle im Service-Bereich wird voranschreiten.

Google macht die Welle
02 December 07 10:01 PM | ceberl | 1 Comments   

Eines muss man Google lassen. Sie erzeugen Buzz! Wöchentlich folgen Meldungen über ehrgeizige Google Projekte wie die Handy-Plattform Android, Open Social, der Einstieg in die ökologische Energiewirtschaft, eine Internet-Festplatte und nun auch das milliardenschwere Mitsteigern bei den US Mobilfunklizenzen.

Ist es nun Arroganz, Überheblichkeit oder fügen sich die Teile in Zukunft wirklich zusammen? Sofern Letzteres der Fall sein sollte wäre dies eine anzuerkennende Leistung. Bewegt sich Google doch hier in gestandenen und traditionell hart umkämpften Märkten, von welchen anzunehmen ist, dass Google in diesen Disziplinen wenig versteht.

Doch allein die schiere Größte und der bisherige Erfolg als Internet Provider machen die Welt glauben, Google kann alles erreichen. Gerade dieses Vertrauen in den Nimbus Google stärkt diese wiederum. So wäre unter normalen Umständen die Teilnahme Googles als Service Provider bei der Mobilfunk-Lizenzversteigerung nichts Besonderes. Doch die Furcht der Telcos, dass ihnen hier ein Mächtiger Konkurrent auf den Plan treten könnte, welcher die eigene Existenz gefährden oder ihnen zumindest den Willen aufzwingen könnte, zeigt Wirkung.

Im Kern geht es dem Internet-Giganten darum, den Erfolg mit Werbeanzeigen bei der Internetsuche via PC auf den Handy-Markt zu übertragen. Muss dafür jedoch eine eigene Mobilfunklizenz gekauft werden? Experten sehen daher in der Beteiligung an der Auktion nur einen geschickten Schachzug. Google wolle gar nicht unbedingt selbst Mobilfunk betreiben, sondern nur auf die Telekommunikationskonzerne AT&T und Verizon Druck ausüben.

Eines hat das Unternehmen bereits erreicht: Die für die Auktion verantwortliche Federal Communications Commission (FCC) legte auf Druck von Google und Verbraucherschützern fest, dass der Gewinner aus der Auktion sein Netz für Handys, Internetanwendungen und Software aller Art öffnen muss, was für den US-Mobilfunkmarkt einer Revolution gleicht.

Google könnte am Ende wieder wie bisher mit seinem traditionellen Kerngeschäft rund um Suche, in der Mitte zwischen Telcos und Werbetreibenden sitzen, und mit Werbung Milliardengewinne einstreichen. Dies macht Googles Geschäftsmodell und künftige Ambitionen deutlich: bestehende Märkte der Old-Economy mit disruptiven Aktionen "anfechten", aufweichen, sich integrieren und mit Werbung abkassieren. Dies würde letztendlich bedeuten, dass Google gar nie in diese Bereiche einsteigt, sondern nur Buzz erzeugen will. Einerseits, um in den Medien präsent zu bleiben, andererseits um das Kerngeschäft in alle Bereiche der Wirtschaft zu infizieren, ohne selbst darin aktiv zu sein. Es könnte hier also vorrangig darum gehen, der Old Economy Googles Monetarisierungs-Modell aufzuzwingen.

Das ganze hat nur einen Haken, welcher bisher nicht ins Gewicht gefallen ist. Was, wenn in den nächsten Jahren einmal eine Wirtschaftskriese die Unternehmen ihre Werbeausgaben kürzen lässt? Wenn also das Grundrauschen von Google plötzlich austrocknet. Und Werbebudgets zu kürzen sind bekanntlich die ersten Maßnahmen in schlechten Zeiten. Hier wird sich zeigen, ob Google bis dato derart viel Werbung, aus Print und Medien, weg in das Internet bewegen konnte, um dann noch wachsen zu können, wie es nach der Internetblase noch funktioniert hatte. Spätestens dann wird sich Google eine den Analysten kommunizierbare konsistente Strategie und öffentliche Roadmap einfallen lassen müssen, welcher man dann auch einmal verpflichtet sein wird. Vieles anzufangen und wenig zu Ende zu bringen wird in schlechten Zeiten wohl selten belohnt und schon gar nicht geduldet.

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Microsoft-Blog: Das Fernsehen der Zukunft
30 November 07 02:36 PM | ceberl | 0 Comments   

Das Fernsehen unterliegt einem tiefgreifenden Wandel, welcher maßgebend durch die Telekommunikation mitbestimmt wird. Der Artikel ist auf dem Microsoft-Blog zu finden.

Neu! Der Microsoft-Blog
30 November 07 02:28 PM | ceberl | 1 Comments   

Unter www.microsoft-blog.de habe ich einen weiteren Blog gestartet, welcher Business-relevante Innovationen, Visionen und Entwicklungen rund um Microsoft zum Inhalt hat.

Schlag auf Schlag: United Internet auf Expansionskurs
29 November 07 09:05 PM | ceberl | 1 Comments   

United Internet, zweitgrößter DSL-Provider in Deutschland, beteiligt sich zu 20% am Festnetzanbieter Versatel. Eine weitere Erhöhung der Anteile sei nicht ausgeschlossen. Versatel hat ca. 600.000 DSL-Kunden, vornehmlich in Ballungsgebieten, und deckt mit seinem Breitbandnetz rund 25% der deutschen Haushalte ab. Versatel gilt als einer der aggressivsten Kontrahenten der Telekom und hat kürzlich erst den Aufbau eines eigenen VDSL High-Speed Netzes angekündigt.

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United Internet beteiligt sich an Drillisch
28 November 07 10:51 PM | ceberl | 1 Comments   

Die Konsolidierung im deutschen DSL- und Mobilfunkgeschäft schreitet voran. United Internet, bekannt Du die Marken 1&1, Web.de und GMX.de, beteiligt sich zu knapp 10% am Mobilfunkprovider Drillisch. Der Deal umfasst darüber hinaus eine mögliche Vermarktungskooperation bei DSL-und Mobilfunk-Angeboten. Zuvor hatten beide Unternehmen u.a. eine Holding gegründet mit dem Zweck eine Übernahme von Freenet zu stemmen. Die Verhandlungen mit Freenet liegen momentan auf Eis, zumindest auf Seiten United Internet.

Marktanteile der Hersteller
22 November 07 09:29 PM | ceberl | 0 Comments   

Attachment(s): Handy Markt.emf
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